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Point Guard Tony Parker verbuchte in dieser Saison im Schnitt 16 Punkte pro Spiel © getty

Vor dem Texas-Duell herrscht im Lager der Spurs Zuversicht - vor allem dank Ginobilis Rückkehr. Auch Dallas hat aufgerüstet.

Von Olaf Mehlhose

München/Dallas - Dieses Duell entwickelt sicht zum Dauerbrenner.

Seit 2005 stehen sich die Dallas Mavericks und die San Antonio Spurs zum dritten Mal im in den NBA-Playoffs gegenüber.

Die letzten beiden Male behielten die Mavs die Oberhand: 2006 mit 4:3 in der zweiten Runde und im Vorjahr mit 4:1 in Runde eins.

Das erste Wiedersehen in der Best-of-Seven-Serie findet in der Nacht auf Montag (ab 2 Uhr LIVESCORES) statt. Das Vorspiel gewannen Dirk Nowitzki und die Mavericks 224404(DIASHOW: Die 25. NBA-Woche).

Der gebürtige Würzburger und die Mavs sicherten sich durch einen 96:89-Heimsieg gegen San Antonio Platz zwei im Westen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Gute Vorzeichen für die Mavs

"Wir haben heute nicht gut gespielt, haben aber gemacht, was wir machen mussten. Keine der beiden Mannschaften hat ihre Karten aufgedeckt, das wird sich aber am Sonntag sicher ändern", sagte Nowitzki, der mit seinem Team durch den zweiten Rang hinter Meister Los Angeles Lakers bis zum Conference-Finale Heimrecht hat.

Die Aussichten für Dallas gegen San Antonio sind gut. Die Mavericks gewannen drei der vier Saisonduelle.

Zuversicht bei den Spurs

Ungeachtet dieser negativen Vorzeichen legten es die Spurs auf ein neuerliches Duell mit Dallas an, denn ihre Stars Tim Duncan und Manu Ginobili saßen in "Zivil" auf der Bank.

"Die Spurs wollten gegen uns spielen", mutmaßte daher Dallas' Coach Rick Carlisle. Deren Trainer Gregg Popovich bestätigte: "Ja, wir wollten Dallas."

Nach Spiel eins am Sonntagabend texanischer Zeit findet die zweite Partie in der Nacht auf Donnerstag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) wieder im heimischen American Airline Center statt.

Ginobili ist zurück

Die Zuversicht der Spurs hat ihre Gründe. Das jetzige Team San Antonios ist kaum noch mit dem zu vergleichen, das 2009 relativ glatt geschlagen wurde.

Wichtigster Unterschied: Manu Ginobili, der bei dem Duell vor einem Jahr verletzt fehlte, ist zurück. Nachdem der Shooting Guard der Spurs seine Verletzung vollständig auskuriert hat, zeigte er in den letzten Saisonspielen überragende Leistungen, wie beim 112:100 über die Orlando Magic als er 42 Punkte erzielte.

Neben Ginobili zählen die ehemaligen Finals-MVPs Tim Duncan und Tony Parker zu den Stützpfeilern der Mannschaft. Duncan hat eine solide Saison gespielt und wird sich in den Playoffs sicherlich noch steigern. Bei Parker bleibt anzuwarten, wie er sich von seiner Fußverletzung erholt.

"Ich bin kein Rookie mehr"

Außerdem rückten zu Saisonbeginn Richard Jefferson und Antonio MyDyess für Matt Bonner und Michael Finley ins Team. Durch McDyess wurde Duncan in der Abwehrarbeit entlastet.

Auch die Bank der Spurs ist mit DeJuan Blair, George Hill und Roger Mason gut besetzt.

Vor dem Spiel gegen Dallas sind von Youngster Blair, selbstbewusste Töne zu hören: "Ich werde vor allem hart spielen. Jeder Ballbesitz zählt. Ich bin jetzt kein Rookie mehr und muss Verantwortung übernehmen. Egal, wozu mich der Coach braucht, ich werde es tun."

Hill angeschlagen

Hill, der Tony Parker während dessen Verletzung glänzend als Point Guard vertrat, ist vor den Playoffs leicht angeschlagen. Der 23-Jährige, der zuletzt wegen einer Knöchelverletzung aussetzte, knickte gegen Dallas erneut um und stand nur fünf Minuten auf dem Feld.

Coach Popovich macht das allerdings kein Kopfzerbrechen: "Es ist derselbe Fuß wie zuvor. Das wird ihn kurz zurückwerfen, aber dann ist er ganz schnell wieder der Alte."

Auch Mavs mit neuem Gesicht

Aber auch das Gesicht der Dallas Mavericks hat sich verändert: Neben den Leistungsträgern Nowitzki, Jason Kidd und Jason Terry wurden während des All-Star-Breaks Brendan Haywood und Caron Butler von den Washington Wizards verpflichtet.

Haywood ist in jedem Spiel für zehn Punkte und zehn Rebounds gut. Außerdem ist der 30-Jährige einer der besten Shot-Blocker der Liga (2,05 pro Spiel).

Verbesserte Defense

Mit Caron Butler und Shawn Marion, der vor der letzten Saison von den Toronto Raptors zu den Mavericks stieß, verfügt Dallas über zwei Forwards die Offensiv und Defensiv-Qualitäten vereinen - vor allem Marion stellt sich auf Kosten seiner Punktausbeute voll in den Dienst der Mannschaft.

Die Defense wirkt jetzt weitaus stabiler. Auch die Bank-Spieler der Mavs sind in der Lage, ein Spiel zu entscheiden.

"Wir sind frisch und gesund"

Rodrigue Beaubois (40 Punkte gegen die Golden State Warriors) und Terry haben das zuletzt eindrucksvoll nachgewiesen. Aber auch Eric Dampier, Juan Jose Barea und DeShawn Stevenson liefern konstante Leistungen ab.

Spielmacher Kidd freut sich vor allem über die gute körperliche Verfassung des Teams: "Wir sind frisch und gesund, das ist wichtig. Es wird darauf ankommen, einen guten Start in die Serie zu haben, und dass wir unseren Plan auf dem Feld umsetzen."

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