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Steve Nash spielt seit 2004 für die Phoenix Suns © getty

Auch der Ellbogen von Tim Duncan kann die Suns nicht stoppen. Ohne Niederlage zieht Phoenix ins West-Finale. San Antonio hat Urlaub.

Von Tobias Hlusiak

München - DieNBA-Playoffs sind für die San Antonio Spurs Geschichte. Sang- und klanglos unterlagen die Texaner den Phoenix Suns mit 0:4 in der Best-Of-Seven-Serie. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Die Suns stehen zum dritten Mal seit 2005 im Finale der Western Conference. Dort erwarten sie den Sieger der Serie zwischen den Los Angeles Lakers und den Utah Jazz. Die erste NBA-Final-Teilnahme seit 1993 winkt. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

Der 107:101-Triumph in fremder Halle wird definitiv einen Platz in den Suns-Geschichtsbüchern finden.

Nicht nur, weil Phoenix zum ersten Mal seit 2005 einen Sweep schaffte - damal schickte man die Memphis Grizzlies ohne Niederlage aus dem Playoff-Rennen.

Steve Nash führte sein Team halbblind zum Sieg. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Tim Duncan musste der Kanadier mit sechs Stichen genäht werden

Mit zugeschwollenem rechten Auge erzielte er zehn seiner 20 Punkte im letzten Abschnitt.

Duplizität der Ereignisse

"Das sah böse aus," meinte Suns-Forward Channing Frye nach dem Spiel.

Teamkollege Grant Hill sah in der Verletzung gar den entscheidenden Vorteil: "Er musste sich deswegen besser konzentrieren, weil er nur mit einem Auge zielen konnte."

Schon 2007 waren beide Teams im Conference-Halbfinale aufeinander getroffen. Damals brach sich Nash bei einem Zusammenprall mit Tony Parker die Nase - Phoenix verlor die Serie.

Diesmal hatten die Suns das bessere Ende für sich.

Stoudemire führt Suns zur Revanche

Bester Punktesammler auf Seiten der der Gäste war Amare Stoudemire, der 29 Punkte erzielte.

Für das Team aus Arizona war es eine geglückte Revanche. Viermal hatten die Spurs Phoenix seit 2003 aus den Playoffs gekegelt.

"Es fühlt sich großartig an, diesmal der Sieger zu sein", bilanzierte Nash nach der Partie. "Die Spurs zu schlagen ist schon eine Leistung. Ich habe großen Respekt vor San Antonio."

Duncan zeigt sich enttäuscht

San Antonio fand in der kompletten Serie kein Rezept gegen das variable Spiel der Suns.

"Wir hatten immer gute Serien gegen Phoenix", meinte Tim Duncan. "Wir dachten, wir könnten sie auch diesmal schlagen. Aber die Suns haben uns einfach ausgespielt."

Der Spurs-Forward kam auf 17 Punkte und acht Rebounds. Bester Scorer auf Seiten der Gastgeber war Tony Parker, der 22 Zähler verbuchte.

"Ich bin natürlich sehr traurig und sauer", sagte ein enttäuschter Parker. "Aber ich freue mich auch für Nash und Stoudemire. Die beiden haben seit Jahren hart für diesen Sieg gearbeitet. Dieses Jahr waren sie einfach dran."

San Antonio verabschiedete sich erstmals seit 2001 sieglos aus einer Playoff-Serie.

232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Höchstwahrscheinlich gegen L.A.

Das Conference Finale bestreiten die Suns nun entweder gegen die Los Angeles Lakers oder die Utah Jazz.

Die Lakers führen die Serie mit 3:0-Siegen an. Noch kein Team in der Geschichte der NBA konnte einen solchen Rückstand noch umbiegen.

Spiel vier dieser Serie findet am Dienstag (ab 4.30 Uhr LIVESCORES) statt.

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