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Dirk Nowitzki spielt seit 1999 bei Mark Cubans Dallas Mavericks © getty

Mavericks-Boss Mark Cuban glaubt, dass Dirk Nowitzki in Dallas bleiben wird - und auch zu finanziellen Einbußen bereit ist.

Von Martin Hoffmann

München - Dirk Nowitzki hat die Fans der Dallas Mavericks mit der Aussage aufgeschreckt, er würde nach dem Playoff-Aus gegen San Antonio all seine Optionen prüfen - auch einen Abgang aus Dallas.

Der Besitzer der Dallas Mavericks macht sich allerdings keine Sorgen, dass Nowitzki abtrünnig wird.

Mehr noch: Mark Cuban ist nach einem Gespräch mit dem Star-Forward zuversichtlich, dass dieser bereit ist, auf Geld zu verzichten, um den Mavericks die ersehnte Top-Verstärkung zu ermöglichen 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde).

21,5 Millionen - oder Ausstieg

Nowitzki steht vor seinem letzten Vertragsjahr in Dallas, rund 21,5 Millionen Dollar sollen bis zum Saisonende auf sein Konto kommen.

"Dirkules" hat allerdings auch eine Ausstiegsklausel, mit dem er aus dem Kontrakt heraus kann, um anderswo zu unterschreiben.

Er kann sie allerdings auch ziehen, um einen neuen, anders gestalteten Deal bei Dallas zu unterzeichnen.

Und Cuban hat herausgehört, dass Nowitzki genau daran Interesse zeige.

"Er würde einen anderen Deal unterschreiben"

"Ich sehe Umstände, in denen er die Klausel zieht, aber nicht zwingend, um zu einem anderen Klub zu gehen", schilderte Cuban beim Radiosender "KTCK-AM" die Lage.

"Dirk, ich und einige andere haben das Wochenende zusammen verbracht und wir haben viel darüber gesprochen", erklärte der Milliardär: "Wir alle erkennen, dass wir noch besser werden und das Team noch stärker machen wollen."

Nowitzki sei bereit, seinen Anteil zu leisten: "Dirk hat mir gesagt, dass er einen anderen Deal unterschreiben würde, wenn es helfen würde, das Team besser zu machen."

Man sei also übereingekommen zu sehen, was in dieser Hinsicht machbar sei (Multi-Millionen-Hintertür für Dirks Co-Star).

Platz schaffen im Salary Cap

Mit einem Verzicht auf einen Teil seines Gehaltes würde Nowitzki Raum im Salary Cap schaffen.

Die Gehaltsbegrenzung macht es den Mavericks nach aktuellem Stand unmöglich, sich im anstehenden Blockbuster-Sommer einen der vielen nun verfügbaren Hochkaräter zu sichern.

Unter anderem kommen LeBron James, Dwyane Wade, Amare Stoudemire und Chris Bosh auf den Free-Agent-Markt.

Den Gedanken, mit einem Gehaltsverzicht zu ermöglichen, einen dieser Topstars an seine Seite zu holen, hatte Nowitzki schon Ende 2008 öffentlich geäußert - und ist offenbar nicht davon abgekommen.

"Dirk geht nirgendwohin"

"Ich glaube, dass Dirk nirgendwohin geht", meint Cuban.

Er wisse, dass er über Steve Nash ähnliches gesagt hatte, ehe es diesen Richtung Phoenix zog, aber die Situation sei diesmal anders.

"Dirk ist seit über zehn Jahren hier, Steve war es nur vier oder fünf", betont Cuban: "Ich glaube, Dirk ist genauso sehr darauf aus, einen NBA-Titel zu den Mavericks zu bringen wie ich es bin." 226196(DIASHOW: Nowitzkis unvollendeter Traum)

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