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Rashard Lewis (l.) gab sein NBA-Debüt 1998. Seit 2007 spielt er für die Magic © getty

Beim Magic-Sieg in Miami wird Lewis zum Matchwinner. Howard fällt unrühmlich auf. Denvers Anthony gelingt eine Bestleistung.

Von Ingo Weber

München - Mit einem 108:102 (93:93, 54:54)-Auswärtssieg bei den Miami Heat haben die Orlando Magic in der NBA ihre Ambitionen auf den Titel erneut unter Beweis gestellt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Ein Dreier von Rashard Lewis eine halbe Minute vor dem Ende der Verlängerung sorgte für die endgültige Entscheidung.

"Ich wollte unbedingt noch einen machen", sagte Lewis nach dem Spiel.

Dafür suchte er sich den perfekten Zeitpunkt aus.

Komplette Startfünf punktet zweistellig

Denn nachdem die Magic im Schlussviertel bereits mit zwölf Punkten vorne lagen, machten sie es noch einmal unnötig spannend, um am Ende doch als Sieger die Platte zu verlassen.

Orlando gewann zehn der letzten elf Spiele und baute den Vorsprung auf die direkten Verfolger Boston und Atlanta weiter aus.

"Wir haben den Kampf angenommen. Ich bin sehr zufrieden mit den Jungs", meinte Magic-Coach Stan Van Gundy.

Vince Carter mit 27 und Lewis mit 24 Punkten leiteten den Sieg des Zweiten der Eastern Conference ein. Die komplette Starting Five der Magic zeigte sich von ihrer besten Seite und traf im zweistelligen Bereich. 213810(DIASHOW: Die 21. NBA-Woche)

Howard mit Foulproblemen

Miami ging mit fünf Punkten Rückstand in das letzte Viertel und vergab 13 der ersten 15 Versuche aus dem Feld. Die Heat sahen beim Stand von 88:76 für Orlando wie der sichere Verlierer aus, als aus dem Nichts die Bälle wieder den Weg in den Korb fanden.

Ein 12:0-Run brachte Miami zurück ins Spiel. "Es war ein spannendes Spiel. Leider haben wir den Job nicht zu Ende gemacht", sagte ein enttäuschter Michael Beasley zur Aufholjagd der Heat.

Dass Orlando gegen Ende zittern musste, lag auch daran, dass Center Dwight Howard fast die komplette zweite Halbzeit mit Foulproblemen auf der Bank verbrachte.

Double-Double für Wade

Er kassierte auch das 15. technische Foul der Saison. "Die Schiedsrichter warten nur darauf, ihn zu bestrafen", nahm Van Gundy seinen Schützling in Schutz.

Doch in der Verlängerung kam Howard zurück und half, den knappen Sieg sicher zu stellen.

Auch ein starker Dwyane Wade mit 36 Punkten und zehn Rebounds konnte die Niederlage der Heat nicht verhindern.

"Wir haben den Kampf angenommen. Ich habe keine Problem mit unserer Leistung", sagte Heat-Coach Erik Spoelstra.

Trotz der Niederlage bleibt Miami auf Platz sieben im Osten und muss weiter um die Playoffs zittern.

New Orleans Hornets - Denver Nuggets 80:93 (37:62)

Ein überragender Carmelo Anthony führte die Denver Nuggets zu einem 93:80 (63:37)-Heimsieg über die New Orleans Hornets.

Anthony glänzte mit 26 Punkte und einer Karrierebestleistung von 18 Rebounds.

"Ich wollte eigentlich 20 Rebounds holen", sagte der 25-Jährige: "Ich wusste, dass wir sie brauchen werden. Nene war mit Emeka Okafor, der Rest mit David West beschäftigt. Das war die Gelegenheit für mich ein paar Bälle zu fangen."

Denver zur Pause schon durch

Bereits zur Halbzeit war die Partie bei einer 25-Punkte-Führung der Nuggets praktisch entschieden.

Bis zur Mitte des Schlussviertels schrumpfte der Vorsprung zwar auf neun Punkte, doch Denvers Sieg geriet nie ernsthaft in Gefahr.

Die Reboundshow von Anthony war auch nach dem Spiel noch allgegenwärtig. "Das war großartig. Er hat die Fähigkeiten, so etwas zu leisten. Mit seiner Schnelligkeit und seiner Explosivität hat er einfach einen Vorteil", lobte Point Guard Chauncey Billups.

Auch ohne ihren Coach Georg Karl, der sich gerade einer Chemotherapie unterzieht, steuern die Nuggets weiter den Playoffs entgegen und liegen mit einem Sieg Vorsprung wieder alleine auf Platz zwei im Osten vor den Dallas Mavericks.

Hornets vor Playoff-Aus

Denver gewann acht der letzten neun Spiele und fünf der letzten sechs unter Interims-Coach Dantley.

Beste Werfer auf Seiten der Hornets waren Marcus Thornton und Darren Collison mit je 15 Punkten.

New Orleans bleibt auf Rang elf in der Western Conference. Nach der 37. Saisonniederlage rücken die Playoffs in weite Ferne.

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