vergrößernverkleinern
2010 sind die San Antonio Spurs bereits in der ersten Runde eine Nummer zu groß für Nowitzki und Kidd
George Hill (z.v.r.) spielt seit 2008 für die San Antonio Spurs © getty

Dallas verliert gegen die Spurs auch das dritte Spiel in Folge und braucht nun schon ein Wunder, um das Aus zu verhindern.

Von Ingo Weber

San Antonio/München - Die Dallas Mavericks haben in der NBA das dritte Playoff-Spiel in Folge gegen die San Antonio Spurs verloren. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Nach der 89:92 (48:37)-Niederlage in San Antonio liegen die Mavs in der Serie mit 1:3 zurück und stehen vor dem dritten Erstrunden-Aus in den vergangenen vier Jahren.

Dirk Nowitzki erzielte zwar ein Double-Double, lieferte aber seine bislang schwächste Leistung ab und traf nur vier seiner zehn Würfe aus dem Feld.

Der Deutsche holte elf Rebounds, kam aber nur auf 17 Punkte.

15-Punkte-Vorsprung reicht nicht

"Wir hatten erneut die große Chance, das Spiel zu gewinnen. Es ist frustrierend, aber wir werden bis zum Schluss kämpfen und müssen zu Hause die Kurve bekommen", sagte ein enttäuschter Nowitzki nach dem Spiel. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Wie schon in Spiel drei waren die Mavs nicht in der Lage, einen komfortablen Vorsprung über die Zeit zu retten.

Nachdem Dallas mit einem Drei-Punkte-Rückstand ins zweite Viertel ging, drehte der West-Zweite richtig auf und lag zweieinhalb Minuten vor der Pause mit 15 Punkten vorne.

Acht Minuten ohne Feld-Treffer

Doch im dritten Viertel blieben die Mavericks fast acht Minuten ohne Treffer aus dem Feld. In dieser Phase zogen die Spurs wieder vorbei und gaben den Vorsprung bis zum Ende nicht mehr her.

An der Niederlage der Mavs änderte auch ein 13:2-Lauf im Schlussviertel nichts mehr.

Insgesamt sechs Spieler der Mavericks punkteten im zweistelligen Bereich. Neben Nowitzki war Caron Butler mit 17 Punkten am fleißigsten.

Jason Kidd kam zwar auf zehn Zähler, verbuchte aber erneut nur fünf Assists. "Wir denken nicht an drei Siege in Folge, wir schauen nur auf das nächste Spiel", meinte der Point Guard der Mavs.

Nur 31 Punkte für "Big Three"

Für die Spurs erzielten Manu Ginobili, Tim Duncan und Tony Parker zusammen nur 31 Punkte. Gerade Duncan enttäuschte an seinem 34. Geburtstag mit mageren vier Zählern.

"Hätte mir vor dem Spiel jemand gesagt, dass wir die 'großen Drei' so gut im Griff haben, wäre ich mir sicher gewesen, dass wir gewinnen", suchte Nowitzki verzweifelt nach Gründen für die Niederlage.

Einer davon war George Hill, der für die Superstars in die Bresche sprang und sein Team mit 29 Punkten zum Sieg führte.

Hill beendet Serie

Damit ist Hill der erste Spieler außer Duncan, Parker und Ginobili, der seit 2007 (41 Spiele) eine Playoff-Begegnung der Spurs mit der höchsten Punkteanzahl beendet.

"Ich fühle mich seit meiner Ankunft in San Antonio sehr wohl. Ich bin froh, dass ich dem Team heute helfen konnte", beurteilte Hill seine Galavorstellung.

In einem hitzigen Texas-Duell wurde Eduardo Najera noch einem harten Foul an Ginobili nach nur einer Minuten Spielzeit von den Referees aus dem Spiel genommen.

Rangelei im dritten Viertel

Im dritten Viertel gerieten bereits Richard Jefferson und Jason Terry aneinander und mussten nach einem verbalen Schlagabtausch getrennt werden.

In Spiel fünf am Dienstag in Dallas muss ein Sieg für die Mavericks her, sonst ist der Titel-Traum erneut ausgeträumt. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Kann das Nowitzki-Team die Serie noch für sich entscheiden, wäre es erst das neunte in der NBA-Geschichte, das einen 1:3-Rückstand in einer Best-of-Seven-Serie noch aufholen konnte.

181 Mal bedeutete ein derartiger Rückstand das Aus.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel