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Dirk Nowitzki (l.) erzielte diese Saison im Schnitt 24,8 Punkte pro Partie © getty

Das Rennen um Platz zwei im Westen spitzt sich zu. Dirk Nowitzki sieht Dallas vor dem Spiel gegen Memphis auf dem richtigen Weg.

Von Nikolai Kube

Dallas/München - Es ist wohl nur noch ein Vierkampf.

Nach der Niederlage der Thunder bei den Jazz spitzt sich das Rennen um den heiß umkämpften Platz zwei in der Western Conference zu. Für Oklahoma City (48:29), das nun 2,5 Spiele Rückstand auf Utah aufweist, scheint der Zug bereits abgefahren.

Nun entscheidet sich zwischen den Jazz (51:27), Dallas Mavericks, Phoenix Suns und Denver Nuggets (alle 50:27), wer dem ganz dicken Brocken in der ersten Playoff-Runde noch aus dem Weg geht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Utah hat vorgelegt, nun muss Dallas im Heimspiel gegen die abgeschlagenen Memphis Grizzlies nachlegen.

Der Trend spricht gegen die Mavs

"Es wird höchste Zeit, dass wir den Hebel umlegen", fordert Dirk Nowitzki vor den richtungsweisenden Wochen.

Dass nach fünf Niederlagen aus den letzten neun Spielen der Trend klar gegen die Mavs spricht, ist für Nowitzki kein Problem: "Ich bin mit unserer Entwicklung zufrieden."

Die Wichtigkeit der restlichen fünf Partien spornt den deutschen Nationalspieler sogar an: "Ich habe es schon immer gemocht, wenn es am Ende um etwas geht. Dann habe ich gleich den richtigen Rhythmus für die Playoffs", sagt Nowitzki. (zur Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Schmerzliche Erfahrungen

"Dirkules" spricht aus Erfahrung. Denn 2007 musste Dallas schmerzlich erfahren, was passieren kann, wenn die richtige Einstellung fehlt:

Mit 67 Saisonsiegen im Rücken nahmen die Mavericks die Warriors in der ersten Playoffrunde auf die leichte Schulter - verloren die Serie mit 2:4 und mussten frühzeitig die Koffer packen.

"Damals haben wir einige Spieler in den letzten Spielen geschont. Das war das Problem", blickt Nowitzki zurück.

Nowitzki: "Wir haben richtige Waffen"

In diese Verlegenheit wird Mavs-Coach Rick Carlisle nun mit Sicherheit nicht kommen. Denn nach zwei Heimpleiten in Serie ist ein Erfolg gegen die Grizzlies Pflicht.

"Wir sind zuletzt etwas ins Wanken geraten. Aber diese drei freien Tage haben uns geholfen", setzt J.J. Barea auf die Trumpfkarte Erholung.

"Wir habe eine gute Ausgangsposition, wenn wir die kommenden fünf Spiel gewinnen, oder zumindest vier", wagt Nowitzkis Teamkollege eine optimistische Prognose.

Doch auch Nowitzki selbst glaubt an eine erfolgreiche Saison: "Wir haben neue, starke Waffen", lobt der Forward die drei Neuzugänge Caron Bulter, Brendan Haywood und DeShawn Stevenson.

Vor allem körperlich seien die Mavericks nun stärker als zuvor. "Wir sind für die Playoffs wie geschaffen", so Nowitzki.

Marion fehlt gegen Memphis

Kompensieren muss Dallas gegen Memphis den Ausfall von Shawn Marion. Der Forward zog sich gegen Oklahoma City eine Oberschenkelzerrung zu und konnte nicht trainieren. 221965(DIASHOW: Die 24. NBA-Woche)

"Andere werden für ihn in die Bresche springen", sagt Coach Carlisle, der hofft, dass er in der Nacht auf Donnerstag bei Angstgegner Portland wieder auf Marion zurückgreifen kann.

Nowitzki setzt derweil auf die mannschaftliche Geschlossenheit: "Jeder muss dem anderen helfen, für den anderen laufen", so der All-Star.

Auffällig hohe Fehlpassquote

Neben den personellen Problemen, haben die Mavericks in diesen Tagen mit ihrer hohen Fehlpassquote zu kämpfen. In sechs der letzten elf Spiele, verloren Point Guard Jason Kidd und Co. mehr als 15 Mal den Ball - das liegt deutlich über den Schnitt von 13 Turnovers pro Partie.

"Wir müssen uns gegenseitig die Kugel zupassen und nicht dem Gegner", fordert daher Kidd.

Und auch Carlisle nimmt seine Jungs in die Pflicht: "Uns fehlt manchmal die Konzentration. Wir wollen aggressiv sein, aber müssen einfach besser aufpassen."

Apropos Konzentration. Finden die Mavericks die richtige Einstellung, steht dem neunten Sieg in Folge gegen die Grizzlies in der heimischen American Airlines Arena nichts mehr im Wege.

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