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Mavericks-Star Dirk Nowitzki (l.) erzielte gegen die Memphis Grizzlies 22 Punkt © getty

Dallas fegt Memphis aus der Arena und übernimmt wieder Platz zwei im Westen. Dirk Nowitzki spielt gut, ein Ex-Wizard besser.

Von Nikolai Kube

Dallas/München - Das harte Training hat sich gelohnt.

Rick Carlisle, Coach der Dallas Mavericks, ordnete nach zwei Pleiten in Folge und schwachen Defensivleistungen Extraschichten an. Und Dirk Nowitzki und Co. zeigten sich gegen Memphis stark verbessert.

Mit 110:84 fegten die Texaner die Grizzlies aus der American Airlines Arena und sicherten sich damit wieder Platz zwei in der Western Conference. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Wir mussten uns einfach verbessern. Es war ein Schritt nach vorne - vor allem defensiv", lobte Carlisle sein Team.

Aggressive Mavericks

Durch ihr aggressives Auftreten zwangen die Mavericks den Gegner zu 20 Ballverlusten, aus denen insgesamt 30 Punkte für die Gastgeber hervorgingen. Bereits zur Pause führte Dallas mit 57:45, die Partei schien entschieden.

Nach dem Wechsel versuchten die Grizzlies aber heranzukommen und gestalten das dritte Viertel zumindest ausgeglichen. 221965(DIASHOW: Die 24. NBA-Woche)

Doch im letzten Abschnitt zogen die Mavs die Zügel wieder an: Jason Terry eröffnete das Viertel mit einem Dunk und einem verwandelten Drei-Punkt-Wurf und sorgte dafür, dass der Sieg nie in Gefahr geriet.

Butler meldet sich zurück

Angeführt wurden die Texaner, die auf den am Oberschenkel verletzten Shawn Marion verzichten mussten, von dem zuletzt schwächelnden Caron Butler.

Der Flügelspieler, der im Februar von den Wizards zu Dallas wechselte, markierte 23 Punkte, nachdem ihm in den letzten beiden Spielen nur magere elf Zähler gelangen. Zudem steuerte Butler sechs Rebounds zum Sieg bei.

"Ich hatte eine schlechte Phase, aber ich habe immer an mich geglaubt. Ich wollte dem Team helfen", sagte der Topscorer.

22 Punkte von Nowitzki

Sein Erfolgsrezept: Eine Videoanalyse. Butler verbrachte einige Abende vor dem Fernseher und suchte nach Lösungen für seine Formkrise.

Doch auch Nowitzki erwischte beileibe keinen enttäuschenden Abend. Der deutsche Nationalspieler versenkte neun seiner 14 Würfe und kam am Ende auf 22 Zähler und neun Rebounds. (zur Sport1.de-Nowitzki-Watch)

Jason Terry (16 Punkte), J.J. Barea (14) und Jason Kidd (12, 10 Assists) rundeten die starke Mannschaftsleistung der Gastgeber ab.

Memphis-Coach Hollins außer sich

"Unsere Ballverluste waren unfassbar", schimpfte Memphis' Trainer Lionel Hollins, "wir haben die Bälle hergeschenkt, und hergeschenkt, und hergeschenkt. Und jedes Mal haben sie durch den Gegenangriff gepunktet".

Einer der Nutznießer war Jason Kidd, der im ersten Viertel alle drei Drei-Punkte-Würfe gnadenlos versenkte und den Mavs zu einer 33:20-Führung verhalf.

"Wir wollten in die Playoffs, haben es nicht geschafft. Aber wir müssen weiter alles geben. Das haben wir nicht getan", sagte Mike Conley, der 17 Punkte für die Grizzlies erzielte, frustriert.

Mavs wieder Zweiter im Westen

Topscorer bei den Gästen, die zum neunten Mal in Folge in Dallas verloren, war Rudy Gay (23 Punkte), für Zach Randolph standen 17 Zähler und 13 Rebounds zu Buche.

Durch die Niederlage der Utah Jazz bei den Rockets, rangieren die Mavericks (51-27) gleichauf mit den Denver Nuggets und den Phoenix Suns auf Platz zwei in der Western Conference.

In der Nacht zum Samstag müssen die Texaner allerdings zu Angstgegner Portland reisen. Gegen die Trail Blazers holte das Nowitzki-Team in dieser Saison noch keinen Sieg.

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