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Der 22-jährige Andrew Bynum (l.) spielt seit 2005 für die L.A. Lakers © getty

Während der Titelverteidiger und die Orlando Magic planmäßig mit 1:0 in Führung gehen, patzt Phoenix gegen die Trail Blazers.

Von Ingo Weber

München - Die L.A. Lakers sind durch einen 87:79 (47:39)-Heimsieg über die Oklahoma City Thunder in der ersten Runde der NBA-Playoffs erwartungs- gemäß mit 1:0 in Führung gegangen. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Kobe Bryant war mit 21 Punkten erfolgreichster Werfer der Lakers. Im Mittelpunkt stand jedoch das Comeback von Andrew Bynum.

Nachdem der Center der Lakers in den letzten 13 Spielen der Hauptrunde gefehlt hatte, kehrte er mit einem Double-Double (13 Punkte, zwölf Rebounds) auf das Feld zurück.

"Wir können viel besser spielen"

Auch Pau Gasol steuerte 19 Punkte und 13 Rebounds bei.

Den Grundstein zum Sieg legte der Titelverteidiger im ersten Viertel. Los Angeles ließ nur 13 Zähler für Oklahoma City zu und erarbeitete sich einen Vorsprung von 14 Punkten.

Die Thunder machten zwar noch vor der Halbzeit sechs Punkte gut, doch nach einer ausgeglichenen zweiten Spielhälfte verteidigte L.A. die Führung bis ins Ziel.

"Wir können noch viel besser spielen. Aber zu diesem Zeitpunkt der Saison zählen die Siege, egal wie sie zustande kommen", sagte Bryant, der nur sechs von seinen 19 Würfen aus dem Feld traf und nach dem Spiel über Schmerzen am angeschlagenen rechten Zeigefinger klagte. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Nur 24 Punkte für Durant

Betrachtet man die Statistiken von Coach Phil Jackson, dann ist der Einzug der Lakers ins Viertelfinale bereits perfekt.

Wenn eine Mannschaft unter Jackson das erste Spiel einer Serie gewann, zog sie zu 100 Prozent in die nächste Runde ein.

NBA-Topscorer Kevin Durant kam bei den Thunder nur auf 24 Punkte und blieb damit deutlich unter seinem Saisondurchschnitt (30,1).

"Es ist frustrierend. Ich habe Würfe vergeben, die ich normalerweise treffe. Wenn ich vier Körbe mehr mache, läuft das Spiel vielleicht anders", meinte Durant.

Trainer Scott Brooks war sich bewusst, dass das schwächste erste Viertel der Saison für die Niederlage verantwortlich war: "Da haben wir den Ball nicht laufen lassen und uns zu wenig bewegt."

Portland Trail Blazers - Phoenix Suns 105:100 (44:43)

Die Portland Trail Blazers haben in den Playoffs der Western Coference für die erste Überraschung gesorgt. (ÜBERSICHT: Der Playoff-Baum)

Der Sechste der Regular Season gewann bei den Phoenix Suns mit 105:100 (44:43).

Andre Miller (31 Punkte), LaMarcus Aldridge (22 Punkte) und Marcus Camby mit 17 Rebounds hatten entscheidenden Anteil am Sieg und sprangen für den verletzten Blazers-Topscorer Brandon Roy in die Bresche.

Auch Bankspieler Jerryd Bayless erwischte mit 18 Punkten einen starken Tag.

"Ein Schatten unserer selbst"

Phoenix, immerhin die treffsicherste Franchise der Hauptrunde, fand nicht gewohnt zu seinem Offensiv-Spiel.

Amare Stoudemire kam nur auf 18 Punkte und musste Steve Nash (25 Punkte) den Vortritt als erfolgreichster Schütze lassen.

Jason Richardson kam mit 14 Punkten und zehn Rebounds zu einem Double-Double.

"Wir waren ein Schatten unserer selbst. Wenn wir die Serie gewinnen wollen, müssen wir uns enorm steigern", befand Nash.

Charlotte Bobcats - Orlando Magic 89:98 (43:59)

Im Osten haben die Orlando Magic das erste Duell mit den Charlotte Bobcats mit 98:89 (59:43) für sich entschieden.

Obwohl Magic-Schlüsselspieler Dwight Howard einen schwachen Auftakt in die K.o.-Runde erwischte, geriet der Sieg Orlandos nie ernsthaft in Gefahr.

Jameer Nelson überzeugte mit 32 Punkten. 24 davon erzielte der Guard in der ersten Spielhälfte, in der Orlando schon vorentscheidend auf 59:43 davon zog.

Wallace mit Double-Double

Nachdem "Mighty Mouse" die ersten drei Runden der Playoffs der vergangenen Saison verpasst hatte, zeigte er sich nach dem Spiel erleichtert: "Es ist ein gutes Gefühl, der Mannschaft helfen zu können."

Für die Bobcats ging der erste K.o.-Runden-Auftritt der Franchise-Geschichte daneben.

Gerald Wallace mit einem Double-Double (25 Punkte, 17 Rebounds) und Stephen Jackson (18 Punkte, neun Rebounds) waren die besten Spieler.

"Wir wirkten zu Beginn sehr nervös. Das haben die Magic ausgenutzt", bemängelte Wallace.

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