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Oklahomas Kevin Durant (l.) erzielte 33 Punkte gegen die Denver Nuggets © getty

Oklahoma kassiert die zweite unglückliche Niederlage in Serie. Doppelt bitter: Die NBA gibt einen Schiedsrichter-Fehler zu.

Von Nikolai Kube

München - Es läuft nicht rund.

Die Oklahoma City Thunder haben gegen die Denver Nuggets die zweite unglückliche Niederlage in Folge kassiert und sind nach dem 94:98 auf Platz acht im Westen zurückgefallen.

Doppelt bitter: Die NBA gestand nun ein, dass die Schiedsrichter bei der 139:140-Pleite der Thunder bei den Jazz in der Nacht zum Mittwoch eine Fehlentscheidung getroffen haben.

"Die Referees hätten beim letzten Spielzug ein Foul gegen Jazz-Spieler C.J. Miles während des Drei-Punkte-Wurfs von Kevin Durant pfeifen müssen", bestätigte Liga-Geschäftsführer Joel Litvin.

Thunder verspielen 13-Punkte-Vorsprung

Durant hatte 1,1 Sekunden vor Ende der Partie zu einem Dreier angesetzt und war klar behindert worden. Der fällige Pfiff war jedoch ausgeblieben.

Auch die Partie gegen Denver verlief ärgerlich aus Sicht der Gastgeber. 13 Punkte betrug der Vorsprung der Thunder zwischenzeitlich. Doch Oklahoma gab das Heft im vierten Spielabschnitt noch aus der Hand.

Die Thunder erzielten in den letzten neun Minuten der Partie nicht einen Korb aus dem Spiel heraus. Da halfen auch 33 Punkte des erneut überragenden Durant nichts. 221965(DIASHOW: Die 24. NBA-Woche)

"Wir haben zwar gut verteidigt, aber unsere Chancen in der Offensive nicht genutzt. Dann haben sie zurückgeschlagen. So ist Basketball", sagte Durant enttäuscht.

Die Nuggets (51-27), die in Chauncey Billups (31 Punkte) und Carmelo Anthony (24) ihre besten Männer hatten, kämpfen im Westen weiter mit den Mavericks und Suns um Platz zwei.

Phoenix Suns - San Antonio Spurs 112:101

Nach den Siegen von Dallas und Denver, gab sich auch Phoenix keine Blöße.

Die Suns feierten einen 112:101-Heimsieg gegen die San Antonio Spurs, die zuvor vier Spiele in Serie für sich entschieden hatten.

Kurios: Suns-Point Guard Steve Nash saß das komplette letzte Viertel auf der Bank, als Phoenix zu einem Zwischenspurt ansetzte und den Grundstein für den Sieg legte. Ersatzspieler Goran Dragic bekam von Coach Alvin Gentry den Vorzug - und überzeugte.

Stoudemire mit 29 Punkten

"Wenn wir diese Partie verloren hätten, hätten sie mich wahrscheinlich gefeuert", sagte Gentry, "ein zweifacher MVP, der bis dahin ein gutes Spiel gemacht, saß draußen".

Doch der Coach ging dieses Risiko ein und wurde belohnt. Dragic gelangen in der entscheidenden Phase sieben Punkte.

"Genau das macht aus uns ein richtig gutes Team. Jeder kämpft für jeden", so Gentry.

Topscorer der Partie war Amare Stoudemire mit 29 Zählern, Jason Richardson (20) und Nash (16, 12 Assists) zeigten ebenfalls starke Leistungen.

Portland siegt bei den Clippers

Die Spurs (48-30) hatten in Roger Mason (18 Punkte) ihren besten Akteur und sind im Westen nur noch Siebter. Denn: Portland, nächster Gegner der Dallas Mavericks, fertigte die Los Angeles Clippers ab und zog damit in der Tabelle an San Antonio vorbei.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Für die Clippers mit Nationalspieler Chris Kaman war es die sechste Niederlage in Folge. Kaman war zusammen mit Rasual Butler und Steve Blake mit je 14 Punkten bester Schütze.

Lamarcus Aldridge bejubelte ein Double-Double für Portland (27 Punkte, 12 Rebounds).

Houston Rockets - Utah Jazz 113:96

So schnell kann's gehen. Die Utah Jazz (51-28) sind nach der 96:113-Pleite bei den Houston Rockets nur noch Fünfter im Westen.

Der Overtime-Thriller gegen die Thunder steckte dem Team aus Salt Lake City noch in den Knochen.

"Ich will zwar keine Ausreden suchen. Aber es war ein schwieriges Spiel für uns. Ich habe alles versucht, aber hatte einfach keine Kraft", sagte Deron Williams, der 12 Punkte erzielte. Carlos Boozer markierte 18 Zähler.

Und auch Coach Jerry Sloan nahm seine Jungs in Schutz: "Wir konnten von Beginn an nicht mithalten. Es ging einfach nicht mehr heute."

Vor allem gegen Aaron Brooks und Kevin Martin, denen jeweils 28 Punkte gelangen, fanden die Jazz keine Mittel.

New Orleans Hornets - Charlotte Bobcats 103:104

Die Charlotte Bobcats haben zum ersten Mal in ihrer sechsjährigen NBA-Geschichte das Playoff-Ticket gebucht.

In einem dramatischen Spiel behielt die Mannschaft von Larry Brown mit 104:103 bei den New Orleans Hornets die Oberhand und ist aus den Top acht im Osten nicht mehr zu verdrängen.

"Ich freue mich für unsere Fans, für unseren Klub", sagte Brown. Und D.J. Robinson jubelte: "Ein tolles Jahr." Nun müsse man sich aber auf die Playoffs konzentrieren. "Denn wir wollen die erste Runde überstehen."

Nicht zu stoppen war Stephen Jackson, der 29 Punkte zum Sieg beisteuerte. Die wichtigen Treffer landete aber D.J. Augustin: Der Point Guard versenkte drei Dreier im letzten Viertel, darunter auch der spielentscheidende Wurf 16 Sekunden vor dem Ende.

Weitere Ergebnisse:

Indiana Pacers ? New York Knicks 113:105Orlando Magic ? Washington Wizards 121:94Toronto Raptors ? Boston Celtics 104:115Detroit Pistons ? Atlanta Hawks 90:88Miami Heat ? Philadelphia 76ers 99:95Milwaukee Bucks ? New Jersey Nets 108:89Minnesota Timberwolves ? Golden State Warriors 107:116

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