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Dirk Nowitzki (r.) im Zweikampf mit San Antonios Antonio McDyess © getty

Der deutsche Superstar hält die Dallas Mavericks vor dem Playoff-Start gegen San Antonio für stärker als das Final-Team.

Dallas/München - Mit Respekt vor der Konkurrenz, aber vor allem dem festen Glauben an die eigene Stärke unternimmt Dirk Nowitzki zum zwölften Mal in seiner Karriere Anlauf auf den NBA-Thron.

"Das ist die talentierteste und tiefste Mannschaft, seit ich hier bin", befand der deutsche Superstar in einer Telefonkonferenz mit deutschen Journalisten vor dem Playoff-Auftakt der Dallas Mavericks in der Nacht zum Montag gegen die San Antonio Spurs (ab 2 Uhr LIVESCORES).

"Sie ist besser als das Team, mit dem wir 2006 in den Finals waren", ist sich der gebütrtige Würzburger sicher.

Noch ist die Finalserie 2010 in weiter Ferne, nicht zuletzt deshalb richtet Nowitzki sein ganzes Augenmerk auf die erste Hürde.

"In die zweite Runde zu schauen, wäre viel zu früh", sagt der 31-Jährige und macht sich vor allem Gedanken über die Stärken der Spurs: "Ginobili ist wieder da und hat im letzten Monat unglaublichen Basketball gespielt. Duncan ist nach wie vor sehr gut, außerdem haben sie Parker." 224404(DIASHOW: Die 25. NBA-Woche)

Ginobili "macht die Spurs besser"

Nowitzki kennt die Topspieler aus San Antonio bestens, gegen den Konkurrenten aus der Southwest Division setzten sich die Mavericks in den beiden letzten Play-off-Vergleichen durch: 2006 mit 4:3 in der zweiten Runde und im Vorjahr mit 4:1 in Runde eins.

Von den vier Duellen der abgelaufenen Saison verloren die "Mavs" nur das erste.

Im letztjährigen Play-off-Duell fehlte den Spurs der damals verletzte Manu Ginobili, auch beim 96:89 gegen San Antonio im letzten Saisonspiel vor den Playoffs, das Dallas den zweiten Platz im Westen und Heimrecht sicherte, war der Argentinier nicht dabei.

Am Sonntag wird er spielen. "Lasst den Parker machen, lasst den Duncan machen, wir versuchen die Dreier-Schützen aus dem Spiel zu nehmen. Das war unsere Devise im letzten Jahr, jetzt ist halt auch noch Ginobili dabei", sagt Nowitzki: "Er macht die Spurs natürlich besser. Schauen wir mal, wie es ausgeht."

"Der Westen ist weit offen"

Wen es im Kampf um den Sieg im Westen wirklich zu schlagen gilt, ist Nowitzki sonnenklar.

"Die Los Angeles Lakers sind der Topfavorit, die haben mehr Waffen als alle anderen. Danach ist der Westen weit offen. Alle sind gut drauf, auch Utah oder Portland. Die Karten sind neu gemischt", sagt der deutsche Nationalspieler.

An die Top-Teams aus dem Osten hat er nach eigener Auskunft noch keinen Gedanken verschwendet.

WM-Teilnahme? Noch offen

Eine spezielle Vorbereitung auf die entscheidenden Wochen der Saison ist für Nowitzki nicht nötig.

"Mittlerweile spiele ich meine zwölfte Saison, meine zehnte in den Playoffs. Ich versuche immer, meine Routine durchzuziehen, egal, ob Preseason, Saison oder Playoffs", so Nowitzki: "Jetzt haben wir nochmal Zeit, zwei, drei Tage abzuspannen."

Ob Nowitzki an der Weltmeisterschaft Ende August/Anfang September in der Türkei teilnimmt, ließ er weiter offen: "Der Fokus liegt auf den Playoffs, dann müssen wir weitersehen. Es wird eine Entscheidung sein, die kurzfristig im Sommer fällt. Am besten fahre ich zur WM mit dem Ring an der Hand."

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