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Kevin Durant war mit 40 Punkten bester Werfer auf Seiten der Thunder © getty

Die Thunder behaupten sich gegen Minnesota und träumen mehr denn je von Platz zwei. Ihr Star bricht einen Rekord.

Von Hardy Heuer

München - Am Abend zuvor hatten die Oklahoma City Thunder bei den Dallas Mavericks triumphiert - nun werden sie ihnen auch im Rennen um den zweiten Platz im Westen gefährlich.

Mit 116:108 (72:50) besiegte die Mannschaft von Trainer Scott Brooks die Minnesota Timberwolves - und besserte seine Bilanz damit auf 48:28 auf - Nowitzki und Co. sind nicht mehr weit weg (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Es war einmal mehr Kevin Durant, der sein Team zum Sieg führte. Der Forward markierte 40 Punkte und neun Rebounds.

Mit nun 2.258 Punkten in einer Saison stellte er einen neuen Rekord für die Thunder auf, und das sechs Spiele vor Ende der regulären Saison.

Sechster Sieg in sieben Spielen

Der bisher Führende Dale Ellis kam in der Saison 1988/89 - als die Thunder noch die Seattle SuperSonics waren - "nur" auf 2.253.

Unterstützt wurde Durant von Point Guard Russell Westbrook, der auf zehn Punkte und 16 Assists kam.

Für Oklahoma City, das sich schon 24 Stunden vor der Partie für die Playoffs qualifizierte, war es der sechste Sieg in den vergangenen sieben Spielen.

Furioser Start

Die Thunder starteten furios ins Spiel und bauten sich bereits im ersten Viertel, wo sie eine Trefferquote von 72 Prozent vorzuweisen hatten, einen 18-Punkte-Vorsprung auf, nachdem Durant in den letzten 40 Sekunden mit zwei verwandelten Drei-Punkte-Würfen glänzte.

Die Timberwolves kamen zwar im dritten Viertel noch mal auf neun Punkte heran, der Sieg der Thunder war jedoch zu keiner Zeit wirklich gefährdet.

Durant bremst Euphorie

Durant bremste jedoch nach dem Spiel die Euphorie um den ersten Playoff-Einzug nach fünf Jahren: "Es gibt immer zwei Saisons in der NBA - die reguläre Saison und die Playoffs."

Die gute Saisonleistung würde in den Playoffs nicht zählen, weiß Durant: "In den Playoffs startet wieder alles bei 0:0."

Auch Green überzeugt

"Wir haben noch eine Menge zu bewerkstelligen", stellte Teamkamerad Jeff Green fest: "Wir können in den Playoffs die ersten vier Spiele verlieren und dann wird jeder vergessen, was wir geleistet haben."

Neben Durant und Westbrook wusste Green mit 16 Punkten und zehn Rebounds zu gefallen.

Bei Minnesota, das in den letzten 26 Spielen 24 Niederlagen hinnehmen musste, überzeugten Ryan Gomes und Jonny Flynn mit jeweils 22 Punkten.

219122(DIASHOW: Die 23. NBA-Woche)

Los Angeles Lakers - San Antonio Spurs 81:100 (40:48)

Die Lakers haben unterdessen die Chance verpasst, sich vorzeitig den ersten Platz im Westen zu sichern.

Im heimischen Staples Center unterlagen sie nach sieben Heimsiegen in Folge trotz der 32 Punkte von Center Pau Gasol den San Antonio Spurs mit 81:100. Die Spurs lösten damit ihr Endrunden-Ticket.

Gasol mit Bestleistung

Für Gasol war es eine persönliche Saison-Bestleistung.

Kobe Bryant, der auf 22 Zähler kam, weiß woran es lag: "Die Spurs haben das Tempo kontrolliert und wir haben keine Würfe genommen."

Bei den Spurs waren Manu Ginobili mit 32 Punkten und Tim Duncan, der 24 Punkte und elf Rebounds verbuchte, die besten Akteure.

Orlando Magic - Memphis Grizzlies 107:92 (54:46)

Die Orlando Magic setzten sich wie erwartet gegen die Memphis Grizzlies mit 107:92 durch.

Obwohl es in diesem Spiel um nicht mehr viel ging, wurde es sehr hart geführt. Es kam nach einem Zwist zwischen Orlandos Matt Barnes und Memphis' Hasheem Thabeet sogar zu einer Rangelei, in die zehn Spieler verwickelt wurden.

Sechs technische Fouls

Am Ende der Partie standen sogar sechs technische Fouls zu Buche.

Bester Spieler auf Seiten der Magic war Vince Carter, der 26 Punkte und sieben Rebounds zum Sieg beisteuerte.

Bei den Grizzlies überzeugte Zach Randolph mit 24 Punkten und 18 Rebounds.

Toronto Raptors - Goldens State Warriors 112:113 (54:57)

Eng ging es im kanadischen Toronto zu. Im Air Canada Centre setzte es eine bittere 112:113-Niederlage für die Toronto Raptors im Kampf um einen Playoff-Platz gegen die Golden State Warriors.

Auch die 42 Punkte und zwölf Rebounds von Chris Bosh konnten die Pleite nicht abwenden. Für Warriors-Coach Don Nelson war es dagegen ein historischer Erfolg.

"Was ein Spiel um den Rekord zu egalisieren"

Mit nun 1.332 Siegen ist er mit Hall of Famer Lenny Wilkens bei den meisten NBA-Siegen gleichgezogen.

"Was ein Spiel um den Rekord zu egalisieren", meinte Nelson nach dem Spiel. Golden State hatte in Stephen Curry, der 29 Punkte und zwölf Rebounds verbuchte, seinen besten Akteur.

Die Raptors haben durch die Niederlage im Kampf um Platz acht weiterhin die Chicago Bulls im Nacken.

Los Angeles Clippers - New York Knicks 107:113 (55:59)

Auch eine starke Leistung von Chris Kaman konnte die Los Angeles Clippers nicht vor der fünften Niederlage hintereinander bewahren.

Am Sonntag unterlag das Team des deutschen Nationalspielers, das schon vorher keine Chancen mehr auf einen Playoff-Platz hatte, den New York Knicks mit 107:113.

Center Kaman überzeugte mit 22 Punkten und überragenden 16 Rebounds.

Weitere Ergebnisse:

Washington Wizards - New Jersey Nets 109:99Indiana Pacers - Houston Rockets 133:102

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