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Thaddeus Young bestritt letzte Saison in seinem Rookie-Jahr 74 Spiele © getty

Die Philadelphia 76ers drehen gegen Meister Boston einen Zwölf-Punkte-Rückstand. Charlotte und Indiana erleben ein Debakel.

Von Rainer Nachtwey

München/Boston - Auftaktpleite für den Meister: Die Boston Celtics haben ihr erstes Spiel der Preseason verloren.

Der Titelverteidiger unterlag in der Halle des Amherst Colleges gegen die Philadelphia 76ers mit 92:98.

"Zu Beginn haben wir gut zusammengespielt, haben Tempo gemacht, und der Rhythmus hat gestimmt", sagte Kevin Garnett.

Sixers drehen Spiel

Aus dem zu Beginn guten Zusammenspiel resultierte eine deutliche 16:4-Führung, die die Celtics bis zur Pause (54:44) halten konnten.

Doch in der Schlussphase, die die "Big Three" Garnett, Paul Pierce und Ray Allen auf der Bank verbrachten, rissen die Sixers die Partie herum.

Lou Williams, der 16 seiner insgesamt 27 Punkte im letzten Viertel erzielte, und Thaddeus Young (21 Punkte) stachen dabei besonders hervor.

Elton Brand, der in der Offseason einen Fünf-Jahres-Vertrag über knapp 80 Millionen Dollar unterzeichnet hatte, sammelte in 22 Minuten elf Punkte.

"Boston hat diese drei Superstars. Für uns war das ein Gradmesser. Wir konnten sehen, wie weit wir sind", sagte der Neuzugang von den Los Angeles Clippers.

Debakel für Bobcats

Nicht allzu weit sind die Charlotte Bobcats. Der neue Klub von Trainerlegende Larry Brown kassierte bei den Orlanndo Magic eine richtige Abreibung. Mit 80:118 ging der Klub aus North Carolina unter. Zeitweilig betrug der Rückstand 44 Punkte.

Dennoch hat der Coach seinen Sinn für Humor nicht verloren. "Im Nachhinein wünsche ich mir, ich wäre noch im Ruhestand", sagte der 68 Jahre alte Brown mit einem Schmunzeln. "Wir haben noch einen langen Weg vor uns."

Bereits im Anfangsviertel wurden die Bobcats vorgeführt. Mit 40:9 gingen die ersten zwölf Minuten an die Magic. ?Die Jungs hatten anscheinend mächtig Bammel?, analysierte Charlottes Guard Jason Richardson, der 15 Punkte erzielte. ?Wir haben einfach viel zu viel falsch gemacht.?

Hornets werfen sich für Berlin ein

Ein ähnliches Debakel erlebten auch die Indiana Pacers gegen die New Orleans Hornets. Beim 71:105 erzielte der Klub aus Indianapolis im dritten Viertel nur ganze sechs Punkte, als lediglich drei von 21 Würfen den Weg in den Korb fanden.

Die Gäste um Olympiasieger Chris Paul bauten dadurch den Vorsprung nach der Pause von zehn auf 30 Punkte aus.

Paul war mit 17 Zählern bester Werfer der Partie. Teamkollege Peja Stojakovic kam auf 14 Punkte für die Hornets, die im zweiten Vorbereitungsspiel ihren zweiten Sieg feierten.

Am Freitag tritt New Orleans in San Antonio an, ehe es am Dienstag (ab 19.55 live im DSF) dann in der O2-Arena in Berlin gegen die Washington Wizards geht.

Weitere Ergebnisse:

Toronto Raptors - New York Knicks 113:111Detroit Pistons - Milwaukee Bucks 85:71Memphis Grizzlies - Washington Wizards 80:89Minnesota Timberwolves - Oklahoma City Thunder 88:82Phoenix Suns - Atlanta Hawks 96:100Portland Trail Blazers - Golden State Warriors 95:110

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