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Deron Williams (l.) kommt Chris Andersen Nuggets und Dirk Nowitzkis Mavs näher © getty

Die Jazz pirschen sich an die strauchelnden Nuggets und Mavericks heran. Zudem steht die Rückkehr eines Ex-All-Stars bevor.

Von Ingo Weber

München - Die Utah Jazz haben die Durststrecken der Mavericks und Nuggets genutzt: Während Dallas drei der letzten fünf Spiele verlor und auch beim Sieg gegen die Clippers strauchelte, kassierte Denver in Boston die dritte Pleite in Folge.

Die Jazz dagegen setzten sich bei den Toronto Raptors klar mit 113:87 (61:43) durch und machten durch den fünften Erfolg in den jüngsten sechs Partien das Rennen um Platz 2 in der Western Conference zu einem Dreikampf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabellen)

Während Dirk Nowitzkis Mavericks (47 Siege - 24 Niederlagen) kampflos an den Nuggets vorbei auf Platz 2 kletterten, liegt das Team aus Salt Lake City nun gleichauf mit Denver (47-25).

Nun vier schlagbare Gegner

Die Jazz gewannen zuletzt unter anderem auch gegen die Celtics, die sowohl Dallas als auch Denver zuletzt das Fürchten lehrten, und hoffen auf die zweite Position, die im entscheidenden siebten Spiel im Achtel- und Viertelfinale der Playoffs ein Heimspiel garantiert.

Auch das Restprogramm spricht für Jerry Sloans Team, das in den nächsten vier Spielen gegen Toronto, Washington, New York und Golden State durchweg auf Gegner trifft, die keine Chance mehr auf die K.o.-Runde haben.

Die schwerste Aufgabe wartet mit dem Duell bei Titelverteidiger L.A. Lakers am 2. April. 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche)

"Die folgenden Spiele sind richtungweisend. Auch wenn alle Aufgaben lösbar sind, können wir nur mit der richtigen Einstellung gewinnen. Wir sind an Dallas und Denver dran. Das ist eine zusätzliche Motivation für uns", sagte Point Guard Deron Williams der "Salt Lake Tribune".

Erstrunden-Aus noch in Erinnerung

Nur ungern erinnern sich die Spieler der Jazz an die letzte Saison zurück. Acht der letzten zwölf Spiele der Regular Season gingen verloren.

Utah vergeigte eine aussichtsreiche Platzierung und verlor schon in der ersten Runde gegen den späteren Meister L.A. Lakers (1:4). "Das haben wir noch im Kopf. Dieses Jahr müssen wir die Saison erfolgreicher beenden", mahnt Williams.

Für das kommende Spiel gegen Indiana am Freitag meldet sich auch Andrei Kirilenko zurück, der wegen Problemen an der Wade sechs der letzten sieben Spiele verpasste.

"Es sieht gut aus, aber der letzte Belastungstest folgt kurz vor dem Spiel", meinte der russische Small Forward, der 2004 im All-Star Game stand, nach dem Sieg über Toronto.

Diskussionen um Dantley

Nowitzkis Mavericks spielt in die Karten, dass derzeit auch Denver einen Formeinbruch erlebt.

Seit dem Chefcoach Georg Karl dem Team mitteilte, dass er wegen einer Krebserkrankung bis auf weiteres eine Pause einlegen müsse, und durch Adrian Dantley ersetzt wurde, weisen die Nuggets eine Bilanz von fünf Siegen bei vier Niederlagen auf.

Für Dantley ist es die erste Station als Cheftrainer und es wird spekuliert, ob er der Aufgabe gewachsen ist.

Orlando das Zünglein an der Waage?

"Er macht einen guten Job. Die Niederlagen haben nichts mit ihm zu tun", nimmt ihn Carmelo Anthony aus der Schusslinie.

Doch es bleibt abzuwarten, wie Dantley mit der Drucksituation in den nächsten Wochen klar kommt. Die Dallas Mavericks und die Denver Nuggets treffen am 29. März im American Airlines Center im direkten Duell aufeinander.

Orlando kann sich im Kampf um Platz zwei zum Zünglein an der Waage entwickeln. Die Magic treten in der kommenden Woche sowohl gegen Dallas als auch gegen Denver an.

Alle Augen auf Nowitzki

Für die Mavericks gilt es, nach fünf schwachen Auftritten, im Auswärtsspiel bei den Portland Trail Blazers (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) wieder ein Zeichen zu setzen und Platz zwei zu verteidigen.

Alle Augen werden auf Dirk Nowitzki gerichtet sein, der seine Nerven im Spiel gegen die L.A. Clippers nicht im Griff hatte und wegen zweier technischer Fouls vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Es war Nowitzkis erste Hinausstellung seit dem 26. Dezember 2008.

Die beiden bisherigen Spiele gegen Portland in dieser Saison gingen verloren.

Warnung von Kidd

Nicht nur deshalb warnt Jason Kidd seine Mannschaft: "Wir treffen in den nächsten zwei Wochen zweimal auf Portland. Das sind ganz wichtige Duelle gegen einen Gegner, der auch in den Playoffs auf uns warten könnte. Wir proben den Ernstfall."

Und damit hat er Recht. Portland steht aktuell auf Platz acht im Westen, doch auch Rang sechs und sieben sind in den ausstehenden elf Spielen noch in Reichweite.

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