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In den ersten beiden Saison-Duellen besiegten Andrea Bargnanis Raptors die Bulls © getty

Abwehrschwach wie zu Jordans jungen Jahren fällt der nächste Mavs-Gegner zurück. Charlotte dreht trotz Verletzungspechs auf.

Von Marwan El-Eid

München - Vier Wochen vor Ende der regulären Saison ist der Kampf um die Playoff-Plätze im Osten voll entbrannt.

Während sich die Milwaukee Bucks nach sechs Siegen in Serie zu den wohl sicheren Playoff-Kandidaten aus Cleveland, Orlando, Atlanta und Boston gesellt haben, kämpfen noch vier Teams um die verbleibenden drei Plätze.

Die Charlotte Bobcats (34 Siege - 31 Niederlagen), die Miami Heat (35-32) und die Toronto Raptors (32-33) liegen derzeit auf einem der begehrten Playoff-Plätze. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Auf dem neunten Platz sind die Chicago Bulls (31-34) abgerutscht. Sieben Schlappen in Folge brachten das Team von Coach Vinny Del Negro vom Kurs ab.

Drei Stammspieler außen vor

Dabei kassierten sie in den letzten zehn Spielen jeweils mehr als 100 Punkte ? das erste Mal seit 21 Jahren, als Michael Jordan noch vergeblich seinem ersten Titel hinterlief. Ob der spätere Serienmeister noch die Kehrtwende schafft, darf bezweifelt werden.

Denn die Stammspieler Derrick Rose (verstauchtes Handgelenk), Joakim Noah (Fußverletzung) und Luol Deng (Wadenverspannung) fehlen Del Negro vermutlich auch in den kommenden Spielen.

Nach dem Auftakt in Memphis empfangen am Mittwochabend die Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki die Bulls (ab 1.30 Uhr LIVESCORES). Anschließend gastiert Cleveland mit LeBron James in Chicago. Und im vierten Spiel gehts nach Philadelphia.

Auch Raptors im Sturzflug

"Wir müssen da durch. Es ist zum Glück nichts Ernsthaftes. Sobald die Spieler zurück sind, werden wir versuchen, wieder auf dem Niveau zu spielen, zu dem wir in der Lage sind", übt sich Del Negro in Durchhalteparolen.

Neben den Verletzungssorgen schwächen sich die Chicago Bulls auch selber. So wurde Kirk Hinrich für das Spiel gegen Memphis gesperrt, da er bei der Niederlage gegen Miami am Freitag einen Offiziellen zu hart angegangen war.

Dass Chicago überhaupt noch im Rennen um die Playoffs ist, liegt auch daran, dass mit Toronto eine Mannschaft auf Platz acht steht, die einen noch schlechteren Lauf hat. Alleine neun der letzten zehn Spiele gingen verloren.

Jackson springt in die Bresche

Nutznießer der beiden schwächelnden Teams sind die Miami Heat um den in Topform spielenden Dwyane Wade und die Charlotte Bobcats.

Die Bobcats müssen zwar den Ausfall ihres All-Stars Gerald Wallace (Knöchelverletzung) verkraften, der sich im vorletzten Spiel gegen die Clippers den Knöchel verletzt hatte. Mit Swingman Stephen Jackson (76 Punkte in den letzten drei Spielen) spielte sich dafür aber ihre Neuverpflichtung vom November ins Rampenlicht.

Mit sechs Siegen in Serie bzw. sechs Erfolgen aus den letzten sieben Spielen wurden aus den einstigen Jägern Charlotte und Miami die Gejagten. Allerdings haben die Heat bereits zwei Spiele mehr absolviert als die anderen drei Mannschaften.

Zwei Heat-Heimspiele gegen Tabellennachbarn

Einen Nachteil, den sie in den direkten Duellen gegen Toronto und Charlotte (beide zu Hause) sowie auswärts in Chicago wettmachen könnten.

Zwei weitere Duelle liefern sich in den verbleibenden 17 Spielen noch die Bobcats und die Bulls, darunter auch am letzten Spieltag der Saison. In der laufenden Spielzeit haben beide Teams jeweils ein Mal gegeneinander gewonnen.

In der Nacht auf Mittwoch (ab 1 Uhr LIVESCORES) sind drei der vier Teams um die Playoff-Plätze im Einsatz: Charlotte in Indiana, Chicago in Memphis und Miami zuhause gegen die San Antonio Spurs.

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