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Kobe Bryant war in der vergangenen Saison MVP der Finalserie © getty

L.A. zeigt in Spiel 2 gegen die Utah Jazz eine überragende Leistung unter dem Korb. Doch am Ende ist wieder Kobe Bryant der entscheidende Mann.

Von Jessica Pulter

München - Kobe Bryant ist und bleibt ein Spieler für die "Crunch-Time".

Immer wenn es spannend, eng und brisant wird in einer Partie, scheint der Guard der Los Angeles Lakers seine beste Leistung abrufen zu können. So auch wieder in Spiel 2 gegen die Utah Jazz.

Mit 30 Punkten und acht Assists führte Bryant seine Lakers zum 111:103 (58:46)-Heimsieg gegen die Jazz und somit zur 2:0-Führung der Lakers in der Viertelfinalserie der NBA. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Bryant dreht im Schlussviertel auf

Dabei hätten es die Kalifornier wesentlich einfacher haben können. Denn zu Beginn des Schlussviertels führte der amtierende Meister bereits mit elf Zählern.

Doch die Jazz kamen angeführt von C.J. Miles und Paul Millsap wieder heran. Fünf Minuten vor dem Ende stand es nur noch 98:94 für die Lakers.

Nun war es Zeit für Kobe Bryant. Neun seiner 30 Zähler erzielte der Superstar der Lakers in diesen letzten Minuten der Partie und ließ den Jazz somit keine Chance, das Spiel doch noch zu drehen. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

64 Punkte in der Zone

Die Lakers schlugen im Spiel vor allem Kapital aus ihren Vorteilen unter dem Korb. Während aus der Distanz mit nur vier verwandelten Dreiern bei 17 Versuchen nicht viel klappte, verbuchten die Gastgeber 64 ihrer Punkte aus der Zone unterm Korb.

Hinzu kam mit insgesamt 68 Rebounds ein überragendes Spiel am Brett für Los Angeles.232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Pau Gasol mit 22 Zählern und 15 Abprallern sowie Andrew Bynum mit 17 Punkten und 14 Rebounds erwischten ebenfalls einen sehr Tag. Hinzu kamen 16 Punkte von Ron Artest.

"Unsere großen Jungs haben ein großartiges Spiel gemacht", lobte auch Lakers-Coach Phil Jackson sein Team.

Schlechte Wurfquote der Gäste

Die Jazz haderten dagegen mit ihrer Wurfquote aus dem Feld. Stolze 96 Mal gaben die Gäste einen Wurf auf den gegnerischen Korb ab, doch nur in 38 Fällen führte das auch zum Erfolg.

Zudem kam zu wenig Unterstützung von der Bank. Paul Millsap war mit 26 Punkten zwar bester Werfer, doch ansonsten kamen nur sechs Zähler von den Ersatzspielern. Entlastung für die Starting Five gab es somit nicht.

"Eigentlich mag ich das Wort 'entmutigend' nicht", musste Utahs Trainer Jerry Sloan zugeben. "Denn unsere Spieler haben sehr hart gekämpft, um im Spiel zu bleiben."

Doch die Aufgabe wird in Spiel 3 am Samstag nicht einfacher. Denn in 40 von 41 Fällen haben die Lakers eine Serie auch für sich entschieden, wenn sie bereits mit 2:0 führten.

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