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Kevin Garnett (l.) und Ray Allen (r.) bringen es zusammen auf 67 Lenze © getty

Gegen die Cleveland Cavaliers setzt es die neunte Niederlage aus den letzten zehn Spielen. Zwei Ausfälle kosten Utah den Sieg.

Von Ingo Weber

München - Als Leon Powe noch bei den Celtics unter Vertrag stand, waren sie in absoluter Hochform. Doch das ist Vergangenheit.

Powe, der mit Boston 2008 den Titel holte, geht nun für die Cleveland Cavaliers auf Korbjagd und nahm sich nach dem 104:93 (54:48)-Sieg gegen sein ehemaliges Team einen Moment zur Analyse. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

"Vergleicht man die Defensive von damals und heute, hat sie definitiv nicht mehr die gleiche Qualität. Die Rotation ist langsamer und sie bekommt die Werfer der Gegner nicht zu fassen. Ich weiß nicht, ob es die Anstrengung ist oder ob sie einfach alt geworden sind", sagte Powe.

Matchwinner Varejao

Betrachtet man die Partie gegen die Cavs kann man seine Meinung bezüglich des Alters durchaus teilen. Die Celtics sahen alt aus.

LeBron James war mit 30 Punkten, acht Rebounds und sieben Assists einmal mehr in MVP-Form. 24 seiner 30 Zähler verbuchte er in Hälfte zwei.

Matchwinner war für Celtics-Trainer Doc Rivers aber ein Anderer: "Es gab einen Spieler, der das Spiel dominierte. Das war Anderson Varejao. Er war so aktiv. Er hat seine Füße bewegt, was wir nicht getan haben."

Double-Double für Jamison

Der Brasilianer kam auf 17 Punkte und machte über die gesamte Spielzeit mächtig Betrieb.

Auch Rückkehrer Antawn Jamison überzeugte mit 15 Punkten und zwölf Rebounds nachdem er das letzten Spiel wegen Knieproblemen verpasst hatte.

Damit erzielte er vier Double-Double in den letzten sieben Spielen.

Ray Allen war mit 20 Punkten bester Werfer auf Bostons Seite.

Blaues Auge für James

Kevin Garnett kam genau wie Paul Pierce auf 18 Punkte, hatte aber schon früh mit Foul-Problemen zu kämpfen.

Bostons "Big-Three" konnten es mit dem einen Topstar auf der Gegenseite nicht aufnehmen.

Auch ein Schlag auf sein linkes Auge von Kevin Garnett konnte James nicht stoppen.

"Ich habe ein bisschen Kopfschmerzen", sagte der NBA-Topscorer, dessen Auge nach dem Spiel blau angelaufen war. "Ich bin froh, dass ich das Spiel beenden konnte. Für einige Minuten habe ich verschwommen gesehen."

Charlotte Bobcats - Orlando Magic 96:89 (51:53)

Für eine Überraschung sorgten die Charlotte Bobcats im Spiel bei den Orlando Magic.

Charlotte gewann gegen die Nummer zwei im Osten mit 96:89 (51:53) und bleibt weiter auf Playoff-Kurs.

Das letzte Mal als die Bobcats nach Orlando kamen, bestritt Stephen Jackson sein erstes Spiel für Charlotte und prognostizierte seinem neuen Team einen Playoff-Platz.

Im November konnte man über dieses Statement durchaus noch lachen.

Jackson überragend

Doch mit Platz sechs im Osten sind die Bobcats auf einem guten Weg.

Der Shooting Guard war es auch, der sein Team mit 28 Punkten zum sechsten Sieg in Serie führte.

"Jackson spielt sehr gut und hat das Level des gesamten Teams erhöht. Seine Qualitäten in Abwehr und Angriff, seine Emotionen, alles ist sehr positiv für Charlotte", musste auch Magic-Point-Guard Jameer Nelson nach dem Spiel einräumen.

Auch sein Mitspieler Theo Ratliff geriet über Jacksons Qualitäten ins Schwärmen: "Wenn er kein All-Star ist, wer dann? Es ist Zeit, dass die Leute erkennen, was er auf dem Platz leistet."

Howard zeigt zwei Gesichter

Damit reichte es für die Bobcats zum ersten Mal in dieser Saison zu einem Sieg gegen die Magic, obwohl All-Star Gerald Wallace wegen einer Verletzung im linken Fußgelenk ausfiel.

Auch ein starker Dwight Howard (27 Punkte, 16 Rebounds) konnte die Niederlage der Magic nicht verhindern.

Gegen Ende der Partie zeigte der Center aber auch sein zweites Gesicht.

Nach einer Diskussion mit den Offiziellen setzte es für den Center das 14. technische Foul der Saison.

Utah Jazz - Oklahoma City Thunder 111:119 (49:59)

Das Verfolgerduell im Westen entschied Oklahoma City Thunder gegen die Utah Jazz mit 119:111 (59:49) für sich.

Als Fünfter erhöhte Thunder damit den Druck auf die Jazz, die aktuell auf Platz vier liegen.

Den Ausschlag zu Gunsten Oklahomas gab die Ausgeglichenheit im Kader.

Während die Thunder-Starting-Five komplett im zweistelligen Bereich traf, musste Utah auf Mehmet Okur (Rückenprobleme) und Andrei Kirilenko (Wadenprobleme) verzichten.

"Wir haben gekämpft und einen guten Job gemacht. Aber die beiden Ausfälle haben uns sehr geschadet", sagte Jazz-Power-Forward Carlos Boozer.

60 Prozent aus dem Feld

Kevin Durant war bester Werfer auf dem Platz und sorgte mit 35 Punkten für den 17. Thunder-Sieg aus den letzten 20 Spielen.

60 Prozent aus dem Feld bedeuteten Saisonrekord für die Thunder.

Die ersten zwölf Würfe im dritten Viertel fanden alle den Weg ins Ziel.

"Wenn wir so weiter spielen, ist noch viel möglich", gestand Russel Westbrook, der 30 Punkte und elf Rebounds einbrachte.

Topscorer bei den Jazz war Wesley Matthews mit 29 Punkten.

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