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Seit seinem NBA-Debüt 1998 spielt Paul Pierce (r.) für die Boston Celtics © getty

Die Celtics erreichen als fünftes Team die K.o.-Runde. Die Nuggets fallen hinter die Dallas Mavericks zurück.

Von Ingo Weber

München - Die Boston Celtics haben in der NBA als fünftes Team nach Cleveland, den L.A. Lakers, Orlando und Atlanta die Playoff-Teilnahme perfekt gemacht.

Der Titelträger von 2008 zeigte beim 113:99 (61:51)-Heimsieg über die Denver Nuggets eine starke Leistung. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Paul Pierce war mit 27 Punkten bester Werfer der Celtics.

Damit sollte er auch die letzten Zweifler über den Zustand seines zuletzt verletzten Daumens aufgeklärt haben.

Triple-Double für Rondo

"Pünktlich zur entscheidenden Phase der Saison fühle ich mich völlig gesund", sagte Pierce.

Seit dem Wechsel von Kevin Garnett zu den Celtics (2007), und der Geburt der "Big Three" (Garnett, Pierce, Ray Allen) haben sie zum dritten Mal in Serie die K.o.-Runde erreicht.

Garnett mit 20 Punkten und Rajon Rondo mit einem Triple-Double (11 Punkte, 15 Assists, 11 Rebounds), waren maßgeblich am fünften Celtics-Sieg aus den letzten sechs Spielen beteiligt. 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche)

Durch den Sieg bleibt Boston (46 Siege - 25 Niederlagen) gleichauf mit den Atlanta Hawks, die gegen den Ost-Zweiten Orlando Magic (50-22) mit 86:84 (46:42) gewannen und ebenfalls ins Achtelfinale einzogen. Für Boston und Atlanta ist Platz zwei in den letzten elf Spielen noch in Reichweite.

32 Punkte durch Anthony

Boston lag über die gesamte Partie in Führung, führte im dritten Viertel zwischenzeitlich mit 21 Punkten, bevor die Nuggets bis zu Beginn des Schlussviertels noch einmal auf 80:87 verkürzten. Durch einen Zwischenspurt zogen die Celtics jedoch wieder auf 16 Punkte davon.

"Ich hoffe, dass wir Mitte April auf dem Leistungshöhepunkt sind", meinte Celtics-Coach Doc Rivers.

Die Denver Nuggets (47-25) verloren durch die dritte Niederlage in Serie Platz zwei im Westen an die Dallas Mavericks (47-24).

Auch 32 Punkte von Carmelo Anthony verhinderten die Pleite in Boston nicht.

Sport1.de hat weitere Ergebnisse aus der NBA:

Cleveland Cavaliers - New Orleans Hornets 105:92 (52:48)

Die Cleveland Cavaliers haben durch einen 105:92 (52:48)-Erfolg bei den New Orleans Hornets ihre Ambitionen auf den Titel erneut unter Beweis gestellt und den achten Sieg in Serie eingefahren. Vor allem LeBron James zeigte sich einmal mehr in MVP-Form und kam auf 38 Punkte.

"Ich habe viele schwierige Würfe versenkt und mich warm geschossen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass ich von jeder Position des Platzes treffen könne", sagte James zu seiner Galavorstellung.

Auch eine unsanfte Begegnung mit James Posey, bei der sich "King" James gegen Ende der ersten Spielhälfte den Knöchel verdrehte, warf den NBA-Topscorer nicht aus der Bahn.

Hornets vor Playoff-Aus

Zu Beginn des dritten Viertels kam er auf den Platz zurück und spielte, als ob nichts passiert wäre.

"LeBron zu stoppen ist fast unmöglich. Und wenn du ihn doppelst, dann hat er auch das Auge für den freien Mann", lobte Cavs-Coach Mike Brown.

Neun Assists steuerte James bei. "Wenn ich nicht werfen kann, dann suche ich meine Mitspieler. Ich tue alles dafür, dass das Team gewinnt", bestätigte der All-Star.

20 Punkte von J.J Hickson und ein Double-Double von Antawn Jamison stellten den 27. Sieg in Folge gegen ein Team mit negativer Bilanz sicher.

Marcus Thornton war mit 20 Punkten bester Schütze bei New Orleans. Verlieren die Hornets am Samstag auch gegen Portland, können sie die Playoffs nicht mehr erreichen.

L.A. Lakers - San Antonio Spurs 92:83 (41:48)

Eine starke zweite Hälfte sicherte den L.A. Lakers ein 92:83 (41:48) über die San Antonio Spurs und damit den siebten Sieg in Folge.

Kobe Bryant steuerte 24 Punkte bei. Gerade seine beiden Drei-Punkt-Treffer im letzten Viertel waren für die Lakers immens wichtig, nachdem sie fast die gesamte Partie im Rückstand lagen.

"Das Spiel hatte Playoff-Charakter. Wir lagen hinten und haben uns zurück gekämpft. Das war ein wichtiger Sieg für uns", meinte Bryant.

Lamar Odom (19 Punkte, 13 Rebounds) und Pau Gasol (10 Punkte, 12 Rebounds) waren ebenso Garanten des Sieges und fügten ihrer Statistik jeweils ein Double-Double zu.

Parker-Rückkehr ungewiss

Gerade das starke Schlussviertel lässt den Eindruck entstehen, dass die Lakers topfit und gerüstet für die anstehende K.o.-Runde sind.

Die Spurs dagegen bangen als Siebter in der Western Conference um den Einzug in die Playoffs. Manu Ginobili (24 Punkte) und George Hill (21 Punkte) trafen für den Titelträger von 2007 am besten. Doch vom Rest der Mannschaft kam zu wenig, keiner der Mitspieler punktete im zweistelligen Bereich. Gerade Tim Duncan erwischte mit sechs Punkten einen schwachen Tag.

Hill dagegen startete famos und wies zur Halbzeit bereits 20 Punkte auf. In der zweiten Hälfte verbuchte er jedoch nur noch einen weiteren Zähler.

"In dieser Phase der Saison, will ich jedes Team schlagen, egal ob es vor uns oder hinter uns steht", sagte Ginobili. Und gerade in dieser Zeit fehlt den Spurs mit Tony Parker ein ganz wichtiger Mann. Nach einem Handbruch ist mit seiner Rückkehr nicht vor den Playoffs zu rechnen.

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