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Chris Paul (l.) war mit neun Punkten und elf Assist überragender Spieler der Hornets © getty

Der Olympiasieger führt New Orleans zum ungefährdeten Preseason-Sieg über Washington und verzaubert das Publikum.

Aus Berlin berichtet Rainer Nachtwey

Berlin - Der erste Jubelsturm brauste bereits vor dem ersten Punkt auf. Das Berliner Publikum feierte Olympiasieger Chris Paul bei dessen Vorstellung.

Und der Point Guard dankte es den Zuschauern und setzte mit einem furiosen ersten Viertel den Grundstein zum 96:80-Sieg seiner New Orleans Hornets über die Washington Wizards bei der NBA Europe Live Tour in der ausverkauften Berliner O2-World.

Sensationelle acht Assists verbuchte "CP3" in den ersten zwölf Minuten - ein Anspiel, schöner als das andere. Dreimal schlossen seine Mitspieler nach Alley-Hoop-Vorlagen per Dunking ab.

"Chris hat hervorragend gespielt. Aber nicht nur Chris allein, die ganze Mannschaft hat gut gespielt", zeigte sich Peja Stojakovic gegenüber Sport1.de zufrieden.

Miserabler Start für Washington

Während die Hornets, bei denen Julian Wright anstelle von David West in der Starting Five stand, dem Publikum Basketball vom Allerfeinsten boten und auf 18:0 davon zogen, enttäuschten die Wizards.

Erst 5:32 Minuten nach Beginn der Begegnung erzielte Darius Songalia die ersten Punkte für Washington. Mit 9:36 gingen die Wizards im ersten Viertel unter.

Allerdings verzichtete Coach Eddie Jordan auf die Dienste von Aufbauspieler Antonio Daniels.

Der Point Guard, der Gilbert Arenas während dessen verletzungsbedingter Pause in der ersten Fünf vertreten wird, erschien ebenso wie der angeschlagene Antwan Jamison nur in Zivil.

Der Starting Five um Dee Brown, Etan Thomas, Caron Butler, Songalia und DeShawn Stevensen merkte man die fehlende Abstimmung an. Zudem trafen die Wizards nur 18,2 Prozent ihrer Würfe.

Spiel zur Halbzeit entschieden

Doch auch im zweiten Durchgang, als Hornets-Coach Byron Scott seiner Starting Five eine Verschnaufpause gönnte, kam Washington nur sporadisch zu guten Aktionen.

Angeführt von James Poseys 15 Punkten, ging New Orleans mit einem 37-Punkte-Vorsprung in den dritten Durchgang. 61:24 hieß es zur Halbzeitpause.

"Wir haben in der ersten Halbzeit grausam gespielt. In der Offensive haben wir nichts getroffen und in der Defensive schlecht verteidigt. Das müssen wir schnell vergessen", sagte Jamison zu Sport1.de.

Ovationen vom Publikum

Zu Beginn der zweiten Hälfte startete dann wieder die Chris-Paul-Show. Sein neunter Assist und seine Punkte fünf und sechs entlocktem dem Berliner Publikum Jubelschreie. Trotz der Standing Ovations seitens der Zuschauer nahm Scott seinen Point Guard Ende des dritten Spielabschnitts vom Feld.

In 24 Minuten erzielte "CP3" mit neun Punkten und elf Assists verfehlte er ein Double-Double nur knapp. Zudem schnappte sich Paul zwei Steals.

Schonung im letzten Abschnitt

Er wollte seinen Starspieler schonen, begründete Coach Byron Scott die geringe Spielzeit. Paul hatte sich aufgrund der Sommerspiele in Peking diesen Sommer kaum regenerieren können.

"Chris will immer spielen, aber manchmal muss ich ihm schon seine Schuhe wegnehmen, damit er eine Pause einlegt", scherzte Scott.

Trotz der guten ersten Halbzeit gab es für den Coach auch eine schlechte Nachricht. "Ich habe mir das Sprunggelenk verstaucht", sagte ein auf Krücken humpelnder Wright zu Sport1.de, "aber bis zum Saisonstart sollte ich wieder fit sein."

Neben Paul verbrachten auch Chandler, Peterson und Posey das letzte Viertel auf der Bank. Die Hornets nahmen sich aufgrund der deutlichen Führung zurück und ließen die Wizards herankommen.

Wizards wollen Revanche in Barcelona

New Orleans' Forward Rasual Butler und DerMarr Johnson von den Wizards waren mit jeweils 19 Zählern beste Punktesammler der Begegnung. All-Star Caron Butler kam in 24:06 Minuten lediglich auf acht Punkte.

"Wir müssen das Spiel ganz schnell vergessen. Ich freue mich jetzt schon auf Barcelona", sagte Brown zu Sport1.de: "Dort wollen wir uns besser präsentieren."

Nach der deutlichen Niederlage bietet sich Washington am Freitag in Barcelona die Chance zur Revanche.

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