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Shawn Marion (z.v.r.) drehte mit den Suns 2006 einen 1:3-Rückstand gegen die Lakers © getty

Nur mit einem Sieg im American Airlines Center kann Dallas das vorzeitige Aus abwenden. Zwei Teammitglieder machen Hoffnung.

Von Ingo Weber

Dallas - Zugegeben: Die Chancen sind gering. Doch die Hoffnung bleibt. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Nachdem die Dallas Mavericks in der ersten Runde der Playoffs gegen die San Antonio Spurs mit 1:3 in Rückstand geraten sind, bedeuten nur drei Siege in Folge den Einzug ins Conference Halbfinale.

Betrachtet man die NBA-Historie, liegen die Chancen auf ein Weiterkommen gerade mal bei 4,2 Prozent.

Bei 189 Versuchen schafften es nur acht Teams einen 1:3-Rückstand in einer Best-of-Seven-Serie noch zu drehen. 117580(DIASHOW: NBA-Comebacks nach 1:3)

Marion: "Es ist möglich"

Doch die Mavs haben durchaus Personal in ihren Reihen, das weiß, wie man das Unmögliche möglich macht.

Shawn Marion schlug mit den Phoenix Suns die L.A Lakers in der ersten Runde 2006, Coach Rick Carlisle drehte mit den Detroit Pistons die Serie der ersten Runde im Jahr 2003.

Marion machte nach der 89:92-Pleite in San Antonio auch deutlich, dass ein Comeback nicht ausgeschlossen sei: "Ich war schon in dieser Situation, es ist möglich. Der Sieg in Spiel fünf ist der Startschuss", erklärte der "Swingman". (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Rückstand eine Herausforderung

Carlisle interessiert die Vergangenheit jedoch nur wenig und seine Botschaft an die Mannschaft ist einfach.

Seine Spieler sollen den entmutigenden Rückstand als Herausforderung sehen, etwas ganz Großes zu leisten.

"Wir dürfen nicht aufgeben und müssen einen Weg finden, das Heimspiel für uns entscheiden", fordert der Coach.

Will Dallas den Rückstand auf 2:3 verkürzen, muss aber wieder mehr von Dirk Nowitzki kommen.

Nowitzki übt Selbstkritik

Der Topscorer der Mavs gab zu, dass es aufgrund einer Taktik-Umstellung in San Antonios Defense zu Konfusionen gekommen war, versprach im gleichen Atemzug aber auch Lösungen.

"Ich muss einen Weg finden, trotz der Doppeldeckung zu meinen Würfen zu kommen. Ich muss aggressiver spielen", erklärte Nowitzki.

Zum ersten Mal in der Serie doppelten ihn die Spurs über die gesamte Partie.

Der Deutsche kam auf 17 Punkte und traf nur vier von zehn Versuchen aus dem Feld. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Es war erst das dritte Mal in 49 K.o.-Runden-Spielen, dass "Big D" nur zehn Würfe nehmen konnte. "Das ist einfach nicht genug", übte der Power Forward Selbstkritik.

Terry am Knöchel verletzt

Carlisle sorgt sich derweil weniger um Nowitzki, sondern mehr um dessen Mitspieler. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Jason Kidd und Caron Butler verzeichnen bislang eine ganz schwache Wurfquote, Jason Terry fehlte im Training am Montag.

"Er hat sich im Spiel am Sonntag den Knöchel verstaucht. Aber wir gehen davon aus, dass er spielen kann", klärt Carlisle auf.

Najera bleibt straffrei

Eduardo Najera hat nach dem unschönen Foul an Manu Ginobili indes keine Bestrafung seitens der NBA zu befürchten.

Najera stand in Spiel vier nur 47 Sekunden auf dem Platz, bevor er von den Referees für das Vergehen aus dem Spiel genommen wurde.

Carlisle schenkte dem Foul des Power Forward nur bedingt Beachtung, forderte er doch von seinen Spielern, aggressiver zu Werke zu gehen.

Dampier muss zahlen

Während keine Ermittlungen gegen Najera eingeleitet werden, wird Erick Dampier ordentlich zur Kasse gebeten.

Wegen Kritik an den Schiedsrichtern wurde er zu einer Geldstrafe von $35.000 verdonnert, wie die NBA am Montag bekannt gab.

Der Center hatte behauptet, dass die Referees mit zweierlei Maß messen und Dallas benachteiligen.

Doch für seine verbale Entgleisung hatte sich Dampier den falschen Zeitpunkt ausgesucht.

Nur einen Tag zuvor hatte der NBA-Beauftragte David Stern eine Warnung an die Teams ausgesprochen, sich mit Kritik an den Offiziellen zurückzuhalten.

Ungeachtet der Störfaktoren, zählt für die Mavs in der Nacht auf Mittwoch (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) nur ein Sieg, sonst ist erneut in Runde eins Schluss.

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