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Dirk Nowitzki (r.) ist mit 25 Punkten im Schnitt der Topscorer der Mavericks © getty

Mit dem Duell gegen San Antonio nimmt der Deutsche den zehnten Anlauf, die K.o.-Runde endlich mit dem Titel zu krönen.

Von Ingo Weber

Dallas/München - Tick, Tick, Tick ? Dirk Nowitzki hört sie wieder, die biologische NBA-Titel-Uhr, die nach der Finalniederlage gegen Miami 2006 zu laufen begann und seit dem immer lauter zu vernehmen ist.

In zwei Monaten wird der Deutsche 32 Jahre alt. Das erste Duell gegen die San Antonio Spurs in der Nacht auf Montag (ab 2 Uhr LIVESCORES) ist sein 98. Playoff-Spiel in elf Jahren bei den Mavericks. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Doch seine Karriere hat eben diesen entscheidenden Makel. So gut die Hauptrunde der Mavs auch gewesen ist, in der Postseason wollte der große Wurf nie gelingen.

"Sie haben vier Titel, wir nicht"

"Wenn wir den Titel nicht holen, wird es erneut eine enttäuschende Saison für mich. Dann ist es auch egal, ob wir in der ersten, zweiten oder dritten Runde ausscheiden", sagte Nowitzki dem "Fort Worth Star-Telegramm" am vergangenen Freitag. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Diese Aussage macht deutlich, dass Nowitzki genau weiß, dass die Zeit drängt.

"Gegen die Spurs hatten wir einige spannende Spiele in den letzten Jahren. Doch sie haben bereits vier Titel, wir nicht. Das ist der entscheidende Unterschied", meint der Power Forward der Mavs.

Wie auch 2009, als Dallas die Spurs mit 4:1 aus dem Wettbewerb kegelte, geht das Nowitzki-Team als Favorit in die Serie. 226093(DIASHOW: Head-to-Head)

Parker oder Hill?

Denn die Spurs fanden in der Hauptrunde nicht wirklich zu einer Einheit.

Top-Neuzugang Richard Jefferson erfüllte die Erwartungen nicht, Verletzungen von Tony Parker und Manu Ginobili warfen die Mannschaft immer wieder zurück.

Bis jetzt ist auch noch ungeklärt, wer denn als Guard in der Starting Five der Spurs auflaufen wird.

Parker kam nach seiner Rückkehr in den Kader in allen sechs Spielen von der Bank und musste George Hill den Vortritt lassen.

Doch nach dem Spiel gegen Dallas am vergangenen Mittwoch klagte Hill über einen verstauchten Knöchel.

Hauptaugenmerk auf Ginobili

"Er hat anständig trainiert. Wir werden sehen, ob er bis zum Spiel bei 100 Prozent ist", sagte Spurs-Coach Gregg Popovich.

San Antonio landete im März Siege gegen die Cavaliers, die L.A. Lakers und die Denver Nuggets.

Vor allem Ginobili spielte wie ein MVP, kam auf 22,1 Punkte im Schnitt und überzeugte mit einer Wurfquote von 51,7 Prozent.

Auf den Argentinier werden die Mavericks ihr Hauptaugenmerk richten. "Ich will keinen der anderen Spieler schlecht reden. Aber Ginobili macht die Spurs stark", weiß Mavs-Guard DeShawn Stevenson.

Mitentscheidend wird auch sein, wie gut Erick Dampier und Brendan Haywood Tim Duncan in Schach halten können.

Kidd der Hoffnungsträger

Bei den Mavericks steht neben Nowitzki vor allem Jason Kidd im Fokus.

Der Point Guard steigerte im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren gerade seinen Punktedurchschnitt.

Den Grund dafür meint Dallas' Eigner Mark Cuban zu kennen. "Ich habe ihm gesagt, dass die Mannschaft erfolgreicher ist, wenn er sich mehr Würfe nimmt."

Kidd nahm sich den Tipp zu Herzen und ist der fünfte Spieler der Mavs, der in dieser Saison einen zweistelligen Schnitt (10,3 Punkte) aufweisen kann.

Auch Popovich ist von Kidd beeindruckt: "Er wirkt so stark wie vor sieben Jahren. Diese Leistungsexplosion hätte ich ihm nicht zugetraut."

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