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Carmelo Anthony (l.) erzielte 38 Punkte für die Nuggets bei den Knicks © imago

Denver verliert bei den Knicks und spielt den Mavs damit in die Karten. Die Bobcats feiern einen Vereinsrekord. Indiana siegt.

Von Nikolai Kube

München - Rückschlag für die Denver Nuggets im Kampf um Platz zwei im Westen: Das Team von Trainer Adrian Dantley, der den an Krebs leidenden George Karl vorübergehend ersetzt, zog bei den New York Knicks mit 104:109 den Kürzeren.

Überragende 38 Punkte von All-Star Carmelo Anthony waren am Ende zu wenig, da Knicks-Forward Danilo Gallinari ebenfalls zu großer Form auflief 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche).

Der Italiener erzielte 17 seiner 28 Zähler im dritten Viertel und lieferte sich ein heißes Duell mit Anthony (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen).

"Wir haben ein starkes Spiel gezeigt, er hat toll gespielt, und wir haben gewonnen", brachte Matchwinner Gallinari die Ereignisse in einem hart umkämpften Match auf den Punkt.

Anthony genervt von Gallinari

"Es hat wirklich Spaß gemacht", sagte Anthony, "auch wenn ich etwas überrascht war, dass er die ganze Zeit geredet hat".

Genervt von den Provokationen des Italieners beschwerte sich Anthony pausenlos bei den Schiedsrichtern. Gallinari konterte im Anschluss:

"Das ist ein Wettkampf, das ist Basketball. Kommunikation gehört dazu. Wenn du beim Basketball nicht redest, kannst du nicht spielen. Man muss reden", sagte der Forward.

"Bittereste Niederlage der Saison"

Bei den Nuggets, die die zweite Pleite in Serie kassierten und nun dieselbe Bilanz wie die siegreichen Dallas Mavericks vorzuweisen haben (47-24), konnte neben Anthony nur Point Guard Chauncey Billups überzeugen (25 Punkte, sechs Assists).

Die Knicks hatten in Al Harrington (23) ihren zweitbesten Akteur.

"Das ist die bislang bitterste Pleite der Saison", erklärte Billups im Hinblick auf das schwere Restprogramm mit Auswärtsspielen bei den Celtics, Magic und Mavericks (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch).

Sport1.de hat die weiteren Ergebnisse aus der NBA:

Washington Wizards - Charlotte Bobcats 86:95 n. V.

36 Saisonsiege - was nicht außergewöhnlich klingt, bedeutet für die Bobcats einen neuen Vereinsrekord.

Mit dem 95:86-Auswärtserfolg nach Verlängerung bei den kriselnden Washington Wizards hat Charlotte sogar weiter die Playoffs fest im Blick.

Die Wizards, die die zwölfte Pleite in Folge hinnehmen mussten, leisteten allerdings erbitterten Widerstand.

"Gegen diese Mannschaften haben wir immer Probleme", sagte Bobcats-Forward Gerald Wallace, der 17 Punkte und 19 Rebounds zum Triumph beisteuerte.

Auch wenn kein einziger Spieler der Gäste die 20-Punkte-Grenze erreichte, überzeugten die Bobcats durch eine tolle Mannschaftsleistung.

Die komplette Starting-five mit Wallace, Boris Diaw (17), Stephen Jackson (16), Raymond Felton (13) und Theo Ratliff (10) punktete nämlich im zweistelligen Bereich. Bei den Wizards war Mike Miller mit 15 Punkten Topscorer.

Detroit Pistons - Indiana Pacers 83:98

Die Playoffs haben die Pacers (25-46) bereits aus den Augen verloren, Toronto (35-34) auf Rang acht im Osten ist schon zu weit enteilt.

Doch gegen "Lieblingsgegner" Detroit Pistons bleibt Indianas Saisonbilanz weiter makellos - vier Spiele, vier Siege.

Die Pacers überrollten die Pistons auswärts mit 98:83 und beendeten damit eine Niederlagenserie von neun Spielen in der Fremde.

"Das war ein tolles Spiel. Die Pistons kommen mit unserer Spielweise einfach nicht klar", sagte Brandon Rush, der 20 Zähler für die Pacers markierte.

In den Schatten gestellt wurde er nur von Forward Danny Granger (32 Punkte). Auf Seiten der enttäuschenden Pistons zeigte nur Tayshaun Prince mit 14 Zählern halbwegs Normalform.

Ans Aufgeben denkt Detroits Coach John Kuester trotz der katastrophalen Saisonbilanz (23-48) aber nicht:

"Wir werden weiter hart arbeiten, wir werden nicht einfach mit dem Basketballspielen aufhören", merkte der frustrierte Trainer ironisch an.

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