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Seit 2002 nahm Dirk Nowitzki regelmäßig am All-Star-Game teil. 2007 sogar als MVP © getty

Der Deutsche kommt bei der Pleite gegen Boston nach der Pause in Schwung, leistet sich aber einen folgenschweren Fehler.

Von Ingo Weber

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben eine große Chance auf Platz zwei im Westen ungenutzt gelassen und ihr Heimspiel gegen die Boston Celtics mit 93:102 (47:48) verloren.

Aus der Vorlage der Milwaukee Bucks, die bei den Denver Nuggets gewannen, konnte die Truppe von Dirk Nowitzki kein Kapital schlagen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Nachdem Boston den bislang einzigen Vergleich der Saison gegen die Mavericks verloren hatten, hatte Rasheed Wallace vor dem Spiel "Vergeltung" angekündigt. Bei der Niederlage im Januar hatten sich die Celtics von den Schiedsrichtern benachteiligt gefühlt.

Garnett meldet Nowitzki ab

Und die Revanche gelang: Dirk Nowitzki war bei Kevin Garnett und Wallace lange Zeit abgemeldet und konnte erst sehr spät im Spiel Akzente setzen.

20 seiner 29 Punkte erzielte der Ex-Würzburger nach der Pause. Drei Punkte mehr, und er hätte David Robinson (20.790 Punkte) in der ewigen Scorer-Bestenliste von Platz 29 abgelöst. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Im zweiten Spiel nach seiner Verletzungspause war auch bei Jason Terry noch Sand im Getriebe. Trotzdem war er mit 18 Punkten neben Nowitzki der beste Werfer der Mavs.

Bei den Celtics sorgte vor allem das Trio Paul Pierce, Rajon Rondo und Ray Allen für die Highlights.

69 Prozent aus dem Feld

Pierce bürgte mit 29 Punkten genauso wie Allen (21) für eine starke Offensivleistung der Gäste. 69 Prozent Trefferquote aus dem Feld in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache.

Rondo überzeugte mit einem Double-Double und war für Dallas' Center Brandon Haywood der entscheidende Spieler: "Rondo hat den Schlüssel gelieferte. Boston hat von seiner Energie profitiert. Wir konnten ihn nicht stoppen."

Für Bostons Coach Doc Rivers kam der Sieg in Dallas, nur einen Tag nach dem Spiel in Houston, doch etwas überraschend: "Dallas hatte drei freie Tage, um sich auf uns vorzubereiten. Wir dagegen hatten gar keinen, umso höher ist diese Leistung einzuschätzen."

Rondo-Gala im Schlussviertel

Fast die gesamte Partie liefen die Mavericks einem Rückstand hinterher, was Dallas' Coach Rick Carlisle als mitentscheidend ansah: "Du brauchst Momente im Spiel, in denen du zumindest ein bisschen runterfahren kannst. Die konnten wir uns heute nicht nehmen. Das hat es schwer für uns gemacht."

Ein 10:0-Run und zwölf Punkte von Nowitzki machten es dennoch möglich, dass Dallas im Schlussviertel mit 82:75 in Führung ging. Doch der komplette Rest seiner Mannschaft steuerte in den letzten zwölf Minuten nur neun Punkte bei.

"Es ist frustrierend. Solche Spiele gewinnen wir normalerweise", sagte Terry nach der Partie.

Doch gerade Rondo wusste das mit einer Galavorstellung zu verhindern. Er traf alle seiner fünf Versuche im letzten Viertel.

Acht Spiele in 13 Tagen

"Er hat die wichtigen Würfe genommen und versenkt. Er ist schlau und weiß es zu nutzen, wenn sich die Gegner eher auf seine Mitspieler konzentrieren", räumte auch Carlisle ein.

Selbst dem sonst so zuverlässigen Nowitzki flatterten in der Schlussphase die Nerven. Knapp eineinhalb Minuten vor dem Ende schnappte sich Pierce einen Fehlpass des Deutschen und schickte Rondo auf die Reise, der für die endgültige Entscheidung sorgte.

Boston verteidigte durch den vierten Sieg in Serie Platz drei im Osten. Für Dallas war das Heimspiel gegen die Celtics der Auftakt zu einer harten Serie. Drei Spiele folgen in den nächsten vier Tagen, acht in den nächsten dreizehn. 213810(DIASHOW: Die 21. NBA-Woche)

Dank der Milwaukee Bucks ist Platz zwei der Western Conference aber noch in greifbarer Nähe.

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