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In den Playoffs hat James bisher durchschnittlich 31,8 Punkte pro Spiel erzielt © getty

Trotz einer Blessur am Wurfarm kratzt Clevelands Star gegen die Bulls am Triple-Double. Boston macht den Klassiker perfekt.

Von Olaf Mehlhose

Cleveland/München - Die Cleveland Cavaliers sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden.

Das beste Team der regulären Saison zog dank eines 96:94 (55:48)-Heimsiegs gegen die Chicago Bulls in die zweiten Runde der NBA-Playoffs ein. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Die Serie entschieden die Cavs mit 4:1 für sich. Im Gegensatz zu Spiel 4 war die Begegnung allerdings hart umkämpft, die Entscheidung fiel erst in den Schlusssekunden.

Da war es dann aber wieder Superstar LeBron James, der im entscheidenden Augenblick Nervenstärke bewies und Cleveland zum Sieg führte.

Freiwurf mit links

James verwandelte acht Sekunden vor dem Ertönen der Schlusssirene einen Freiwurf, der die Cavs uneinholbar mit vier Punkten in Front brachte. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Da war es dann auch egal, dass der zweite Wurf, den der Star-Spieler der Cavaliers aufgrund starker Schmerzen am rechten Ellbogen mit der linken Hand ausführte, daneben ging.

Luol Deng (26 Punkte) konnte nur noch verkürzen.

"Kein Grund zu Panik"

Trotz seines Handicaps verpasste "King" James (19 Punkte, 10 Assists, 9 Rebounds) nur hauchdünn sein zweites Triple-Double in Folge.

"Es stört mich, weil ich nicht weiß, was es ist", sagte James zu seiner Verletzung. Er glaube allerdings nicht, dass es etwas Ernstes sei, gab die Nummer 23 der Cavs seinen Fans Entwarnung: "Es gib keinen Grund, in Panik zu verfallen."

James erhielt diesmal viel Unterstützung von Antawn Jamison (25 Punkte), Delonte West (16) und Shaquille O'Neal (14).

Topscorer bei Chicago war Derrick Rose. Der Point Guard kam auf 31 Zähler.

Boston Celtics - Miami Heat 96:86 (48:38)

Auch die Boston Celtics haben das Viertelfinale der Playoffs erreicht.(DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Durch einen 96:86 (48:38)-Erfolg gegen die Miami Heat entschied der Meister von 2008 die Serie überraschend deutlich mit 4:1 zu seinen Gunsten.

Schlüssel zum Erfolg war die starke Team-Leistung der Celtics, bei denen mit Ray Allen (24), Paul Pierce (21), Rajon Rondo (16) und Kevin Garnett (14) gleich vier Spieler der Startfünf zweistellig punkteten.

Shooting Guard Allen, der in der zweiten Hälfte fünf Dreier einnetzte, war mit elf Punkten im Schlussabschnitt der Matchwinner für das Team von Doc Rivers.

Wade nahe am Triple-Double

Bei den Heat war Shooting Guard Dwyane Wade mal wieder kaum zu stoppen. Mit 31 Punkten, zehn Assists und acht Rebounds scheiterte D-Wade nur knapp an einem Triple-Double.

Allerdings traf der der Finals-MVP von 2006 nur zehn seiner 24 Würfe und leistete sich sieben Turnover.

Von seinen Mannschaftskollegen bekam Wade zu wenig Unterstützung. Einzig Mario Chalmers steuerte von der Bank 20 Punkte bei.

Heat mit Aufholjagd

Im dritten Viertel sah Boston schon wie der sichere Sieger aus, als sich die Mannschaft von Doc Rivers eine 21-Punkte Führung herausspielte.

Doch Miami kämpfte sich in das Spiel zurück und schaffte es, mit einem 24:6-Lauf noch mal auf drei Punkte zu verkürzen.

Doch dank der Treffsicherheit von Allen war den Celtics der Vorsprung nicht mehr zu nehmen.

"Ein richtiger Klassiker"

In der nächsten Runde warten nun das beste Team der regulären Saison: die Cavaliers.

"Ich glaube, es wird ein tolles Spiel. Es ist großartig für den Basketball ? ein richtiger Klassiker", freute sich Small Forward Pierce: "Sie sind im Moment das Team, das es zu schlagen gilt. Das wird eine ganz harte Serie"

Los Angeles Lakers - Oklahoma City Thunder 111:87 (55:34)

Die Los Angeles Lakers sind in der Serie gegen die Oklahoma City Thunder mit 3:2 in Führung gegangen.

Der Meister des Vorjahres setzte sich zu Hause ungefährdet mit 111:87 (55:34) durch.

Den Grundstein für den Erfolg legten die Kalifornier bereits in der ersten Hälfte, als sie schnell mit 10:0 in Führung gingen und diese bis zur Pause auf 21 Zähler ausbauten.

Die Thunder dagegen setzten ihre ersten 13 Würfe daneben. Kevin Durant und Russel Westbrook trafen insgesamt nur neun ihrer 27 Versuche.

In der zweiten Hälfte verteidigten die Lakers den Vorsprung souverän. Stärkste Akteure bei L.A. waren Pau Gasol (25 Punkte, 11 Rebounds) und Andrew Bynum (21 Punkte, 11 Rebounds).

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