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Jason Kidd (l.) wird das kommende Preseasonspiel in Milwaukee aussetzen © getty

Egal was Rick Carlisle derzeit anfasst, am Ende ist es ein Erfolg. In Chicago gewinnt Dallas das zweite Vorbereitungsspiel.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Zweites Spiel, zweiter Sieg: Für die Dallas Mavericks läuft es in der Preseason wie geschmiert.

Und egal was Coach Rick Carlisle derzeit anfasst, es endet erfolgreich. Beim 110:102-Sieg der Texaner bei den Chicago Bulls zahlte sich sein Experiment mit Brandon Bass auf der Small-Forward-Position aus.

Zwar schickte der neue Trainer den Power Forward nur für 16 Minuten auf das Parkett, die reichten aber, um einen bleibenden Eindruck bei Carlisle zu hinterlassen.

"Wir werden ihn immer wieder mal auf der Drei spielen lassen", sagte Coach Carlisle. "Für uns kann sich das vor allem gegen größere Teams auszahlen."

Bass in der Verteidigung, Nowitzki im Angriff

Für Bass war es zwar etwas ungewohnt, dennoch zeigte er sich von der Überlegung nicht abgeneigt. "Er hat mich einfach ins kalte Wasser geschmissen. Ich habe davor noch nie gegen Small Forwards verteidigt, die so oft frei geblockt werden. Ich werde weiter daran arbeiten", bezog sich Bass auf seinen Gegenspieler Luol Deng.

Der Forward der Bulls erzielte in 25 Minuten Spielzeit 14 Punkte. "Es ist neu für mich, aber das ist okay in der Verteidigung auf der Drei zu spielen. Dirk übernimmt dann im Angriff die Position."

Dirk, mit Nachnamen Nowitzki, spielte mit der Starting Five das erste Viertel durch. In dieser Zeit brachten Jason Kidd, Antoine Wright, Josh Howard, Nowitzki und Erick Dampier die Mavs mit 36:22 in Führung.

Das zweite Viertel spielten dann die zweite Fünf um Bass, Devean George, J.J. Barea, Jason Terry und DeSagana Diop die kompletten zwölf Minuten durch. "Ich hatte mir diese Maßnahme vorgenommen. Es war wie zwei Zwölf-Minuten-Spiele im ersten und zweiten Viertel", sagte Carlisle. "Wir haben beide gewonnen."

Sechs Spieler im zweistelligen Bereich

Das zweite entschieden die Mavericks mit 26:22 für sich. Bass fiel dabei nicht nur durch die Verteidigung gegen Deng auf, sondern auch mit tollen Offensivaktionen. Zehn Punkte sammelte der 23-Jährige und sorgte mit zwei spektakulären Dunks für Highlights.

Und auch das Zusammenspiel bei dem neuen Tempospiel von Carlisle wird immer besser. Dies belegt auch die Turnoverzahl. Im ersten Spiel gegen die Wizards mit 24 so hoch wie seit Jahren nicht mehr, wurde sie diesmal dezimiert. Am Ende standen nur 14 Ballverluste bei den Mavericks zu Buche.

In der zweiten Halbzeit spielte sich dann ein weiterer Bankdrücker in den Vordergrund. Gerald Green, in der Offseason aus Minnesota verpflichtet, spielte groß auf und setzte sich mit 18 Punkten an die Spitze der Scorer-Wertung.

Zweitbester Werfer bei den Mavs war Nowitzki mit 15 Zählern, Wright, Barea (jeweils 11), Bass und Howard (jeweils 10) punkteten ebenfalls im zweistelligen Bereich.

Rose zeigt Nerven

Bei der Heimmannschaft gab Nummer-Eins-Draftpick Derrick Rose sein Debüt im Bulls-Trikot und im United Center.

Der Point Guard zeigte besonders zu Beginn Nerven - seine vier Wurfversuche gingen allesamt daneben ? und fand nur langsam zu seiner Form. In 27 Minuten kam Rose auf zehn Punkte, gab fünf Vorlagen und holte sich drei Rebounds, leistete sich aber auch sechs Turnover.

"Also wenn Sie mich fragen, ich habe miserabel gespielt", sagte der 20 Jahre alte Guard. "Als Aufbauspieler willst du keine unnötigen Ballverluste. Deshalb ist diese Vielzahl an Turnovern bei mir absolut inakzeptabel. Das bleibt einem im Gedächtnis."

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