vergrößernverkleinern
Chicagos Power Forward Taj Gibson stopft gegen den Ex-Bulls-Akteur Tyrus Thomas © getty

Chicago krönt gegen Jordans Team den Saisonendspurt und will nun "die Welt schocken". Zwei Genesene trumpfen auf. Toronto klagt.

Von Olaf Mehlhose

München/Charlotte - Die Chicago Bulls haben es doch noch geschafft.

Durch einen 98:89 (57:43)-Triumph bei den Charlotte Bobcats sicherte sich das Team aus Illinois den letzten zu vergebenen Playoff-Platz im Osten. 221965(DIASHOW: Die 24. NBA-Woche)

Dabei hatte es in den letzten Wochen eigentlich nicht danach ausgesehen, als sollte sich der sechsmalige NBA-Titel-Träger für das Achtelfinale qualifizieren.

Geschwächt durch die Verletzungen von Derrick Rose und Joakim Noah verloren die Bulls zwischen Februar und März zehn Spiele in Folge. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Rose und Noah als Erfolgsgaranten

Doch mit den beiden Leistungsträgern kehrte auch der Erfolg zurück. Von den letzten 14 Partien entschied Chicago zehn zu seinen Gunsten.

Durch einen 104:88-Sieg bei den Toronto Raptors am drittletzten Spieltag erkämpfte sich das Team von Vinny del Negro den entscheidenden Vorsprung, den es bis zum Ende der Saison nicht mehr abgab.

Bulls nutzen den Matchball

Gegen die Bobcats bot sich den Bulls nun die Möglichkeit, aus eigener Kraft alles klarzumachen.

Das war dem Team, von Anfang an anzumerken. Chicago setzte sich früh auf 8:0 und 19:6 ab und gab die Führung im gesamten Spiel nicht mehr her.

Im dritten Viertel kam Charlotte noch mal auf 60:65 heran, doch nach einem Dunk von Noah und acht Punkten von Rose wuchs der Vorsprung bis zum Ende des Viertels wieder auf zehn Punkte (75:65) zugunsten Chicagos an.

Im letzten Spielabschnitt brachte der Dritte der Central Division den Vorsprung dann souverän über die Zeit.

Cleveland wartet

Herausragende Akteure bei den Bulls waren Noah (21 Punkte, 13 Rebounds, 4 Assists) und Rose (27 Punkte, 5 Assists, 2 Steals).

Beim Team von Besitzer Michael Jordan, das erstmals seit seinem Bestehen in die Playoffs einzieht und als Nummer 7 der Setzliste auf die Orlando Magic trifft, zeigte Tyrus Thomas mit 16 Zählern und neun Rebounds die beste Leistung. Nach 82 Saisonspielen weist Chicago damit eine ausgeglichene Bilanz von jeweils 41 Siegen und Niederlagen auf.

In der ersten Runde der Playoffs wartet nun der NBA-Primus, die Cleveland Cavaliers um LeBron James - eigentlich eine unlösbare Aufgabe.

Doch aufgegeben haben sich die Bulls noch lange nicht. Auf dem Weg in die Umkleidekabine schrie Noah: "Lasst uns die Welt schocken!"

Toronto Raptors ? New York Knicks 131:113 (74:64)

Die Toronto Raptors verpassten trotz eines 131:113 (74:64)-Erfolgs über die New York Knicks die Playoff-Teilnahme.

Nach dem Ausscheiden war der Katzenjammer dann auch groß.

"Wir haben die Pflicht erfüllt, aber keine Hilfe bekommen", beschwerte sich Coach Jay Triano: "Charlotte hat einige Spieler geschont, deshalb war abzusehen, dass es nicht mehr eng wird."

"Es tut weh"

Jarett Jack machte den versäumten Einzug in die K.o.-Runde eher an der eigenen Leistung fest:

"Es tut weh", sagte der Guard der Raptors: "Ich kann es nicht anders sagen. Wir hatten unser Schicksal in den eigenen Händen, aber es ist uns durch die Finger geglitten."

Allerdings hatte Toronto auch Pech. Topscorer Chris Bosh fiel wegen eines Nasenbeinbruchs, den er im Spiel gegen Cleveland erlitten hatte, für die entscheidenden Partien aus.

52. Double-Double von Lee

Gegen die Knicks waren Andrea Bargnani und DeMar DeRozan mit 24 Zählern beste Werfer.

Bei New York verbuchte Bill Walker 28 Punkte und sieben Rebounds. David Lee (19 Punkte, 11 Rebounds) gelang das 52. Double-Double der Saison.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel