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LeBron James (r.) wurde 2010 zum zweiten Mal in Folge zum Saison-MVP gewählt © getty

Die Celtics gehen in der Serie zum ersten Mal in Führung - und glänzen im Kollektiv. James erwischt einen rabenschwarzen Tag.

Von Ingo Weber

Cleveland/München - Die Cleveland Cavaliers stehen im Halbfinale der Eastern Conference gegen die Boston Celtics vor dem Aus. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

In eigener Halle unterlag der Topfavorit auf den Titel deutlich mit 88:120 (44:50) und kassierte damit die höchste Heimniederlage in der Playoff-Klub-Geschichte. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Erfolgreichste Werfer der Cavs waren Shaquille O'Neal mit 21 Punkten und Anthony Parker (14).

Nur 15 Punkte für James

MVP LeBron James erwischte einen rabenschwarzen Abend, kam auf 15 Zähler und traf nur drei seiner 14 Versuche aus dem Feld. Die ersten sieben fanden nicht den Weg ins Ziel.

"Ich habe viele Würfe vergeben, die ich normalerweise treffe", räumte "King" James nach der Partie ein. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Sollte James den Klub nach dieser Saison verlassen, könnte es sein letztes Heimspiel für die Cavs gewesen sein - und damit sicher nicht das Signal, das er den Fans senden wollte.

"Können es noch schaffen"

Doch damit wollte sich der MVP nicht auseinandersetzen: "Wir haben schon ein Spiel in Boston gewonnen und können das noch einmal schaffen."

Auch Team-Kollege O'Neal stieß ins gleiche Horn: "Die Rechung ist einfach. Wir müssen zwei Spiele in Folge gewinnen. In der Situation war ich schon oft genug."

Die Celtics beeindruckten mit einer geschlossen starken Team-Leistung, und alle Spieler der Starting Five punkteten zweistellig.

Double-Double für Pierce

Gerade die drei "Oldies" Ray Allen (34), Kevin Garnett (33) und Paul Pierce (32) zeigten, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören.

Allen war mit 25 Zählern der beste Werfer des Ost-Vierten der Regular Season. Garnett kam auf 18 Punkte, Pierce steuerte ein Double-Double (21 Punkte, 11 Rebounds) bei.

Auch Rajon Rondo (16 Punkte, alle in Hälfte zwei), Bankspieler Glen Davis (15) und Center Kendrick Perkins (10) lieferten zweistellige Werte.

"Als Team stark"

"Wir brauchen keinen einzelnen Helden. Wir sind stark, wenn wir als Team auftreten", lobte Celtics-Coach Doc Rivers und warnte im gleichen Atemzug: "Wir haben erst drei Siege, brauchen aber vier."

Nach dem ersten Viertel lagen die Celtics noch mit drei Punkten im Rückstand.

Spiel 6 in Boston

Doch ab Spielminute 13 zeigten sie eine unglaubliche Playoff-Gala und gewannen alle folgenden Spielabschnitte deutlich, das Schlussviertel sogar mit 15 Punkten Unterschied.

Boston kann mit einem Sieg in Spiel 6 im heimischen Garden in der Nacht auf Freitag (ab 2 Uhr LIVESCORES) den Einzug in die Conference Finals perfekt machen.

"Wir wollen nicht noch einmal nach Cleveland zurückkehren. Für uns ist das nächste Spiel das entscheidende", meinte Garnett mit Blick auf die kommende Aufgabe.

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