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Wandervogel Chauncey Billups (r.) spielte in der NBA schon bei sechs Vereinen © getty

Die Nuggets unterschätzen die Bucks und können sich nicht von Dallas absetzen. Ein Rückkehrer wirft die Bulls zum Sieg.

Von Ingo Weber

München - Die 97:102 (54:53)-Heimpleite gegen die Milwaukee Bucks hatten die Denver Nuggets nicht eingeplant, erstrecht nicht, als klar war, dass die Bucks gegen die Sacramento Kings am Vortag in eine doppelte Overtime mussten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Doch kraftlos wirkten die Nuggets. Genauso schienen sie überrascht, über die Energie, die Milwaukee an den Tag legte.

Erst nach dem Spiel sagte Chauncey Billups, dass Denver es hätte besser wissen müssen: "Wir haben gegen ein Team gespielt, dass von Scott Skiles trainiert wird. Ich habe gelernt, ihn zu respektieren, da er es immer wieder schafft, dass seine Mannschaften jede Nacht den Kampf annehmen."

Jennings schwach, Salmons springt ein

Dass die Bucks das Spiel gewannen, kam auch aufgrund schwacher Leistungen zwei ihrer Schlüsselspieler überraschend. Sowohl Brandon Jennings (neun Punkte) als auch Center Andrew Bogut (zwei Punkte) erwischten einen rabenschwarzen Abend.

Für sie sprangen Jon Salmons mit 26 Punkten, Carlos Delfino mit 21 Punkten und Ersan Ilyasova mit einem Double-Double in die Bresche.

"Wir wussten, dass wir eine Nacht zuvor viele Kräfte gelassen hatten. Doch du versuchst das auszublenden und dein Bestes zu geben", sagte Salmons nach der Partie.

29 Punkte für Billups und Anthony

Mit dem Sieg festigten die Bucks den fünften Platz im Osten.

Für die Nuggets ging dagegen eine Serie von sieben Heimsiegen in Folge zu Ende. Denver bleibt auf Platz zwei, konnte aber die Vorlage der Celtics nicht nutzen, sich im Westen weiter von den Dallas Mavericks abzusetzen. Boston hatte die Mavericks in deren Halle geschlagen.

Billups und Carmelo Anthony waren mit 29 Punkten die besten Werfer auf Seiten der Nuggets.

Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 98:84 (52:40)

Die Chicago Bulls feierten beim Auswärtsspiel in Philadelphia die Rückkehr von Derrick Rose und Joakim Noah und zugleich den ersten Sieg nach zehn Niederlagen. (DIASHOW: Die 21. NBA-Woche)

Nachdem er die letzten vier Spiele verpasst hatte, führte Rose die Bulls mit 23 Punkten zum 98:84 (52:40)-Erfolg.

"Rose und Noah wieder dabei zu haben, hat uns enorm geholfen", gab Bulls-Coach Vinny Del Negro zu.

90 Minuten vor dem Spiel unterzog der "Rookie of the Year" seinem Handgelenk einen letzten Belastungstest, um mit einer All-Star-Vorstellung auf den Platz zurückzukehren.

Double-Double für Hinrich

"Ich habe hart dafür gearbeitet um schnell gesund zu werden. Wieder dabei zu sein, ist ein tolles Gefühl", meinte Rose.

Kirk Hinrich mit einem Double-Double und Brad Miller mit 16 Punkten waren neben Rose die auffälligsten Akteure bei Chicago.

Mit dem Sieg erhielten die Bulls auch die Hoffnung auf die Playoffs am Leben. Aktuell rangieren sie mit einem Rückstand von 2,5 Spielen hinter Toronto auf Platz acht in der Eastern Conference.

Für Philadelphia trafen Marreese Speights (17 Punkte) und Samuel Dalembert (16 Punkte) am besten.

"Wir müssen als Team einen besseren Job machen. Wir müssen das erkennen und einfach besser spielen", zeigte sich Dalembert nach dem Spiel unzufrieden.

Charlotte Bobcats - Miami Heat 71:77 (45:47)

Die Miami Heat haben durch einen 77:71 (47:45)-Sieg über die Charlotte Bobcats im Osten einen Platz gut gemacht und zogen an Charlotte vorbei auf Platz sechs.

Trotz einer durchschnittlichen Leistung von Dwyane Wade (14 Punkte) stellten die Heat den siebten Sieg aus den letzten zehn Spielen sicher.

"Ich habe trotzdem ein fleißiges Spiel gemacht und meine Mitspieler in gute Positionen gebracht. Wichtig war, dass wir gewonnen haben", war Wade trotzdem nicht unzufrieden.

Für die Bobcats sorgten Stephen Jackson (18 Punkte) und Gerald Wallace (15 Punkte) für die wenigen Highlights.

Im letzten Viertel kam Charlotte auf eine unterirdische Quote von 29 Prozent aus dem Feld.

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