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Russell Westbrook (M.) erzielte 19 Punkte für Oklahoma City © getty

Kobe Bryant und Kevin Durant liefern sich einen Shootout, am Ende flattern beiden die Nerven. Boston siegt dank Garnetts Ersatz.

Von Hardy Heuer

Die Los Angeles Lakers haben auch Spiel 2 ihrer NBA-Playoff-Serie gegen die Oklahoma City Thunder gewonnen.

In einem Wettschießen zwischen Lakers-Star Kobe Bryant (39 Punkte) und Thunder-Forward Kevin Durant (32 Punkte) behielt L.A. zu Hause knapp mit 95:92 (45:47) die Oberhand und liegt in der ersten Runde nun 2:0 vorn. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Allerdings überzeugte der 31-jährige Bryant vor den Augen seines Vaters Joe eher von der Freiwurf-Linie als aus dem Feld. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

13 seiner 15 Versuche fanden ihr Ziel, aus dem Feld jedoch nur 12 von 28.

Lakers lassen Thunder im Spiel

Es wurde vor allem deswegen ein enges Spiel, weil die Lakers versäumten, den Deckel drauf zu machen.

15 Sekunden vor Schluss ließ Bryant das prominent besetzte Publikum (David Beckham, Andy Garcia, Jack Nicholson, Kid Rock) im Staples Center aufstöhnen, als er zwei seiner drei Freiwürfe verfehlte und nur auf 94:92 erhöhte.

Auch Pau Gasol, der mit 25 Punkten und zwölf Rebounds eine ansprechende Leistung bot, verfehlte sieben Sekunden vor Schluss einen seiner beiden Freiwürfe und gab den Thunder Hoffnung.

Doch zunächst vergab Durant einen Dreier zur Wende, und eine Sekunde vor der Sirene verpasste Jeff Green aus der Distanz den Ausgleich.

Gute Chancen aufs Weiterkommen

Die Thunder gingen dreimal in Führung, jedoch hatte Bryant jeweils die passende Antwort für die Lakers.

Auch die Tatsache, dass bei den Thunder neben Durant auch Spielmacher Russell Westbrook (19 Punkte und 6 Rebounds), Power Forward Green (12) und Center Nenad Krstic (10) zweistellig punkteten, half den Gästen nicht.

Glaubt man der Statistik, haben die Lakers nun sehr gute Chancen auf das Weiterkommen.

Wenn sie ihre ersten beiden Spiele gewannen, sind sie 39 von 40 Mal in die nächste Runde eingezogen.

Spiel drei ist am Freitag (ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

Miami Heat - Boston Celtics 77:106 (33:49)

Auch ohne Kevin Garnett kommen die Celtics nicht ins Straucheln. Beim 106:77 (49:33)-Sieg in eigener Halle gab sich Boston keine Blöße und geht souverän mit 2:0 in Führung.

Garnett, der aufgrund eines Ellbogenschlags im ersten Spiel gegen Quentin RIchardson eine Ein-Spiele-Sperre absitzen musste, wurde von Forward Glen Davis hervorragend ersetzt.

Davis spielte sehr aggressiv und kam auf 23 Punkte und acht Rebounds.

Heat-Coach Erik Spoelstra war nach dem Spiel bedient - und strich "Big Baby" Davis als Matchwinner heraus.

"Sie wollten den Sieg mehr als wir"

"Klarer Fall: Der Einsatz eines Mannes hat den Unterschied gemacht. Und das darf einfach nicht sein. Sie haben ja nicht mal Spielzüge für ihn aufgerufen", sagte der Trainer.

Auch die 29 Punkte von Dwayne Wade änderten nichts an der Niederlage.

"Im ersten Spiel dachte ich, wir haben es einfach hergeschenkt. Diesmal glaube ich, wollten sie den Sieg mehr als wir", erklärte der Heat-Star.

"Peinliche Niederlage"

DIe Leistung von Miami lässt sich auch anhand der ersten Hälfte festmachen, in der ihnen nur ein einziger Offensiv-Rebound gelang.

"Das ist eine peinliche Niederlage", sagte ein enttäuschter Spoelstra.

Neben Davis war es vor allem Ray Allen, der die Celtics zum Sieg führte. Er verbuchte 25 Punkte und neun Rebounds.

In Spiel drei (Sa., ab 1 Uhr LIVESCORES) müssen sich die Heat deutlich steigern, wenn sie sich nicht schon vorzeitig in den Playoffs verabschieden wollen.

Portland Trail Blazers - Phoenix Suns 90:119 (49:63)

Die Phoenix Suns haben sich mit einem klaren 119:90 (63:49) gegen Portland zurückgemeldet und sind wieder im Rennen. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Anders als in Spiel eins, nahm Steve Nash diesmal das Spiel in die Hand und bestimmte das Tempo der Suns von Anfang bis Ende.

Bei den ersten acht Punkten steuerte der 36-jährige Spielmacher sieben Assists bei. Am Ende der ersten Hälfte stand er bereits bei zwölf.

Richardson Topscorer

Am Ende kam Nash auf 13 Punkte und 16 Assists.

Vor allem Jason Richardson steigerte sich deutlich gegenüber Spiel eins, in dem er nur vier von zwölf Würfen aus dem Feld traf. Mit 29 Punkten war er diesmal der Topscorer bei den Suns.

Bezeichnend für die Leistung von Portland war, dass Martell Webster, der von der Bank kam, mit 16 Punkten und fünf Rebounds bester Spieler bei den Trail Blazers war.

Camby verlängert

Der Ausfall des am Knie verletzten Brandon Roy war zu spüren. Schon zur Halbzeit lag Portland deutlich zurück (49:63), zu einer Aufholjagd kam es nicht.

Im letzten Viertel ließ Phoenix' Head-Coach Alvin Gentry seine komplette Starting-Five auf der Bank.

Auch Grant Hill lief zur Höchstleistung auf und traf zehn seiner elf Würfe.

Einen Erfolg verbuchten die Trail Blazers dennoch: Vor dem Spiel verlängerten sie den Vertrag mit dem 36-jährigen Forward Marcus Camby um zwei Jahre.

Milwaukee Bucks - Atlanta Hawks 86:96 (46:52)

Die Bucks mussten sich in Atlanta den Hawks mit 86:96 (46:52) aufgrund eines überragenden Josh Smit (21 Punkte, 14 Rebounds und 9 Assists) geschlagen geben und liegen nun 0:2 zurück.

"Es gibt nichts, was er auf dem Feld nicht kann", erkannte Hawks-Coach Mike Woodson die Leistung seines Schützlings an.

Insgesamt war es eine hervorragende Manschaftsleistung der Hawks, bei denen die gesamte Starting-Five zweistellig punktete.

Neben Smith konnte besonders Joe Johnson mit 27 Punkten überzeugen.

Bei Milwaukee wusste Ersan Ilyasova, der von der Bank kam, mit 13 Punkten und 15 Rebounds zu gefallen.

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