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Rudy Gay (z. v. l.) kommt in dieser Saison bislang auf 19,9 Punkte im Schnitt © getty

Die Memphis Grizzlies bringen dem Titelanwärter eine happige Heimpleite bei. Boston zittert nun sogar um Platz drei.

Von Ingo Weber

München - Der Titelanwärter Boston Celtics kommt fünf Wochen vor den Playoffs mächtig ins Straucheln.

Der Meister von 2008 kassierte im heimischen Garden eine happige 91:111 (33:55)-Pleite gegen die Memphis Grizzlies und liegt nach der fünften Schlappe in den letzten zehn Partien nur noch gleichauf mit den Atlanta Hawks auf dem dritten Platz im Osten.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Die Grizzlies bestätigten dagegen den Aufwärtstrend der letzten Wochen und behalten den letzten Playoff-Platz im Westen im Blick.

Höchste Pleite mit Garnett

Rudy Gay hatte mit 28 Punkten erheblichen Anteil am ersten Grizzlies-Sieg über die Celtics seit 2006.

"Wir haben heute eine starke Leistung gebraucht. Schaut man auf den Kader der Celtics, muss man Respekt haben. Sie haben drei potenzielle 'Hall of Famers' in ihren Reihen", sagte Gay nach der Partie.

Neben Gay überzeugten bei den Grizzlies O.J. Mayo mit 17 Punkten und Zach Randolph mit 13 Punkten und zehn Rebounds.

Bei den Gastgebern trafen Ray Allen und Rajon Rondo mit jeweils 17 Punkten am besten.

Höher haben die Celtics noch nie verloren, wenn Kevin Garnett bei Boston mitwirkte.

"Erstmal auf den März konzentrieren"

"Memphis hat verdient gewonnen. Wir dürfen jetzt nicht auf April oder Mai schauen. Wir müssen uns erstmal auf den März konzentrieren. Das müssen wir sofort verinnerlichen", warnte Garnett.

Celtics-Coach Doc Rivers war nach dem Spiel trotz der Niederlage zum Scherzen aufgelegt: "Das einzig Positive war heute, als der Satz 'noch zwei Minuten zu spielen' vom Ansager kam."

Grizzlie-Trainer Lionel Hollins war dagegen sehr zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: "Das war ein großer Sieg, und wir sind froh darüber. Die Celtics waren vom Spiel in Milwaukee geschwächt. Trotzdem gehören sie für mich zu den Top Drei in der Eastern Conference."

New Orleans Hornets - Oklahoma City Thunder 83:98 (47:54)

Das Überraschungsteam der NBA bleibt weiter Oklahoma City Thunder.

Gegen die New Orleans Hornets behielt Oklahoma mit 98:83 die Oberhand und festigte damit den fünften Platz im Westen.

Kevin Durant führte Thunder mit 29 Punkten zum Sieg. Unterstützt wurde er von Russell Westbrook, der mit 17 Punkten, neun Assists und acht Rebounds am Triple-Double schnupperte.

Auch Durant erkannte die starke Leistung seines Mitspielers an: "Russell hat einen guten Job gemacht und uns zum Sieg geführt."

Sefolosha hält Playoffs für gebongt

Auch 33 Punkte von David West wendeten die Niederlage der Hornets nicht ab.

Die Ausfälle von Chris Paul und Peja Stojakovic wogen bei New Orleans zu schwer.

Zehn Spiele hatten die Hornets in Folge gegen Thunder gewonnen, doch ohne Paul gingen die beiden letzten verloren.

"Wir sind froh, dass wir nun auf einem Playoff-Platz stehen. Trotzdem müssen wir von Spiel zu Spiel schauen", sagte der Thunder-Schweizer Thabo Sefolosha nach der Partie.

Rechnerisch sind die Thunder allerdings noch nicht für die K.o.-Runde qualifiziert.

New York Knicks - San Antonio Spurs 87:97 (39:51)

Die San Antonio Spurs kamen gegen die New York Knicks zu einem 97:87-Heimerfolg.

Dank eines starken Manu Ginobili, der 28 Punkte beisteuerte, fuhr der "ewige Rivale" der Dallas Mavericks den fünften Sieg aus den letzten sechs Spielen ein.

Seit der Verletzung von Toni Parker läuft der Argentinier zu großer Form auf.

"Es kommt immer darauf an, wie du verteidigt wirst. In den letzten beiden Spielen hatte ich die Möglichkeit mehr Würfe zu nehmen", erklärte Ginobili.

Parker kehrt erst in Playoffs zurück

Für Toni Parker ist die reguläre Saison nach einem Handbruch beendet. Erst in den Playoffs wird mit seiner Rückkehr gerechnet.

Bester Werfer bei den Knicks war David Lee mit 21 Punkten und zehn Rebounds.

"Egal ob wir gewinnen oder verlieren, das Wichtige ist, dass jeder gewinnen will. Diese Einstellung hat die Mannschaft heute gezeigt", sagte Knicks-Coach Mike D'Antoni trotz der Niederlage.

Neben Ginobili überzeugten bei den Spurs Tim Duncan mit 18 Punkten und Antonio McDyess mit zehn Punkten und zwölf Rebounds.

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