vergrößernverkleinern
In den bisherigen Playoff-Partien gelangen J.R Smith duchschnittlich 12,8 Punkte © getty

Denvers Reserve beweist Killerinstinkt. Utahs Pont Guard zeigt eine Glanzleistung, kann die Niederlage aber nicht verhindern.

Von Olaf Mehlhose

Denver/München - Die Mannschaftskollegen haben sich Carmelo Anthonys Worte wohl zu Herzen genommen.

Nach der Niederlage in Spiel 4 hatte sich der Small Forward der Denver Nuggets noch über mangelnde Unterstützung beklagt. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Bei Denvers 116:102 (50:52)-Sieg über die Utah Jazz zeigte nun jedoch das gesamte Team der Nuggets Scorer-Qualitäten - vor allem einige Spieler von der Bank wuchsen dabei über sich hinaus.

Durch den Erfolg vermied das Team aus Colorado das vorzeitige Playoff-Aus und verkürzte in der Best-of-Seven-Serie auf 2:3.

Sechs Spieler punkten zweistellig

"Heute haben wir die Herausforderung angenommen und sind als Einheit aufgetreten", zeigte sich dann auch Anthony zufrieden: "Jeder hat seine Leistung gebracht." 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde).

In der Tat.

Neben Anthony (26 Punkte) kamen mit Chauncey Billups (21), Kenyon Martin (18), J.R. Smith (17), Arron Afflalo (12) und Chris Andersen (10) noch fünf weitere Spieler auf eine zweistellige Punktausbeute.

Anthony mit Double-Double

Anthony, der sich zusätzlich auch noch elf Rebounds griff, erzielte zum zehnten Mal in seiner Karriere ein Double-Double in den Playoffs.

Durch den Sieg endete für die Nuggets eine schwarze Serie. Die letzten acht Spiele, bei denen das Playoff-Aus drohte, hatte das Team von Adrian Dantley verloren.

Am Freitag (alle Spiele ab 1 Uhr LIVESCORES) steht nun Spiel 6 in Salt Lake City an, wo die Nuggets versuchen werden, ihre Aufholjagd fortzusetzen.

Dort muss Denver vermutlich auf Center Nene Hilario verzichten, der sich eine Knieverletzung zuzog.

"Die Fans sind fanatisch"

Dantley, der im Moment den an Krebs erkrankten George Karl als Coach vertritt, rechnet ohnehin mit einer schwierigen Aufgabe:

"Wir sind stolz, dass wir es heute geschafft haben. Aber in Utah wird es richtig hart", sagte der Trainer: "Die Fans dort sind fanatisch." (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Glanzleistung von Williams

Bei den Jazz ragte erneut Deron Williams heraus. Der 25-Jährige hatte vor dem Spiel noch selbstbewusst erklärt, dass er der beste Point Guard der Liga sei.

Da werden wohl auch die Nuggets zustimmen.

Trotz Sonderbewachung von Chauncey Billups ließ Williams seinen Äußerungen auf dem Spielfeld Taten folgen.

Nach der Partie standen für den im Moment viertbesten Scorer der Playoffs 34 Punkte und zehn Assists zu Buche.

Auf einer Stufe mit "KJ"

Damit ist er zusammen mit Kevin Johnson der einzige Spieler, der es geschafft hat, in einer einzelnen Playoff-Serie fünf 20-10-Spiele hinzulegen.

"Wir haben ihn gut verteidigt. Aber er ist einfach ein großartiger Spieler", erkannte auch Dantley.

Utahs Power Forward Carlos Boozer glänzte mit 25 Punkten und 16 Rebounds ebenso.

"Die haben uns gekillt"

Dass es am Ende nicht zum Sieg reichte, lag vor allem daran, dass Denvers Bankspieler in der entscheidenden Phase gross auftrumpften:

Smith versenkte vier wichtige Dreier, Andersen (10 Punkte, 7 Rebounds) und Johan Petro (4 Punkte, 6 Rebounds) sprangen für den verletzten Nene ein.

So sah es auch Utahs Coach Jerry Sloan: "Die Spieler von der Bank haben das Spiel für sie gewonnen. Die haben uns heute gekillt."

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel