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LeBron James spielt seit seinem NBA-Debüt 2003 nur für die Cavaliers © getty

Beim Cavaliers-Sieg über Chicago luchst LeBron James Bryant einen Rekord klar ab. Der Lakers-Guard erzielt eine Saisonbestmarke.

Von Ingo Weber

München - Superstar LeBron James hat sich abermals in die Geschichtsbücher der NBA eingetragen.

Der Small Forward der Cleveland Cavaliers durchbrach beim 92:85 (54:46)-Erfolg seines Teams gegen die Chicago Bulls als jüngster Spieler die 15.000-Punkte-Marke. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

James, der die Cavs mit 29 Punkten zum sechsten Sieg in Serie führte, erreichte den Meilenstein mit 25 Jahren und 79 Tagen.

Damit ist der NBA-Topscorer knapp zwei Jahre jünger als der bisherige Rekordhalter Kobe Bryant.

Eine "Gabe Gottes"

"Ich bin mit einer Gabe Gottes gesegnet", sagte James nach dem Spiel: "Hoffentlich bleibe ich gesund und kann weitere Rekorde brechen."

Sein Trainer Mike Brown nahm die Leistung seines Spielers eher gelassen hin: "Das ist kein Meilenstein, der mich sonderlich überrascht."

Cleveland gewann damit 12 seiner letzten 13 Spiele.

Die Frage, die viele Zuschauer neben dem Platz beschäftigte, war: Welches Trikot wird James in der nächsten Saison tragen?

Er kann nach der Saison aus seinem Vertrag aussteigen und wäre einer der begehrtesten Free-Agents in der Geschichte.

Bulls können nicht mehr gewinnen

Auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, in der nächsten Saison bei Gegner Chicago zu spielen, antwortete James trocken: "Ich bin hier. Die Menschen können mich sehen, bis ich in den Flieger steige."

Die Bulls könnten den Small Forward an allen Ecken und Enden gebrauchen.

Die zehn letzten Spiele gingen verloren, was die längste Niederlagenserie seit 2001 bedeutet.

Ohne die verletzten Derrick Rose, Luol Deng und Joakim Noah drohen die Bulls als Neunter im Osten die Playoffs zu verpassen.

Taj Gibson war mit 20 Punkten und 13 Rebounds bester Werfer bei Chicago.

Minnesota Timberwolves - L.A. Lakers 96:104 (49:59)

Obwohl Kobe Bryant den Rekord an James verlor, hatte er mit seinen L.A. Lakers Grund zur Freude. 213810(DIASHOW: Die 21. NBA-Woche)

Durch einen 104:96 (59:49)-Heimsieg über die Minnesota Timberwolves machte der Titelverteidiger die Playoffteilnahme perfekt.

Bryant war mit 22 Zählern Topscorer bei den Lakers. Mit 13 Assists stellte er zudem einen persönlichen Saisonrekord auf.

Trotz des sechsten Sieges in Folge, gab es aber auch einen Wehrmutstropfen zu vermelden.

Bynum scheidet verletzt aus

Andrew Bynum verletzte sich an der Achillesferse, sein Einsatz gegen Washington am Sonntag ist mehr als fraglich.

"Ich habe ihn nach dem Spiel in der Kabine beobachtet. Er hinkte nicht stark. Es ist hoffentlich nicht so schlimm, und er wird nicht lange ausfallen. Wir brauchen seine Defensivstärke ", sagte Bryant über seinen Mitspieler.

Neben Bryant erzielte auch Pau Gasol einen Double-Double. Der Spanier kam auf 17 Punkte und 14 Rebounds.

Die Timberwolves haben die Saison dagegen abgehakt. Die Niederlage war die zwölfte in Serie.

Jonny Flynn war 20 Punkten noch der Auffälligste.

Golden State Warriors - San Antonio Spurs 116:147 (61:77)

Mit einem Saisonpunkterekord ließen die San Antonio Spurs aufhorchen.

Beim 147:116 (77:61)-Erfolg über die Golden State Warriors bescherten die Spurs ihrem Coach Gregg Popovich ein besonderes Geschenk.

Seit seinem Amtsantritt 1996 war es San Antonio nicht gelungen, so viele Punkte in einem Spiel zu erzielen.

Trotz der Treffsicherheit der Spurs, war Manu Ginobili mit 23 Punkten bester Werfer seines Teams.

Angstgegner San Antonio

Dafür punkteten gleich acht Spieler zweistellig.

Guard George Hill wollte das Resultat auch nicht überbewerten: "Wichtiger ist, dass wir gewonnen haben."

Durch den Sieg verteidigte San Antonio Platz sieben im Westen.

Für Golden State hat eine Negativserie auch nach dem Spiel weiter Bestand.

Seit 1997 konnten die Warriors nicht mehr in San Antonio gewinnen.

Utah Jazz - Phoenix Suns 100:110 (37:52)

Ein überragender Amare Stoudemire hat seine Phoenix Suns zu einem 110:100 (52:37)-Sieg gegen den direkten Konkurrenten Utah Jazz geführt.

Mit einem persönlichen Saisonrekord von 44 Punkten stellte er seine starke Form erneut unter Beweis.

"Er spielt aktuell vielleicht den besten Basketball seiner Karriere. Es ist beruhigend solch einen Spieler in unseren Reihen zu wissen. Er spielt mit so viel Herz und Leidenschaft", meinte Suns' Point Guard Steve Nash.

39 Prozent aus dem Feld

27 Punkte erzielte Stoudemire in der zweiten Halbzeit und führte Phoenix im dritten Versuch zum ersten Sieg über die Jazz in dieser Saison.

Utah kam nur auf 39 Prozent aus dem Feld, was Trainer Jerry Sloan auf die Palme brachte. "Wir haben sehr viele fürchterliche Würfe genommen."

Die Jazz mussten Andrei Kirilenko (Wadenprobleme) und ab dem zweiten Viertel auch Mehmet Okur (Magenschmerzen) ersetzen.

Trotz der Niederlage verteidigte Utah Platz (44 Siege-25 Niederlagen) vier in der Western Conference. Doch die Verfolger aus Oklahoma (42-25) und Phoenix (43-26) rücken näher.

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