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Carlos Boozer wechselte 2004 von den Cleveland Cavaliers zu den Jazz © getty

Utah gewinnt Spiel sechs und zieht in die zweite Runde gegen die Lakers ein. Atlanta und die Bucks gehen die volle Distanz.

Von Ingo Weber

München - Die Utah Jazz haben die erste Hürde der Playoffs genommen und die Serie gegen die Denver Nuggets mit 4:2 für sich entschieden.

Die Jazz gewannen in Salt Lake City mit 112:104 (56:54) und vermieden somit ein entscheidendes siebtes Spiel in Denver. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Carlos Boozer führte den West-Fünften der Hauptrunde mit 22 Punkten und 20 Rebounds zum Sieg.

"Das ganze Team hat eine starke Leistung gezeigt, das ist dieses Jahr unser Erfolgsrezept. Jeder Spieler bringt eine Top-Leistung, wenn sie gefordert ist", lobte Boozer seine Mannschaft.

Nuggets: Vier technische Fouls

Insgesamt durfte Utah 51 Mal an die Freiwurflinie. Einige Versuche davon resultierten aus vier technischen Fouls der frustrierten Nuggets.

Gegen Trainer Adrian Dantley, Kenyon Martin, Joey Graham und Chauncey Billups wurde je eines ausgesprochen. 226444(DIASHOW: Erste Playoff-Runde)

Deron Williams steuerte für die Jazz ein Double-Double (14 Punkte, 10 Rebounds) bei, auch Wesley Matthews (23 Punkte) und Paul Millsap (21) spielten sich in den Vordergrund.

Nur 20 Punkte für "Melo"

Entscheidend für den Sieg war ein 11:0-Lauf der Jazz im Schlussviertel, als sie auf 106:95 davonzogen.

Denvers Carmelo Anthony war bei Utahs Defense sehr gut aufgehoben und kam nur auf 20 Punkte. In der K.o.-Runde verzeichnete "Melo" bislang 32,8 Zähler im Schnitt.

Billups traf für die Nuggets mit 30 Punkten am besten. "Utah hat uns den Heimvorteil geklaut und ihn bis zum Ende verteidigt", begründete Billups Denvers Playoff-Aus.

Jazz haben offene Rechnung

Für die Jazz geht es in Runde zwei gegen die L.A. Lakers. Der Titelverteidiger setzte sich mit 4:2 gegen Oklahoma City Thunder durch.

Mit dem Team um Kobe Bryant hat Utah noch eine Rechnung offen. In den beiden vergangenen Jahren war jeweils gegen Los Angeles in der K.o.-Runde Endstation.

Die Fans in Salt Lake City gaben schon einmal die Richtung vor und es schallte "Beat L.A." von den Rängen, als der Sieg gegen Denver feststand.

Atlanta Hawks - Milwaukee Bucks 83:69 (31:34)

Die Atlanta Hawks haben das Playoff-Aus verhindert und die Best-of-Seven-Serie gegen die Milwaukee Bucks zum 3:3 ausgeglichen.

Nach dem 83:69 (31:34)-Erfolg in Milwaukee rettete sich der Ost-Dritte der Regular Season in Spiel sieben in der Nacht auf Montag (ab 1 Uhr LIVESCORES) und erkämpfte sich den Heimspielvorteil zurück. (DATENCENTER: Erste Playoff-Runde)

Crawford bester Werfer

Auffälligster Spieler der Hawks war Jamal Crawford, der seine Wahl zum besten sechsten Mann der NBA bestätigte und mit 24 Punkten glänzte.

Nachdem der Guard in den ersten Spielen der Postseason nicht an die starken Leistungen der Hauptrunde anknüpfen konnte, bekam er Unterstützung vom Trainer.

"Ich habe ihm gesagt, er solle weiterhin werfen. Und heute haben wir ihn gebraucht", meinte Hawks-Coach Mike Woodson.

Doch neben Crawford trafen für Atlanta auch Joe Johnson (22 Punkte), Al Horford (15), Mike Bibby (10) und Josh Smith (10) im zweistelligen Bereich.

Die Bucks kamen insgesamt nur auf 69 Punkte und gerade das schwache dritte Viertel, in dem sie nur elf Punkte erzielten, brach ihnen das Genick.

19:0-Lauf im dritten Viertel

In dieser Zeit verzeichnete Atlanta einen 19:0-Lauf und erst vier Minuten vor dem Ende des Viertels kam Milwaukee zu seinen ersten Punkten.

"Meine Spieler haben verängstigt gewirkt, gerade in der Offensive", betätigte Bucks-Coach Scott Skiles.

Bester Werfer der Bucks war Carlos Delfino mit 20 Zählern, Brandon Jennings kam auf 12 Punkte

"Jetzt geht es in Spiel sieben. Wir wissen, dass wir es schaffen können", machte Jennings nach dem Spiel Mut.

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