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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
In den Playoffs erzielte Brandon Jennings durchschnittlich 20,8 Punkte pro Spiel © getty

Rookie Jennings und ein punktloser Veteran führen Milwaukee zum Sieg in Atlanta. Dem Außenseiter winkt nun das Viertelfinale.

Von Olaf Mehlhose

Atlanta/München - Die Überraschung ist greifbar nahe.

Nach dem 91:87 (43:46)-Erfolg bei den Atlanta Hawks liegen die Milwaukee Bucks in 1. Runde der NBA-Playoffs erstmalig vorn. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Nach dem ersten Auswärtssieg der Serie steht es nun 3:2 für das Team aus Wisconsin, das sich in dieser Saison erstmals seit 2006 wieder für die K.o.-Runden qualifiziert hat.

Mit einem Sieg in Spiel 6, das am kommenden Freitag im heimischen Milwaukee steigt, können die Bucks den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen.

Jung und alt harmonieren

Es sieht so aus, als hätten die Milwaukee Bucks die richtige Balance zwischen jungen und alten Spielern gefunden 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde).

Der 20-jährige Rookie Brandon Jennings war mit seinen 25 Punkten zum wiederholten Mal bester Scorer beim Titelträger von 1971.

Center Kurt Thomas, mit 37 Jahren einer der Veteranen der Liga, erzielte zwar keine Punkte, spielte dafür aber seine ganze Routine aus, als er zwei Minuten vor dem Ende ein Foul von Joe Johnson auf sich zog. Das sechste, Atlantas Shooting Guard musste das Feld verlassen.

Für Jennings war es die entscheidende Szene: "Als Johnson runter musste, habe ich daran geglaubt, dass wir eine Chance haben", sagte der Point Guard.

Wende in den Schlussminuten

Kurz zuvor hatte es noch nicht danach ausgesehen.

Nach zwei Punkten von Power Forward Josh Smith stand es 82:73, bei einer verbleibenden Spielzeit von etwa vier Minuten.

Viele Zuschauer und vielleicht auch einige Spieler Atlantas dachten zu diesem Zeitpunkt, die Partien wäre gelaufen - Milwaukee allerdings nicht.

Die Bucks antworteten mit einem 14:0-Lauf, der den Grundstein zum vielumjubelten Erfolg legte.

Scharfschützen treffen nicht

Die Hawks hatten es sich aber auch selbst zuzuschreiben: Sieben Würfe in Folge fanden nicht ihr Ziel. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Nach einem Dreier von Al Horford (25 Punkte, 11 Rebounds) kam zwar noch einmal kurzzeitig Spannung auf, aber als Jennings kurze Zeit später zwei Freiwürfe einnetzte, war die Entscheidung gefallen.

Vor allem Atlantas Scorer hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Johnson (13) Punkte und Jamal Crawford (11) trafen nur zehn ihrer 34 Wurfversuche.

Durchhalteparolen von Woodson

Die Zuschauer verabschiedeten das Heimteam mit Buhrufen aus der Halle.

"Die Niederlage ist hart", sagte Atlantas Coach Mike Woodson: "Aber es ist eine Best-of-Seven-Serie."

Dass es so weit gekommen ist, damit hätte der Klub aus Georgia nach den relativ souverän gewonnenen ersten beiden Spielen wohl nicht gerechnet.

Hawks kämpfen ums Überleben

Die Hawks waren davon ausgegangen, dass sie zumindest ein Spiel in Milwaukee gewinnen würden. In Spiel 5 sollte dann der Einzug in die nächste Runde klargemacht werden.

Doch jetzt steht das drittbeste Team des Ostens plötzlich vor dem Aus.

In Spiel 6 kämpft der Favorit jetzt um seine letzte Chance.

"Der Druck liegt nicht auf uns", hat Jennings bereits erkannt. Wie wahr.

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