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Die Houston Rockets gewannen 1994 und 1995 die Meisterschaft © getty

Im Kampf um die Playoffplätze drohen Houston und New Orleans auf der Strecke zu bleiben: Die Topteams weisen großen Rückstand auf.

Von Ingo Weber

München - Die Regular-Season der NBA neigt sich langsam dem Ende entgegen und der erbitterte Kampf um die Playoff-Plätze geht in die entscheidende Phase.

Während die LA Lakers, die Denver Nuggets und die Dallas Mavericks in der Western Conference souverän auf die Playoffs zusteuern, droht zwei hoch gehandelten Teams bereits das Aus.

Den Houston Rockets und New Orleans Hornets, beide mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals.

Die Rockets rangieren aktuell auf Platz zehn im Westen, direkt dahinter finden sich die Hornets wieder.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Playoffs wohl ohne Rockets und Hornets

Wagt man einen Blick auf das Ranking, scheint der Playoff-Zug bereits abgefahren.

Das Duo ist auf einige Ausrutscher der Konkurrenten angewiesen.

Portland auf Platz acht hat bereits acht Siege mehr auf dem Konto als die Rockets und ist, betrachtet man es nüchtern, auch in der wesentlich besseren Form.

Portland und San Antonio die Gejagten

Die Trail Blazers gewannen neun ihrer letzten elf Spiele und es erscheint nicht aussichtslos, dass sie noch den einen oder anderen Platz gut machen.

Auch den San Antonio Spurs auf Platz sieben traut man einen Einbruch so kurz vor dem Ende der Regular-Season nicht zu.

Den Rockets bleiben noch 18 Saisonspiele um den Super-Gau abzuwenden.

Da macht es ein wenig Hoffnung, dass im März ein Leistungsanstieg erkennbar ist.

Houston: Verlieren verboten

Vier von sechs Spielen wurden gewonnen und gerade Luis Scola zeigt einen ganz starken Monat.

Niederlagen wie gegen Sacramento und Detroit, die beide nicht in Playoff-Reichweite sind, darf man sich nicht mehr erlauben.

Auch das Restprogramm der Adelman-Crew ist durchaus machbar, klammert man die beiden Spiele gegen die L.A. Lakers und die Denver Nuggets aus.

Gerade die Duelle gegen die direkten Konkurrenten Memphis Grizzlies, San Antonio Spurs und Phoenix Suns gilt es zu gewinnen.

"Schauen was am Ende dabei raus kommt"

Der Ausfall von Starspieler Yao Ming wiegt zwar schwer, doch Neuzugang Kevin Martin kommt immer besser in Schwung. In seinem Schatten muss Aaron Brooks beweisen, dass er mehr ist als das ewige Talent.

Adelman kann für das Restprogramm abgesehen von Ming auf den kompletten Kader zurück greifen und glaubt trotz der geringen Chancen auf die Playoffs noch an das Unmögliche.

Er wolle lieber eine Siegesserie starten, als Rechenexempel zu statuieren.

"Unsere Ziele können wir nur erreichen, wenn wir weiter arbeiten. Wir versuchen die Spiele zu gewinnen und dann schauen wir, was am Ende dabei raus kommt", sagte Adelman dem "Houston Chronicle".

New Orleans mit Personalnot

Noch schwärzer sind die Aussichten für die New Orleans Hornets. Trainer Jeff Bower muss zur Zeit drei Spieler ersetzen.

Während James Posey nach einem grippalen Infekt wohl am Montag gegen die L.A. Clippers wieder einsatzfähig ist, ist die Saison für Sean Marks nach einer Schulter-Operation beendet.

Auch Hoffnungsträger Chris Paul fällt laut "New Orleans Times-Picayune" noch eine Woche bis zehn Tage aus und wird voraussichtlich erst nach dem Auswärtstrip bei den Clippers, Warriors, Nuggets und Jazz gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks zurückkehren.

West kann Paul-Ausfall nicht kompensieren

Die Experten vermuten, dass Pauls Rückkehr zu spät kommt.

Der Point Guard bestritt bislang erst 38 Spiele, womit man den elften Platz im Westen durchaus begründen kann.

David West allein kann die schwere Last nicht Schultern.

Leistungsträger wie Emeka Okafor und Peja Stojakovic bleiben hinter den Erwartungen zurück. Gerade der 32-jährige Serbe scheint seinen Zenit überschritten zu haben.

Trainerwechsel brachte nichts

Die Entlassung von Trainer Byron Scott im November 2009 kam für viele überraschend, vor allem für Scott selbst.

Auf den Coach des Jahres 2008 folgte Bower, der das Ruder aber nicht entscheidend herum reißen konnte.

Auch die aktuelle Form lässt zu wünschen übrig. Nur eine der letzten acht Partien konnten die Hornets gewinnen.

Hornets mit schwerem Restprogramm

Es bleiben nur noch 15 Spiele, um doch noch auf Platz acht zu springen.

Doch mit Meister Lakers, den Cleveland Cavaliers und den Mavericks warten noch drei Titelfavoriten auf New Orleans.

Für die Hornets könnte es also ganz eng werden.

Coach Bower mit Durchhalteparolen

Doch Bower ist überzeugt von den Qualitäten seiner Spieler:

"Es ist noch alles drin. Wir müssen unsere Konzentration darauf legen, zu kämpfen und Spiele zu gewinnen. Gewinnen ist der einzige Weg um mögliche Patzer der Konkurrenten auszunutzen. Wir wissen, dass es schwer wird, aber wir haben noch nicht aufgeben", sagte Bower der "New Orleans Times-Picayune".

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