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Shawn Marion wechselte 2009 von den Toronto Raptors zu den Mavericks © getty

Der Mavs-Forward meldet sich topfit zurück. Derweil haben sich die potenziellen Playoff-Gegner in Runde eins reduziert.

Von Marwan El Eid

München/Los Angeles - Nicht heimlich, still und leise, sondern mit einem krachenden Dunk und starken 21 Punkten hat sich Shawn Marion nach seiner Verletzungspause bei den Dallas Mavericks zurückgemeldet.

Der Forward bewies bei seinem Comeback, dass die Oberschenkelverletzung ihn nicht mehr behindert. Kurz vor der Halbzeitpause vollendete er ein Zuspiel von Jason Kidd über das Brett mit einem Slam-Dunk und sorgte selbst im "feindlichen" Staples Center für tosenden Applaus. 224404(DIASHOW: Die 25. NBA-Woche)

Der Mavs-Forward hatte beim 117:94-Auswärtserfolg über die Los Angeles Clippers großen Anteil, dass die Mavericks den vierten Sieg in Folge feierten und kurz davor stehen, sich den zweiten Platz in der Western Conference zu sichern.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Ich dachte mir: 'Oh Mann, was macht der Kerl mit mir?'", erinnert sich Marion an das Zuspiel von Kidd. "Aber der Abschluss war ganz okay."

Mavs noch gegen Spurs

Mehr als nur "okay" sind die Aussichten der Mavericks auf Platz zwei in der Western Conference. Denn den Texanern fehlt nur noch ein Sieg oder eine Niederlage der Utah Jazz, um sich das Heimrecht im entscheidenden siebten Spiel einer Achtel- und Viertelfinale-Serie der Playoffs zu sichern.

Bei einer Niederlage wäre das Team um Dirk Nowitzki noch einmal vom Ergebnis der Jazz abhängig, aber schlechter als auf Platz drei werden die Mavs die Reguläre Saison nicht abschließen.

Auf dem Sofa zu Platz zwei

Bereits am Dienstagabend texanischer Zeit könnten die Mavericks auf dem Sofa den zweiten Platz im Westen feiern. Voraussetzung: Die Jazz verlieren ihre Partie bei den Golden State Warriors.

Gewinnt Utah das Duell mit den Kaliforniern, haben es die Mavs mit einem weiteren Heimsieg im letzten Spiel der regulären Saison gegen die San Antonio Spurs in der Nacht auf Donnerstag selbst in der Hand.

Dallas in der Erfolgsspur

Allerdings spricht zurzeit einiges dafür, dass sich die Mavs auch unabhängig von den Ergebnissen der Verfolger die gute Ausgangslage nicht mehr nehmen lassen:

Dirk Nowitzki hat in den vergangenen fünf Partien mit einem Schnitt von 31,2 Punkten pro Spiel wieder seinen Wurfrhythmus gefunden. (Nowitzki-Watch: Alle Statistiken)

Aber nicht nur die individuelle Klasse ihres Stars hat die Mavericks nach einer Schwächephase wieder in die Erfolgsspur gebracht, sondern auch ihr Team-Basketball. (Nächste Nowitzki-Gala: Mavericks festigen Platz zwei)

So standen nach dem Clippers-Sieg ein Saisonrekord von 37 Assists bei Dallas zu Buche.

"Wir sind ein Team, das sich den den Ball teilt, das macht das Ganze einfacher", sah Rückkehrer Marion das Erfolgsrezept.

Zwei potenzielle Playoff-Gegner

Derweil haben sich die potenziellen Gegner der Texaner in der ersten Playoff-Runde nach dem 103:95-Sieg der Trail Blazers gegen die Oklahoma City Thunder auf zwei Mannschaften reduziert: Portland (6. Platz) und ausgerechnet die San Antonio Spurs (7. Platz).

Schlagen also die Mavericks den Dauerrivalen aus Texas am letzten Spieltag, trifft man sich in den Playoffs wieder.

Ein Duell, das es bereits in der vergangenen Saison ebenfalls in der ersten Runde gab: Dallas gewann die Serie mit 4:1.

Thunder fordern Lakers

Während sich die Mavs noch ein wenig gedulden müssen, können sich die Los Angeles Lakers als bestes Team im Westen bereits auf ein Duell gegen die Oklahoma City Tunder (Rang acht) vorbereiten.

Auf dem Papier eine klare Sache, allerdings plagt sich Lakers-Supestar Kobe Byrant seit Dezember mit einer hartnäckigen Fingerverletzung herum und wird deshalb auch die letzten beiden Partien der regulären Saison geschont.

"Es ist die Anhäufung vieler Dinge. Man merkt jetzt, dass er zwei, drei Jahre durchgespielt hat", sagte Lakers-Coach Phil Jackson.

Suns gegen direkte Konkurrenz

Einen großen Sprung können die Phoenix Suns (5. Platz) noch aus eigener Kraft schaffen.

Mit den Denver Nuggets in der Nacht zum Mittwoch (3. Platz) und den Utah Jazz (4. Platz) spielen die Suns in den verbleibenden zwei Partien noch gegen die direkte Konkurrenten um eine bessere Ausgangslage in den Playoffs.

Die Generalproben können beginnen.

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