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Kevin Durant (r.) war mit 30,2 Punkten im Schnitt Topscorer der Hauptrunde © getty

Der Titelverteidiger hat in Spiel vier nicht den Hauch einer Chance und kassiert die höchste Playoff-Pleite seit 2008.

Von Ingo Weber

Oklahoma/München - Die Oklahoma City Thunder haben in den Playoffs der Western Coference auch das zweite Heimspiel gegen die L.A. Lakers gewonnen und die Serie zum 2:2 ausgeglichen. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Der Achte der Hauptrunde bietet dem Titelverteidiger die Stirn und überrascht damit auch die Experten.

"Viele haben geglaubt, dass wir mit 0:4 untergehen. Aber wir wissen, was wir zu leisten im Stande sind", sagte ein abermals überragender Kevin Durant.

48 Freiwürfe für die Thunder

Der Topscorer der Thunder führte seine Mannschaft gegen den großen Favoriten mit 22 Punkten zum 110:89 (55:42)-Sieg.(DATENCENTER: Erste Plyaoff-Runde)

Neben Durant bekam auch Russell Westbrook (18 Punkte, acht Rebounds) ein starkes Zeugnis ausgestellt. Mit Jeff Green (15 Punkte) und den Bankspielern James Harden (15) und Eric Maynor (13) trafen bei Oklahoma fünf Spieler im zweistelligen Bereich.

Insgesamt 48 Mal durften die Thunder an die Freiwurflinie und beeindruckten mit einer Trefferquote von 87,5 Prozent.

Oklahoma holt mehr Rebounds

Trotz der Anwesenheit der Lakers-Asse Pau Gasol und Andrew Bynum hatte der Außenseiter auch in der Reboundstatistik die Nase vorn (50:43). 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Bereits nach dem ersten Viertel führte Oklahoma City mit zwölf Punkten. Bis zum Ende des Spiels lag der Vorsprung immer im zweistelligen Bereich.

"Besser kann das Spiel nicht laufen", lobte Thunder-Coach Scott Brooks.

Dass der Sieg gegen Los Angeles nie in Gefahr geriet, lag auch an der schwachen Vorstellung von Superstar Kobe Bryant.

Höchste Playoff-Pleite seit 2008

Der Shooting Guard kam nur auf zwölf Punkte und blieb die ersten 15 Minuten der Partie ohne jeden Zähler.

Das Schlussviertel verbrachte Bryant zusammen mit Gasol, Derek Fisher und Ron Artest auf der Bank. Nur Bynum war aus der Starting Five der Lakers übrig geblieben.

Nachdem Oklahoma zwischenzeitlich mit 29 Punkten in Front lag, durfte sich auch Durant in den letzten zwölf Minuten schonen.

Für die Lakers war es die höchste Playoff-Niederlage seit dem 92:131 gegen die Boston Celtics in der Finalserie von 2008.

Kampf gegen die Geschichte

"Gegen L.A. so problemlos zu gewinnen, ist schon ein tolles Gefühl. Aber es steht noch viel Arbeit vor uns", gab sich Westbrook nach der Partie vorsichtig.

Die Thunder kämpfen in der Best-of-Seven-Serie nicht nur gegen den Topfavoriten, sondern auch gegen die Geschichte.

Erst dreimal schied ein Conference-Gewinner gegen den Achten der Regular Season aus.

Aber die Historie allein wird den Lakers nicht helfen. In Spiel fünf am Dienstag müssen sie sich steigern, um zumindest den Heimvorteil zu verteidigen.

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