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Dirk Nowitzki (r.) besticht in den Playoffs mit einer Trefferquote von 55 Prozent © getty

Will Dallas in Runde zwei, muss mehr Unterstützung von den Mitspielern kommen. Vor allem Butler und Kidd stehen in der Pflicht.

Von Ingo Weber

San Antonio - Spiel vier in den NBA-Playoffs der Western Conference ist für die Dallas Mavericks schon vorentscheidend.

Ein Sieg muss her, denn ein 1:3-Rück- stand gegen die San Antonio Spurs wäre ein kleines Todesurteil. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Vor dem Auswärtsspiel beim texanischen Dauerrivalen in der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVESCORES) quälen die Mavs drei ganz entscheidende Fragen.

Ist Dirk Nowitzki in der Lage, konstant auf solch hohem Niveau zu agieren? Welche Antwort gibt Caron Butler auf seine schwache Leistung in Spiel drei? Und kann Bank-Spieler Jose Juan Barea den starken Eindruck bestätigen?

Kein Mittel gegen Nowitzki

Dallas ist im höchsten Grad abhängig von Nowitzki. Der Deutsche glänzt bislang mit 31,7 Punkten im Schnitt, muss dieses Niveau aber halten, wenn sein Team eine reelle Chance haben will.

Doch die Aussichten sind gut. Die Spurs fanden bislang noch kein Mittel gegen "Big-D". 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

"Wir müssen jetzt kämpfen. Alles was wir brauchen, ist ein Sieg, um wieder Kontrolle in der Serie zu gewinnen. Wir haben schon bewiesen, dass wir in San Antonio gewinnen können", meinte Nowitzki.

In der Hauptrunde hatte Dallas in San Antonio mit 112:103 gewonnen.

Butler baut konstant ab

Butlers Leistungen wurden dagegen von Spiel zu Spiel der K.o.-Runde schwächer.

In Spiel drei verzeichnete der Neuzugang der Mavericks drei Turnover in 15 Minuten und traf nur einen seiner drei Versuche aus dem Feld.

Doch Dallas braucht die Punkte von Butler dringend. "Dirk kann nicht alles alleine machen", weiß auch Jean-Jacques Taylor, Kolumnist der "Dallas Morning News".

Zumindest Barea nutzte seine Chance und sprang für Butler so gut es ging in die Bresche.

Die bessere Bank kann spielentscheidend sein, sollten die Spieler der Starting Five schwächeln.

Kidd in der Pflicht

Eine Steigerung muss in jedem Fall von Jason Kidd und Jason Terry kommen.

Routinier Kidd machte in den beiden vergangenen Spielen nicht den selbstbewussten Eindruck, den er gegen Ende der Regular Season hinterließ.

In Spiel zwei und drei traf der Point Guard nur zwei seiner 13 Versuche aus dem Feld. Mit fünf Assists blieb er am Freitag auch deutlich unter seinem Saisondurchschnitt (9,1).

Doch Nowitzki bleibt optimistisch: "Kidd ist ein Kämpfer. Er wird zurückkommen, das wissen wir." 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Auch Terry hat eine unterirdische Bilanz zu bieten. In den beiden vergangenen Schlussvierteln traf er nur drei von 14 Versuchen.

Trotzdem baut Trainer Rick Carlisle auf den Shooting Guard: "Ich werde ihm mehr Pausen geben. Dann wird er mit einer Steigerung antworten."

Von Beginn an hellwach

Was sich bei Dallas ebenso ändern muss, ist die Einstellung zu Beginn der Partie.

In den beiden vergangenen Duellen lagen die Mavs jeweils mit 0:9 und 4:12 im Rückstand. "Es ist wirklich nicht toll, sich immer wieder zurückkämpfen zu müssen", weiß auch Nowitzki.

Dampier sorgt für Unruhe

Erick Dampier sorgte am Samstag mit Kritik an den Schiedsrichtern für Unruhe.

"Sie messen mit zweierlei Maß", beurteilte der Center die Leistung der Unparteiischen.

Eine interessante Statistik bestätigt Dampier. In der Cuban-Ära verloren die Mavericks 16 von 17 Spielen unter der Leitung von Danny Crawford, der auch Spiel drei pfiff.

Ein NBA-Sprecher bestätigte jedoch, dass man sich mit den Aussagen von Dampier auseinander setzen müsse - Sanktionen drohen.

Ginobili einsatzfähig

Bei den Spurs wird Manu Ginobili trotz seines Nasenbeinbruchs zum Einsatz kommen. "Er wird spielen", bestätigt Coach Gregg Popovich.

Ob der Argentinier mit einer für ihn angefertigten Maske auflaufen wird, ist noch offen. "Das wird er kurz vor dem Spiel entscheiden", klärt Popovich auf.

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