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Manu Ginobili (z.v.r.) gewann mit den Spurs von 2003 - 2007 dreimal den NBA-Titel © getty

Nach der Niederlage in Spiel eins ist sich San Antonio sicher, das Potenzial nur zum Teil ausgeschöpft zu haben.

Von Ingo Weber

München/Dallas - Die Spieler der Dallas Mavericks waren sich vor Beginn der Best-of-Seven-Serie gegen die San Antonio Spurs einig, dass ein guter Start Gold wert sein kann.

Der Auftakt ist zumindest gelungen und der 100:94 (50:45)-Heimsieg in Spiel eins lässt für die kommenden Begegnungen hoffen. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

"Den Heimspiel-Vorteil schon im ersten Spiel abzugeben, wäre das Schlimmste gewesen, was uns hätte passieren können", sagte Nowitzki den "Dallas Morning News". Um die nächste Runde zu erreichen, sind jedoch noch drei Siege nötig, für das große Ziel "Titel" sogar noch 15.

"Wir sind nur schwer zu schlagen"

Und ein K.o.-Runden-Auftaktsieg ist für die Mavs lange keine Garantie für das Weiterkommen. In der Nowitzki-Ära gelang das nur in vier von sechs Fällen. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Trotzdem weiß Jason Terry: "Wenn alle gesund bleiben, sind wir nur schwer zu schlagen."

Die Experten sind nach Spiel eins aber geteilter Meinung.

Die einen behaupten, die Spurs können sich um einiges steigern und haben trotz einer mäßigen Leistung in Dallas nur knapp verloren.

Potenzial nicht ausgeschöpft

Die anderen sind überzeugt davon, dass die Mavericks mit einer beeindruckenden Vorstellung dem texanischen Rivalen den Schneid abgekauft haben, so dass dieser nicht ins Spiel finden konnte. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

"Man kann nur so gut spielen, wie es der Gegner zulässt", besagt eine Phrase, die aber durchaus ihren Sinn hat.

Bereits das nächste Spiel am Mittwoch (ab 3.30 Uhr LIVESCORES) wird einige Antworten liefern.

Die Spurs sind auf jeden Fall davon überzeugt, ihr Potenzial nicht ausgeschöpft zu haben und reden den Mavs-Sieg derweil klein.

Bankspieler müssen sich steigern

"Wir haben so viele Fehler gemacht und nur mit sechs Punkten verloren", schickt Manu Ginobili einen Seitenhieb Richtung Dallas.

Auch Tim Duncan sprach von einer durchweg unkonzentrierten Leistung, was deutlich macht, dass er Luft nach oben sieht.

Gerade zwischen Duncan, Ginobili sowie Tony Parker und dem Rest des Teams, klaffte eine große Lücke.

Antonio McDyess, George Hill und Matt Bonner werden sich steigern können und müssen.

Mavs mit Alternativen

Die Spurs flogen nach dem Spiel direkt wieder zurück nach San Antonio, um in heimischen Gefilden einen Game Plan für Duell zwei vorzubereiten.

Spiel eins brachte die Erkenntnis, dass San Antonio nur eine Chance hat, wenn man die Kreise von Nowitzki einschränken kann.

Die Taktik Erick Dampier bevorzugt an die Freiwurflinie zu holen, um den Deutschen aus dem Spiel zu nehmen, schlug im American Airlines Center fehl.

Der Mavericks-Center verwandelte zumindest fünf seiner zwölf Versuche.

Und das Schlussviertel verdeutlichte, dass die Mavs nicht nur aus Nowitzki bestehen.

"Können es noch besser"

Der Power Forward kam in den letzten zwölf Minuten nur auf vier Zähler und gab den Stab an Caron Butler weiter. Der Dallas-Neuzugang erzielte 22 Punkte.

Außerdem stellte Coach Rick Carlisle klar, auch sein Team habe nicht bei 100 Prozent gespielt.

"Wir mussten nicht immer zwingend unsere Bestleistung abrufen", meinte Carlisle: "Wir haben zwar gut verteidigt, können es aber noch besser."

Unabhängig aller Diskussionen sollte klar sein: Kann Nowitzki seine Form halten, sollten die Spurs eine Hürde sein, die Dallas durchaus nehmen kann.

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