vergrößernverkleinern
Schiedsrichter Eddie F. Rush wirf Carmelo Anthony (2.v.l.) vom Feld © getty

Denver kassiert eine bittere Heimpleite gegen die San Antonio Spurs. Ein Starakteur der Nuggets fliegt dabei vom Platz.

Von Martin Hoffmann

München - Es war ohnehin schon ein verkorkster Tag für die Denver Nuggets. Und Carmelo Anthony setzte ihm sieben Minuten vor Spielschluss die Krone auf.

Der Starakteur sah nicht ein, dass der Schiedsrichter auf Foul entschied, als er San Antonios Matt Bonner bei einem Drei-Punkte-Wurf behinderte - und diskutierte.

Anthony bekam dafür dann noch ein technisches Foul aufgebrummt - und diskutierte weiter.

Das zweite Technische Foul und der Platzverweis waren die Folge. Der Tiefpunkt von Denvers 85:104-Heimpleite gegen die Spurs 221965(DIASHOW: Die 24. NBA-Woche).

"Ein mieser Tag"

"Es war ein mieser Tag für uns", fasste Chauncey Billups nach dem Spiel das Geschehen zusammen. Auch er bekam wie J.R. Smith im letzten Viertel ein T-Foul wegen Meckerns.

Es war das Resultat eines frustrierenden Schlussdurchgangs: War die Partie bis zum Beginn des Viertels noch offen, schafften die Spurs beim Stand von 68:63 aus ihrer Sicht eine 13-Punkte-Serie, von der sich Denver nicht mehr erholte.

Die Niederlage überschattete die Rückkehr von Forward Kenyon Martin nach überstandener Knieverletzung - und ist verhängnisvoll im Dreikampf mit Dallas und Utah im Kampf um Platz zwei in der Western Conference: Die Mavericks sind den Nuggets durch den Sieg in Sacramento um ein Spiel davongezogen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Spurs wären Mavericks-Gegner

San Antonio dagegen steigerte mit dem Sieg seine Chancen, den achten Platz zu vermeiden.

Die Spurs zogen an den Portland Trail Blazers vorbei auf Platz sieben, der ihnen das Erstrunden-Playoff-Duell mit den erstplatzierten Los Angeles Lakers ersparen würde.

Zur Freude von Spurs-Coach Gregg Popovich, der seinen Bedarf auf ein Treffen mit den Lakers auf "minus fünf" auf einer Skala von eins bis zehn einordnete.

Aktuell wären Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks San Antonios Erstrunden-Gegner - allerdings treffen die beiden Teams am letzten Spieltag der regulären Saison noch aufeinander.

Atlanta und Boston im Gleichschritt

Im Rennen um den dritten Platz im Osten bewegen sich die Atlanta Hawks und die Boston Celtics derweil im Gleichschritt.

Die Hawks verteidigten ihre Position mit einem 105:95-Sieg bei den Washington Wizards und besserten ihre Siegbilanz auf 51:29 auf.

Die Celtics (50:30) bleiben durch einen 105:90-Erfolg bei den Milwaukee Bucks allerdings auf Schlagdistanz.

Crawford und Pierce überragen nach der Pause

Bei Atlanta war Jamal Crawford nach der Pause der Matchwinner. Der sechste Mann erzielte 23 seiner 28 Punkte in der zweiten Hälfte und startete im letzten Viertel die 11:0-Serie, die den Sieg der Hawks sicherte.

Für Boston schlüpfte Paul Pierce in eine ähnliche Rolle: Auch er lief nach der Pause zu Hochform auf und sammelte dort 18 seiner insgesamt 24 Zähler.

So schadete den Celtics auch die Abwesenheit von Kevin Garnett nicht, der von Trainer Doc Rivers geschont wurde.

Clippers beenden Pleitenserie

Für die L.A. Clippers ist der Playoff-Traum längst ausgeträumt, immerhin aber stoppte das Team von Chris Kaman seine sieben Spiele lange Pleitenserie.

Der deutsche Nationalspieler war mit 27 Punkten und zehn Rebounds auch bester Mann beim 107:104 über die Golden State Warriors.

Über das Ende der Niederlagenserie freute sich Kaman aber nicht - weil er gar nicht über die Bilanz seines Teams auf dem Laufenden war.

"Ich hatte gar nicht realisiert, dass wir einen Serie mit sieben Niederlagen hatten, ehrlich", gestand Kaman hinterher ein: "Ich denke darüber nicht nach. Wir versuchen die Saison abzuschließen und schon in Richtung Sommer zu denken."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel