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Dirk Nowitzki kam in Spiel drei auf 35 Punkte und sieben Rebounds © getty

Nach dem Erfolg in Dallas legen die Spurs in eigener Halle nach und gehen im Playoff-Duell mit 2:1 in Front.

Von Ingo Weber

San Antonio/München - Die San Antonio Spurs haben in den NBA-Playoffs der Western Conference gegen die Dallas Mavericks zum ersten Mal die Führung übernommen.

In eigener Halle gewannen die Spurs mit 94:90 (47:44) und gingen in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Front. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Auch ein starker Auftritt von Dirk Nowitzki (35 Punkte, sieben Rebounds) konnte die Niederlage der Mavs nicht verhindern.

"Unsere Strategie mit einem Drei-Guard-Lineup ging nur eine Weile gut. Am Ende war es aber wieder zu wenig", sagte ein enttäuschter Nowitzki nach der Partie.

Zweite Nullrunde für Dampier

Neben dem Deutschen erreichte bei den Mavericks nur Jason Terry Normalform, der es auf 17 Zähler brachte.

Jason Kidd kam in 45 Minuten Spielzeit auf sieben Punkte und sieben Rebounds und enttäuschte genauso wie Center Erick Dampier, der wie schon in Spiel zwei eine Nullrunde drehte und ohne jeden Punkt blieb.

Shawn Marion (7 Punkte) und Caron Butler (2) erhielten nur wenig Spielzeit, Letztgenannter auch aufgrund einer unterirdischen Leistung.

Dafür rückte Jose Juan Barea ins Rampenlicht und zeigte mit 14 Punkten eine ansprechende Vorstellung. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Vier Spurs punkten zweistellig

Barea und Nowitzki sorgten mit einem 17:0-Lauf im dritten Viertel für die einzige Führung der Mavs.

Nachdem Dallas zur Pause mit drei Punkten im Rückstand lag, brachte das Zwischenhoch eine Neun-Punkte-Führung mit sich (68:59). Doch der Vorteil hielt nicht lange.

"Eine Mannschaft, die den NBA-Titel holen will, bringt solch einen Vorsprung ins Ziel", äußerte sich Terry deprimiert.

Bei den Spurs überzeugten die drei Spurstars Tim Duncan (25 Punkte), Tony Parker (23) und Manu Ginobili (15). Auch George Hill (17) punktete im zweistelligen Bereich.

Ginobilis 15 Punkte sind auch deshalb so hoch einzuschätzen, da er einen Großteil davon mit einer gebrochenen Nase erzielte.

Nasenbeinbruch bei Ginobili

Nachdem er den Ellbogen von Nowitzki zu spüren bekam, musste er in der Kabine für fünf Minuten behandelt werden.

Doch der Argentinier kam gegen Ende des dritten Abschnitts zurück, um im Schlussviertel groß aufzutrumpfen und elf seiner 15 Punkte zu erzielen. Die Diagnose Nasenbeinbruch bekam der Shooting Guard erst nach dem Spiel.

"Auch Nowitzki oder Kidd wären sicher zurückgekehrt. Das sind Spieler, die solche Duelle entscheiden können. Sie spielen solange, bis gar nichts mehr geht", lobte Spurs-Coach Gregg Popovich Ginobili.

Dallas unter Druck

Parker stellte zweieinhalb Minuten vor dem Ende die Führung der Spurs her, die sie sich bis zum Ende der Partie nicht mehr nehmen ließen.

Dallas steht in Spiel vier in der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVESCORES) nun unter enormen Druck.

Ein 1:3-Rückstand wäre eine nahezu unlösbare Aufgabe und könnte erneut das frühe Aus bedeuten. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

In den beiden letzten Spielen hatte es den Anschein, als hätten die Spurs die besseren Waffen und im Vergleich zu den Mavs mehr Alternativen. Ein Nowitzki allein ist eben nicht genug.

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