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Melo Anthony (29 Punkte pro Partie) erzielte 09/10 in keinem Spiel weniger als 14 Punkte © getty

Der All-Star krönt in Toronto das Comeback der Nuggets. Die Jazz verlieren klar bei den Pacers, deren Topscorer punktet wie nie.

Von Michael Spandern

München - Die Denver Nuggets haben den zweiten Platz im Westen wieder für sich allein, aber ihre alte Souveränität noch längst nicht zurück.

Nach drei Schlappen in Serie sicherte erst ein Buzzer-Beater von Carmelo Anthony aus knapp sechs Metern den "Goldstücken" den 97:96 (56:52)-Erfolg bei den Toronto Raptors, die nach der achten Pleite aus den letzten elf Partien wieder um den achten und letzten Playoff-Platz im Osten bangen müssen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Denver (48 Siege - 25 Niederlagen) fehlt dagegen nur noch ein Erfolg, um das Ticket für die Achtelfinals zu buchen. Die Chance, mit den Nuggets Schritt zu halten und an den Dallas Mavericks vorbeizuziehen, verpassten die Utah Jazz durch eine 106:122 (61:54)-Niederlage bei den Indiana Pacers.

Erster Versuch scheitert

In Toronto sahen die Gastgeber acht Minuten vor Schluss beim 87:75 schon wie die Sieger aus, doch die Nuggets antworteten mit einem 9:0-Lauf.

In der vorletzten Minute glich Anthony, der auf 25 Punkte und acht Rebounds kam, die Partie aus. Doch erst als Chris Bosh, mit 18 Punkte und zwölf Rebounds Torontos Bester, 16 Sekunden vor dem Ende einen von zwei Freiwürfen zum 96:95 versenkt hatte, war die Bühne für Melos Heldentat bereitet. 216573(DIASHOW: Die 22. NBA-Woche)

Dabei scheiterte der 25-Jährige im ersten Versuch, doch Nene (20 Punkte, neun Rebounds) schnappte sich den herrenlosen Ball, und via Chauncey Billups kehrte dieser zu Anthony zurück.

"Das ist schwer zu schlucken"

"Einen entscheidenden Wurf in fremder Halle zu treffen macht viel mehr Spaß", freute sich der All-Star, die Fans im Air Canada Centre zum Schweigen gebracht zu haben.

Chris Bosh, der sich gewöhnlich gegen die Nuggets so schwer wie gegen kein anderes NBA-Team tut, haderte dagegen: "Es schmerzt immer, auf diese Weise ein Spiel zu verlieren." Und sein Head Coach Jay Triano bestätigte: "Das ist schwer zu schlucken."

Sport1.de fasst weitere Spiele aus der NBA zusammen:

Indiana Pacers - Utah Jazz 122:106 (61:54)

Die Jazz hatten nach zuvor drei Siegen kein Rezept gegen Indianas Danny Granger.

Der Small Forward traf fünf seiner zehn Dreierversuche, stellte mit 44 Punkten eine Karriere-Bestmarke auf und scherzte: "Ich habe versucht, 50 zu machen, aber am Ende ging mir die Luft aus."

Doch da war ja auch noch Troy Murphy (20 Punkte, neun Rebounds).

Die Pacers stellten bei ihrem fünften Sieg in Folge mit 17 Dreiern einen Klubrekord auf. Utahs Trainer Jerry Sloan schimpfte: "Unsere Defense war heute nicht vorhanden."

Auf Jazz-Seiten schrieben sich Mehmet Okur (27 Punkte, 12 Rebounds), Carlos Boozer (22 Punkte, 11 Rebounds) und Deron Williams (21 Punkte, 12 Assists) Double-Doubles in ihre Statistiken.

Phoenix Suns - New York Knicks 132:96 (64:58)

Als Fünftplatzierte im Westen machen die Suns mit nun 46 Siegen und 26 Niederlagen weiterhin Druck auf Denver, Dallas und Utah.

Gegen die Knicks, betreut von ihrem Ex-Coach Mike D'Antoni, kamen die Suns locker zu ihrem sechsten Sieg nacheinander. Allerdings stehen dem Team aus Arizona nun fünf Auswärtsspiele bevor, vier seiner Gegner weisen eine positive Saisonbilanz auf.

Amare Stoudemire und Leandro Barbosa verbuchten jeweils 18 Punkte für die Gastgeber, Jason Richardson 17. Bei New York, das seit Februar 2003 auf einen Sieg in Phoenix wartet, waren Al Harrington (24) und David Lee (21) am erfolgreichsten.

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