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LeBron James (l.) wurde nach 2009 zum zweiten Mal in Folge zum MVP gekürt © getty

Der MVP lässt sich gegen die Celtics von einem lädierten Ellbogen nicht stoppen. Auch ein Mitspieler sorgt für großen Wirbel.

Von Ingo Weber

Cleveland/München - Die Cleveland Cavaliers haben das Auftaktspiel der zweiten Playoff-Runde gegen die Boston Celtics mit 101:93 (43:54) für sich entschieden. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Durch den Erfolg ging der Top-Favorit auf den Titel in der Best-of-Seven-Serie der Eastern Conference mit 1:0 in Führung. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

LeBron James ließ sich auch von der Verstauchung am rechten Ellbogen nicht aufhalten und führte sein Team mit 35 Punkten, 7 Assists und 7 Rebounds zum Sieg.

Erster Dunk für Williams

"Es geht schon wieder etwas besser. Aber die Verletzung werde ich nicht als Entschuldigung bringen, wenn es mal nicht so gut läuft. Ich bin bereit für Spiel zwei", sagte James, der einige Stunden vor dem Spiel erneut als MVP gekürt wurde.

Die Show stahl "King" James aber ausnahmsweise mal ein anderer Spieler.

Mo Williams, mit 1,85 Meter einer der kleineren Basketballer, machte seinen ersten Dunk im Trikot der Cavs. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

21:9-Lauf leitet Wende ein

Nachdem der Point Guard mit seiner Aktion im dritten Viertel die Massen in der Quicken Loans Arena begeisterte, ging ein Ruck durch die Mannschaft und Cleveland startete eine Aufholjagd.

Zur Pause lagen die Gäste aus Boston mit elf Punkten vorne, doch ein 21:9-Lauf nach Williams' Meisterstück brachte die Cavs auf das Siegergleis.

"Ich habe Mo schon immer gesagt, dass es das Team anspornen würde, wenn er mal einen Dunking zeigt. Diesmal hat es vor allem ihn unter Strom gesetzt", lobte James seinen Mitspieler.

Williams kam auf 20 Punkte, 14 davon steuerte er im dritten Viertel bei. Auch Shaquille O'Neal (11 Punkte) und J.J. Hickson (11) punkteten für die Cavaliers zweistellig.

Starke Starting Five

Bei Boston glänzte die komplette Starting Five und der Titelträger von 2008 hatte Cleveland in der ersten Spielhälfte im Griff.

Drei Viertel der Partie erinnerte die Leistung der Celtics an den Glanz vergangener Jahre.

Sie bestimmten das Tempo und waren nahe dran, den Cavs bereits in Spiel eins den Heimspielvorteil zu nehmen.

Mit Rajon Rondo (27 Punkte), Kevin Garnett (18), Ray Allen (14) und Paul Pierce (13) punkteten vier Spieler im zweistelligen Bereich. Center Kendrick Perkins schnappte sich elf Rebounds.

Schlussviertel kostet Sieg

Doch im Schlussviertel kam der Ost-Vierte der Regular Season nur auf 15 Punkte und verspielte den möglichen Sieg.

Trotzdem war jedem klar, dass die Serie zwischen diesen beiden Teams bis zum Ende spannend bleiben und durchaus über die volle Distanz gehen könnte.

"Das wird für kein Team ein leichter Gang", bestätigte Celtics-Coach Doc Rivers.

Cavs statistisch schon weiter

Bereits 2008 hatte Boston die Cavs auf dem Weg zum Titel in einem dramatischen Conference Halbfinale mit 4:3 besiegt.

Doch geht es nach der Historie, dann ist Cleveland in dieser Serie gegen die Celtics nicht mehr aufzuhalten.

Wenn das Team von "King" James eine Auftaktpartie gewann, haben sie immer die nächste Runde erreicht (10:0).

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