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Butler kam zusammen mit Haywood und Stevenson von den Washington Wizards © getty

Dallas erzwingt ein sechstes Spiel. Butler stellt eine Bestleistung auf. Ein Wechsel in der Startfünf macht sich bezahlt.

Von Olaf Mehlhose

Dallas/München - Sie können es doch noch.

Im Kampf um den Einzug in die zweite Runde der Playoffs haben die Dallas Mavericks mit einer couragierten Leistung das vorzeitige Playoff-Aus abgewendet. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Vor heimischer Kulisse überrannte Dallas die San Antonio Spurs mit 103:81 (53:46).

Damit verkürzte das Team von Dirk Nowitzki in der Serie gegen die Spurs auf 2:3.

Starke Neuzugänge

Bei den Mavs überzeugten vor allem die beiden ehemaligen Wizards-Akteure Caron Butler und Brendan Haywood. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Vor allem der nach Spiel drei heftig kritisierte Butler zeigte eine deutliche Leistungssteigerung.

Der 30-Jährige traf 12 seiner 24 Würfe - drei von acht Dreiern - und stellte mit 35 Punkten eine Karriere-Bestleistung für die Playoffs auf. Darüber hinaus schnappte sich der Forward noch elf Rebounds.

Extra-Motivation von Nowitzki

Vielleicht lag es auch an der Extra-Motivation Nowitzkis:

"Wir brauchen ihn. Das habe ich ihm auch so gesagt: 'Spiel aggressiv und nimm Würfe, wir brauchen dich als Scorer'", erklärte der Power Forward.

Aber auch der Einsatz Brendan Haywoods, der von Trainer Rick Carlisle anstelle von Eric Dampier in die Starting Five nominiert wurde, machte sich bezahlt.

Der Center (8 Punkte, 8 Rebounds, 4 Blocks) präsentierte sich auf beiden Seiten des Feldes stark unter den Körben und sorgte für in den vorherigen Spielen vermisste zweite Chancen.

Team profitiert von Haywood

Davon profitierte das gesamte Team. Nowitzki verbuchte 15 Zähler und kam auf neun Rebounds. Aber auch Jason Terry (12), Jason Kidd (10) und Shawn Marion (10) punkteten zweistellig.

Bei San Antonio war Tony Parker mit 18 Punkten bester Werfer.

Spurs nur einmal in Führung

Im heimischen American Airlines Center übernahmen die Mavericks von Beginn an das Heft des Handelns. Nach zwei Punkten von George Hill gingen die Spurs das erste und einzige Mal im gesamten Spiel mit 6:4 in Führung.

Die Antwort von Dallas ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Mit einem 14:2-Run zogen die Mavs auf 18:8 davon. Zum Ende des ersten Viertels stand es 27:21 für den Finalisten von 2006.

Entscheidung nach der Pause

Obwohl die Mavericks die gesamte erste Hälfte dominierten lagen sie zur Pause nur mit 53:46 in Führung. Aber anders als in Spiel vier war das Nowitzki-Team diesmal nicht gewillt, den Vorsprung noch herzugeben.

Nach der Pause legten die Mavs erst richtig los: Die ersten zehn Punkte der zweiten Hälfte gingen allesamt an das viertbeste Team der regulären Saison.

Spurs-Coach Gregg Popovich sah schon früh ein, dass in diesem Spiel nicht viel zu holen war.

"Heute hatten sie die physische und mentale Härte", sagte der Spurs-Coach: "Bei unseren Startern war das nicht so."

"Jetzt ist es eine Serie"

Tim Duncan (24 Minuten) und der nach seinem Nasenbeinbruch noch nicht vollständig genesene Manu Ginobili (18 Minuten) wurden deswegen schon frühzeitig für Spiel sechs (Do, ab 2 Uhr LIVESCORES) in San Antonio geschont.

Die Mavs haben allerdings wieder Selbstbewusstsein gesammelt.

"Jetzt ist es eine Serie", sagte Butler: "Wir müssen in San Antonio mit dem gleichen Einsatz und der gleichen Energie spielen wie hier."

Mit einem Sieg bei den Spurs könnten die Mavericks ein alles entscheidendes siebtes Spiel vor heimischem Publikum erzwingen.

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