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Die Dallas Mavericks waren 2006/2007 das beste Team nach der regulären Saison © getty

Nach der dritten Mavs-Pleite gegen Portland werden böse Erinnerungen wach. Nowitzki erklärt seinen Rauswurf vom Dienstag.

Von Marwan El Eid

Nach der dritten Saison-Niederlage der Dallas Mavericks beim möglichen Playoff-Gegner Portland Trail Blazers geht bei den Fans das Zittern los.

Es werden Erinnerungen an die Saison 2006/2007 wach.

Damals spielten die Mavericks die stärkste Spielzeit ihrer Vereinsgeschichte und waren am Ende mit 67 Siegen und 15 Niederlagen das beste Team der Vorrunde.

Allerdings hatten die Texaner vor drei Jahren damals einen Angstgegner: Die Golden State Warriors. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Frühes Aus als bestes Team

In der regulären Saison verloren Nowitzki und Co. nicht nur alle drei Saisonspiele gegen die Kalifornier, sondern schieden auch als favorisiertes Team gegen die Warriors mit 2:4 in der ersten Playoff-Runde aus.

Dass die Mavericks diesmal nicht als bestes Team in die Playoffs gehen, ist nach der vierten Niederlage im sechsten Spiel nach der 13:0-Erfolgsserie klar.

Aber ein Aufeinandertreffen beider Teams in den Playoffs in einer anderen Tabellenkonstellation ist in der engen Western Conference immer noch möglich.

Warum sich diese Saison der aktuell Dritte (47 Siege - 25 Niederlagen) gegen den Achten (43-29) so schwer tut, weiß in Dallas keiner so richtig.

Portland als Angstgegner

"Sie haben uns dreimal geschlagen, das heißt für uns, dass wir uns verbessern müssen. Wir wissen jetzt, wie diese Mannschaften gegen uns spielen ", lautet die Analyse von Mavs-Aufbauspieler Jason Kidd.

Ob sie das inzwischen wirklich wissen, darf bezweifelt werden. Denn die 89:101-Pleite war auch gleichzeitig die höchste. 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche)

Am 22. Dezember verlor Dallas beim ersten Aufeinandertreffen in eigener Halle knapp mit 81:85.

Und am 30. Januar hatten die Mavericks - ebenfalls vor heimischen Publikum - die Trail Blazers am Rande einer Niederlage.

Am Ende mussten sie sich aber in der Verlängerung mit 112:114 geschlagen geben. Überragender Akteur war damals Portlands Andre Miller mit 52 Punkten.

Carlisle sucht nach Erklärung

Für Coach Rick Carlisle lag die Ursache für die erneute Pleite daran, dass Dallas "zu keinen Fast-Break-Punkten kam".

Zudem erhielten die Mavericks bis zur Halbzeit nur einen Freiwurf.

Einen weiteren Grund für die plötzliche Formkrise lässt sich auch an Mavs-Star Dirk Nowitzki festmachen.

Bei den jüngsten Niederlagen in New Orleans und jetzt in Portland erzielte der Topscorer seines Teams (24,8 Punkte im Schnitt pro Spiel) nur 15 bzw. 16 Punkte. (zum Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Nowitzki: Keiner Schuld bewußt

Wie unzufrieden Nowitzki zurzeit ist, zeigte der 31-Jährige ausgerechnet beim letzten Sieg der Mavs gegen die Clippers.

Nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung kassierte Nowitzki innerhalb von wenigen Sekunden zwei technische Fouls wegen Meckerns.

"Ich glaube nicht, dass ich etwas Schlimmes gesagt habe, als ich mein erstes technische Foul bekam", meinte Nowitzki nun mit drei Tagen Abstand. "Ich habe nur geantwortet, er soll in Position gehen, nachdem er mir gesagt hatte, er hätte nichts gesehen."

Zudem beklagte sich Nowitzki, dass Schiedsrichter Bill Kennedy "von Anfang an sehr hart mit den Spielern umgegangen ist".

Noch ein Mal gegen Portland

Dass Coach Carlisle nach dem Spiel sauer auf ihn war und ihm vorwarf "die Teamkollegen im Stich gelassen zu haben und sie in eine schreckliche Situation gebracht zu haben", nahm Nowitzki hingegen nicht persönlich. (Nowitzkis Zorn bringt Carlisle in Rage)

Ob die Dallas Mavericks vor den Playoffs noch rechtzeitig in die Erfolgsspur zurück finden, wird sich spätestens am 9. April zeigen, wenn die Texaner ein weiteres Mal zu Gast bei ihrem neuen Angstgegner sind.

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