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Tracy McGrady wechselte im Februar 2010 aus Houston zu den New York Knicks © getty

Jared Jeffries und Jordan Hill führen ihren neuen Klub zum Sieg über New York und stechen Tracy McGrady aus.

Von Ingo Weber

München - In der NBA läuft die heiße Phase im Kampf um die Playoff-Plätze. Dabei ist gerade die Entscheidung im Westen von Spannung geprägt, denn mit den Houston Rockets macht ein Team, das noch auf den Playoff-Zug aufspringen will, ordentlich Druck von hinten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Fünf der vergangenen sechs Spiele konnten die Rockets für sich entscheiden, auch die New York Knicks mussten gestern Nacht daran glauben.

Angeführt von Kevin Martin (28 Punkte) zeichneten sich gerade die Ex-Knicks Jared Jeffries und Jordan Hill für den 116:112 (62:64)-Erfolg verantwortlich.

McGrady ohne Punkt im letzten Viertel

"Wenn du gegen ein ehemaliges Team gewinnst, und dann auch noch entscheidenden Anteil daran hast, ist das immer eine schöne Sache", sagte Jeffries.

Das dachte sich vor dem Spiel auch Tracy McGrady, den die Rockets nicht mehr wollten und kurz vor der Trading-Deadline nach New York abschoben. Doch "T-Mac" wollte nicht viel gelingen. Er forderte sein Glück gar heraus, und bat seinen Trainer darum, in den letzten fünf Minuten noch einmal auf den Platz zu dürfen.

Ihm gelangen zwar 15 Punkte, doch keine davon im letzten Viertel. Alle seine drei Versuche gingen daneben.

So war es den Ex-Knickerbockers vorbehalten, ihren neuen Trainer Rick Adelman zu erfreuen: "Beide haben einen sehr guten Job gemacht."

Double-Double für Lee

Hill beendete die Partie mit 13 Punkten, seinem persönlichen Saisonrekord. Jeffries engte die Kreise von McGrady und Al Harrington ein. (DIASHOW: Die 21. NBA-Woche)

Dass die Rockets nach einem Rückstand nach dem dritten Viertel noch gewannen, war aber hauptsächlich Aaron Brooks zu verdanken, der in den letzten Minuten sieben Punkte in Folge machte und am Ende auf 16 Zähler kam. Die Bank-Spieler Kyle Lowry und Chase Budinger (beide 18 Punkte) sprangen für den blassen Luis Scola in die Bresche.

Trotz des Sieges bleibt Houston auf Platz neun der Western Conference.

Für New York war Center David Lee der herausragende Spieler. Mit 27 Punkten und 20 Rebounds blieb er der einzige Knick mit einem Double-Double.

San Antonio Spurs - Atlanta Hawks 114:119 (105:105, 51:53)

Während die Rockets zur Aufholjagd ansetzen, scheint die Konkurrenz nervös zu werden. Die San Antonio Spurs unterlagen bei den Atlanta Hawks mit 114:119 (51:53) nach Verlängerung und profitierten dabei von der Pleite der Portland Trail Blazers. So verteidigten die Spurs trotz der Niederlage Platz sieben im Westen.

Atlanta buchte nach Cleveland, Orlando und Boston als viertes Team im Osten die Playoffs und gewann seit fünf Jahren mal wieder gegen San Antonio.

Marvin Williams mit 26 Punkten führte die Hawks zum Sieg, auch Al Horford (22 Punkte) und Joe Johnson (20 Punkte) konnten überzeugen und erzielten jeweils ein Double-Double.

Premiere für Crawford

"Die Playoffs zu erreichen war zwar unser Ziel, doch wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte Johnson.

Grund zur Freude hat vor allem Jamal Crawford. In seinem neunten Jahr in der NBA zieht er zum ersten Mal in die Playoffs ein. "Es ist unglaublich, darauf habe ich so lange gewartet", konnte der Guard sein Glück kaum fassen.

Auch ein Manu Ginobili mit seinem persönlichen Saisonrekord von 38 Punkten konnte die erste Spurs-Niederlage gegen die Hawks nach sieben Siegen in Serie nicht verhindern. Tim Duncan steuerte 29 Punkte und 13 Rebounds bei.

Die Niederlage war der Auftakt zu einem ganz harten Programm für die Spurs. In der nächsten Woche warten nacheinander die L.A. Lakers, die Cleveland Cavaliers und die Boston Celtics.

Oklahoma City Thunder - Indiana Pacers 101:121 (48:59)

Durch eine 101:121 (48:59)-Niederlage gegen die Indiana Pacers verloren die Oklahoma City Thunder Platz vier der Western Conference an die Phoenix Suns, die trotz einer Quote von 39 Prozent aus dem Feld mit 93:87 (47:47) gegen die Portland Trail Blazers gewannen.

Der bessere Small Forward gab den Ausschlag zum überraschenden Sieg der Pacers. Danny Granger zeigte sich mit 32 Punkten von seiner Schokoladenseite und erinnerte an die starken Leistungen der vergangenen Saison.

Nicht genug Respekt

Granger sorgte neben Troy Murphy (22 Punkte, 13 Rebounds) für einen Saisonpunkterekord der Pacers. Sein Gegenüber Kevin Durant erwischte dagegen eine schwachen Tag. Der All-Star kam auf 16 Punkte, traf nur vier seiner 16 Würfe und verzeichnete fünf Turnovers.

Auch Durant selbst hatte mehr von sich erwartet: "Unser Auftreten grenzte an eine Blamage. Ich entschuldige mich bei den Fans und bei meinem Mitspielern für meine schwache Leistung."

Nach sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen gab es für Oklahoma einen kleinen Rückschlag. Die City Thunder lagen im gesamten Spiel nicht einmal in Führung und verloren verdient.

"Indiana war in allen Belangen die bessere Mannschaft. Wenn du deinem Gegner in der NBA nicht genug Respekt entgegenbringst, dann passiert so etwas eben", ärgerte sich Thunder-Coach Scott Brooks über die Niederlage.

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