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MATTHIAS GINTER (ab 90.): Kommt für seinen verletzten Dortmunder Teamkollegen noch zu einem Kurzeinsatz. Ohne Bewertung
Dwight Howard (M.) spielt seit seinem NBA-Debüt 2004 für die Orlando Magic © getty

Orlando gewinnt Spiel 2 gegen Atlanta und wahrt den Nimbus. Ein All-Star ist auch von einer blutigen Nase nicht zu stoppen.

Von Ingo Weber

Orlando/München - Die Orlando Magic haben ihren Vorsprung in der Best-of-Seven-Serie gegen die Atlanta Hawks auf 2:0 ausgebaut. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Der Ost-Zweite der Regular Season gewann Spiel 2 in eigener Halle mit 112:98 (49:57) und stürmt weiter unaufhaltsam Richtung Conference-Finale. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Nach dem Sweep gegen die Charlotte Bobcats bleibt Orlando das einzige Team der NBA, das in den Playoffs 2010 ungeschlagen ist.

Double-Double trotz blutiger Nase

Dwight Howard überzeugte einmal mehr mit einem Double-Double (29 Punkte, 17 Rebounds) und traf acht seiner neun Versuche aus dem Feld.

Zu Beginn des dritten Viertels bewies der "Superman" seine Nehmerqualitäten und ließ sich nach einem Zusammenprall mit Hawks-Center Al Horford von einer blutigen Nase nicht stoppen. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Auch von der Freiwurflinie wusste der All-Star zu überzeugen und traf 13 seiner 18 Versuche. "Heute habe ich einfach daran geglaubt, dass ich treffe", begründete Howard.

Vince Carter (24 Zähler), Jameer Nelson (20), Rashard Lewis (20) und Mickael Pietrus (13) unterstützten ihren Center fleißig und punkteten für Orlando zweistellig.

Nur 15 Punkte im Schlussviertel

Atlanta zeigte sich im Vergleich zur klaren Niederlage in Spiel 1 deutlich verbessert und lag vor dem Schlussviertel nur mit einem Zähler im Rückstand.

Doch magere 15 Punkte in den letzten zwölf Minuten verhinderten den Sieg.

"Ich bin mit der Leistung des Teams trotzdem sehr zufrieden. In den Heimspielen werden wir sehen, was möglich ist", sagte Hawks-Coach Mike Woodson.

Beste Werfer des Ost-Dritten der Hauptrunde waren Horford (24 Punkte, 10 Rebounds) und Bankspieler Jamal Crawford (23 Punkte).

Mit Joe Johnson (19 Zähler) und Josh Smith (18) lieferten zwei weitere Akteure zweistellige Werte.

97 Prozent von der Freiwurflinie

Auch eine Trefferquote von 97 Prozent von der Freiwurflinie (30 von 31) verhinderte die Niederlage der Hawks nicht.

Dass es zum Sieg nicht reichte, lag vor allem am 19:2-Lauf der Magic, der Orlando in den ersten sieben Minuten des letzten Viertels vorentscheidend mit 107:89 in Führung brachte.

"Wir haben in der ersten Hälfte nicht gut gespielt, aber trotzdem den Anschluss gehalten. Nach der Pause haben wir agiert wie die Orlando Magic", lobte Carter, der in der zweiten Spielhälfte 20 seiner 24 Punkte erzielte.

Spiel 3 findet in der Nacht auf Sonntag in Atlanta statt. Die Hawks brauchen unbedingt einen Sieg, wollen sie die Chancen auf ein Weiterkommen nicht vorzeitig verspielen.

Statistik spricht für die Magic

Einen 0:3-Rückstand konnte in der Geschichte der NBA noch kein Team drehen.

Doch wer glaubt nach den Eindrücken der ersten Playoff-Wochen noch an ein Scheitern der Magic?

Das Team von Trainer Stan Van Gundy gewann 26 der vergangenen 29 Saisonspiele und acht der letzten neun Duelle gegen Atlanta.

Die Hawks spielen also nicht nur gegen bärenstarke Magic, sondern auch gegen die Statistik.

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