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Dwight Howard erzielte 15 Punkte und neun Rebounds für Orlando © getty

Den Magic genügt eine mäßige Leistung zum zweiten Sieg. Vince Carter zündet den Turbo. Charlottes Topscorer schiebt Frust.

Von Hardy Heuer

Orlando/München - Die Orlando Magic haben in den NBA-Playoffs erwartungsgemäß auch ihr zweites Spiel gegen die Charlotte Bobcats gewonnen und gehen in der Serie mit 2:0 in Führung.

Beim 92:77 (41:30) war es vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung, die den Heimerfolg sicherte. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Das Magic-Duo Vince Carter und Dwight Howard war erneut nicht gerade überragend, aber für den Sieg über Michael Jordans' Bobcats reichte es trotzdem.

Der Team-Eigner saß mit seinem Sohn neben der Auswechselbank.

Carter kam auf 19 Punkte und fünf Rebounds, Howard verbuchte 15 Punkte und neun Rebounds.

Starke Mannschaftsleistung

Überhaupt punktete die gesamte Starting-Five der Magic zweistellig, Rashard Lewis kam wie Jameer Nelson auf 13 Punkte, Matt Barnes auf elf. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

"Es ist eine tolle Sache für uns zu sehen, dass wir eine Menge Waffen haben", erklärte Carter.

Carter und Howard erzielten in der zweiten Hälfte zusammen 21 Punkte und sorgten so für einen 20-Punkte-Vorsprung.

Unzählige Turnover

Allerdings weiß Howard, dass sich die Magic für einen Titelgewinn steigern müssen: "Ich kann es mir nicht erlauben, frustriert zu sein. Ich muss einfach die Ruhe bewahren. Wir spielen um etwas Großes."

Ein Hauptgrund, warum es zu einem lockeren Sieg reichte waren die unzähligen Turnover der Bobcats.

Insgesamt kam Charlotte auf 21 Ballverluste - zu viele, um gegen die Magic zu bestehen.

Schwache Freiwurfquote

Überhaupt war es ein Turnover-Festival in der ersten Spielhälfte von beiden Teams. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Es war ein so außergewöhnliches Spiel, dass sogar Orlandos Scharfschütze J.J. Redick im zweiten Viertel den Freiwurf für das Technische Foul von Bobcats-Coach Larry Browns verfehlte.

Die Magic trafen 24 von 35 Freiwürfen, Charlotte 13 von 18 - für Brown zu wenig.

Brown enttäuscht

"So können wir einfach nicht spielen. Vielleicht müssen wir uns mehr Respekt verschaffen, ich weiß es nicht", sagte der frustrierte Coach.

Nach einem Dreier von Ryan Anderson gingen die Magic mit einer komfortablen Führung von 41:30 in die Pause.

Als Howard, der Defensivspieler des Jahres, sich im dritten Viertel sein viertes Foul einhandelte und auf die Bank musste, übernahm Carter das Zepter.

Jackson zu wenig

Er legte einen Lauf hin und brachte die Magic nach drei Vierteln mit 75:55 in Front. Die gesamte Bank erhob sich und schwenkte Handtücher durch die Luft.

Bei Charlotte war es einzig Stephen Jackson, der sich gegen die Niederlage stemmte.

"Sie waren einfach aggressiver. Sie sind physisch einfach besser als wir", zeigte sich Jackson frustriert.

Nelson macht alles klar

Mit 27 Punkten war er der Topscorer seines Teams, lediglich Gerald Wallace unterstützte ihn mit 15 Punkten und sechs Rebounds.

Als Charlotte im vierten Viertel den Rückstand auf acht Punkte verkürzt hatte und noch 3:16 Minuten zu spielen waren, antwortete Carter mit einem Sprungwurf.

Jackson verfehlte daraufhin einen Korbleger und Jameer Nelson machte mit einem Dreier alles klar für Orlando.

Für Spiel 3 (Sa., ab 20 Uhr LIVESCORES) müssen sich die Bobcats deutlich steigern, besonders was die Ballverluste angeht.

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