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Dirk Nowitzki (l.) erzielte gegen die Los Angeles Clippers in 18 Punkte in 19 Minuten © getty

Der deutsche NBA-Star fliegt im Duell mit den Clippers vom Platz. Kidd springt für ihn in die Bresche und lässt Dallas jubeln.

Von Nikolai Kube

München - Die Dallas Mavericks haben ihren Negativtrend vorerst gestoppt und die Los Angeles Clippers in eigener Halle mit 106:96 besiegt - und das über weite Strecken ohne Dirk Nowitzki (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Denn: Der Superstar wurde zu Beginn des dritten Viertels aufgrund zweier technischer Fouls vom Platz gestellt und musste sich den Rest der Partie von draußen ansehen.

Was war passiert? Der deutsche Nationalspieler wurde von Clippers-Forward Drew Gooden geschubst, der fällige Pfiff des Schiedsrichters Bill Kennedy blieb jedoch aus.

Nowitzki meckert und fliegt

Dies brachte Nowitzki derart auf die Palme, dass der Referee den Mavs-Forward mit einem technischen Foul bestrafte.

Der meckerte weiter - bis Kennedy die Nase voll hatte und Nowitzki mit dem zweiten Technischen vorzeitig zum Duschen schickte 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche).

"Das war eine schlechte Entscheidung von Dirk", sagte Mavs-Coach Rick Carlisle, "er hat dem Team damit einen Bärendienst erwiesen und weiß genau, dass es falsch war. Er ist einfach zu wichtig für uns."

Nowitzki: 18 Punkte in 19 Minuten

Bis dahin erzielte "Dirkules" starke 18 Punkte in 19 Minuten (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch). Wie wichtig Nowitzki für die Texaner ist, bewies der Verlauf des dritten Viertels eindrucksvoll.

Ohne ihren Anführer verspielten die Mavericks ihren 62:48-Halbzeitvorsprung und lagen zwischenzeitlich sogar mit vier Punkten zurück.

Kidd läuft heiß

Dass die Mavericks dennoch als Sieger den Platz verließen, hatten sie Nowitzkis Kumpel Jason Kidd zu verdanken:

Denn das Geburtstagskind lief im letzten Viertel zu großer Form auf und sprang für den Deutschen in die Bresche.

Der Point-Guard steuerte zu einem 22:3-Lauf 13 Zähler, drei Assists und einen Steal bei. Am Ende gelang Kidd mit 26 Punkten eine Saisonbestleistung.

"Seit Dirk weg war, dachte ich mir, ich spiele einfach den Dirk", scherzte der Matchwinner im Anschluss. "Das Team benötigte Punkte, daher habe ich das Tempo angezogen", gab sich Kidd bescheiden.

Starke Defensive im vierten Viertel

Zweiter Schlüssel zum Erfolg, der nach drei Niederlagen in den letzten vier Partien im Kampf um Platz zwei im Westen dringend erforderlich war, war die gute Defensivarbeit im letzten Viertel.

Die L.A. Clippers konnten sich nicht entfalten und versenkten nur magere fünf ihrer 22 Würfe.

"Wir treffen zwar auch nicht jeden Wurf, aber wenn wir defensiv dagegenhalten, hilft uns das sehr", lobte Kidd die Verteidigung.

Heimkehrer Gooden überzeugt

Chris Kaman und seine Clippers befinden sich währenddessen weiter auf Talfahrt.

Das Team von Trainer Kim Hughes kassierte die zehnte Niederlage im elfen Spiel, die Playoffs sind bei einer Bilanz von 26 Siegen und 45 Pleiten schon lange kein Thema mehr.

Erfolgreichster Akteur auf Seiten der Gäste war Ex-Maverick Gooden, dem mit 26 Punkten und 20 Rebounds ein Double-Double gelang.

"Ich fühle mich hier immer noch sehr heimisch. Dieses Spiel hat mir viel bedeutet", ließ Gooden, der die Saison bei den Mavericks begann, seinen Gefühlen freien Lauf.

Mit den Nuggets gleichgezogen

Neben Gooden erreichte nur Kaman mit 22 Zählern noch annähernd Normalform und so schlichen die Kalifornier mit hängenden Köpfen vom Platz.

"Ich bin sehr enttäuscht, dass unsere Bank uns heute nicht geholfen hat", sagte Clippers-Coach Hughes und stellte eine mutige These auf: "Wenn diese Jungs besser gewesen wären, hätten wir die Partie gewonnen."

Waren sie aber nicht, und so zog Dallas (47-24) in der Western Conference mit den zweitplatzierten Denver Nuggets gleich.

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