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Seit 2008 ist Rick Carlisle Chef-Trainer der Dallas Mavericks © getty

Carlisle macht klar, dass der Klub entgegen aller Spekulationen durchaus in der Lage ist, noch einen Top-Star zu verpflichten.

Von Ingo Weber

München - Das Playoff-Aus der Dallas Mavericks ist gerade einmal drei Tage alt und schon wird in Texas über die Zukunft und mögliche Neuverpflichtungen spekuliert.

Auch wenn Kritik der Fans am Trainer aufkam, sitzt Rick Carlisle fest im Sattel, was der Klub am Freitag bestätigte.

Es geht also mit Carlisle in die nächste Saison und er denkt schon jetzt darüber nach, wie man das Team weiter verstärken könnte.

"Mark Cuban und Donnie Nelson sind nicht abgeneigt, neben Nowitzki und Kidd noch einen weiteren Star zu verpflichten", sagte Carlisle der "Dallas Morning News".

"Man kann nicht gut genug sein"

Damit weist er Spekulationen zurück, der Klub könne sich wegen der Gehaltobergrenze in der NBA keinen Top-Spieler mehr leisten. "Darauf würde ich nicht wetten", heizt Carlisle die Diskussionen weiter an.

Und Präsident Nelson stößt ins gleiche Horn: "In dieser Liga kann man nicht gut genug sein. Es ist jedes Jahr aufs Neue ein konstanter Anstieg des Niveaus zu erkennen. Alle Teams entwickeln sich weiter."

Klingt verdächtig nach Aufrüstung in einem Sommer, in dem die Free-Agent-Liste so prominent besetzt ist, wie schon lange nicht mehr.

Bosh hoch im Kurs

Zwei Spieler deren Namen hoch im Kurs stehen, sind mit ihren Mannschaften nicht oder nicht mehr in den Playoffs zu finden.

Dwyane Wade ereilte mit den Miami Heat das Aus in Runde eins gegen die Boston Celtics. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Chris Bosh verpasste die Postseason mit den Toronto Raptors als Neunter der Eastern Conference.

Gerade Bosh, der in Dallas aufwuchs, wird mit den Mavs in Verbindung gebracht.

Redeverbot für Free Agents

Bei Spielern wie LeBron James (Cleveland Cavaliers), Amare Stoudemire (Phoenix Suns) und Joe Johnson (Atlanta Hawks), wird die eigene Zukunft auch vom Abschneiden ihrer Teams in der K.o.-Runde abhängen. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Doch Free Agents haben bis zum 1. Juli Redeverbot. Ein Statement ist vor diesem Datum nicht zu erwarten, was aber nicht bedeutet, dass Dallas hinter den Kulissen seine Fühler nicht ausstreckt.

Carlisle wirbt für Dallas

"Tolle Stadt, toller Klub, tolle Mitspieler", betreibt Carlisle schon mal Werbung in eigener Sache.

Auch Nowitzki steigt in die Diskussion mit ein. "Es würde mich nicht stören, wenn ein Spieler käme, der gleichermaßen in der Lage ist, gut zu verteidigen und in der Offensive Akzente zu setzen", meint der Power Forward.

Denkt der 31-Jährige etwa über Personalbeschaffungsmaßnahmen nach? Hat er vielleicht sogar den Kontakt zu James oder Wade schon hergestellt?

"Interessanter Sommer"

Der All-Star verneint: "Darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht. NBA-Boss David Stern hat auch deutlich gemacht, dass das verboten ist."

Nowitzki selbst will nach der erneuten Erst-Runden-Pleite in den nächsten Wochen über seinen Verbleib in Dallas nachdenken, selbst ein Wechsel zu einem anderen Klub ist nicht mehr ausgeschlossen. 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

Es bleibt also spannend und auch "Big D" ist klar: "Das wird sicher ein interessanter Sommer."

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