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LeBron James wurde 2003 von den Cavaliers an Nummer 1 gedraftet © getty

Die NBA-Legende wirft LeBron James einen großen Mangel vor. Er unterstellt College-Überspringern Geldgier und Starallüren.

Von Jessica Pulter

München - LeBron James ist der Superstar der Cleveland Cavaliers, daran besteht kein Zweifel.

Wenn dem Team aus Ohio auf dem Feld nichts mehr einfällt, dann wandert der Ball zu "King James", der weiß schon etwas damit anzufangen - ein 30-Punkte-Spiel ist für den Small Forward keine Seltenheit.

Trotzdem hat auch James die herbe 88:120-Niederlage in Spiel 5 der Best-of-Seven-Serie gegen die Boston Celtics nicht verhindern können, so dass die Cavs nun in Spiel 6 (ab 2 Uhr LIVESCORES) unbedingt gewinnen müssen. 232005(DIASHOW: Zweite Playoff-Runde)

Der ehemalige NBA-Superstar Kareem Abdul-Jabbar ahnt, was dem erst 25-Jährigen fehlte, um die Partie doch noch zu drehen - Erfahrung.

Wichtige College-Erfahrung

LeBron James spielt zwar schon seit 2003 in der besten Basketball-Liga der Welt, kam damals mit 18 Jahren aber direkt von der High School in die NBA.

Für Abdul-Jabbar steht fest, dass selbst James von den Jahren auf dem College in Spiel fünf profitiert hätte.

"Wenn er das College durchlaufen hätte, dann wäre er ein wahres Juwel", erklärte der 63-Jährige auf einem Empfang in Omaha. "College-Spieler müssen sich erst durchkämpfen, denn in der Rangfolge stehen ältere Studenten über ihnen."

Junge Spieler zu gierig

Den Trend, dass junge Spieler sofort von der Schulbank in die NBA gelotst werden, wo enorme Geldsummen auf sie warten, sieht Abdul-Jabbar äußerst kritisch. (SERVICE: Der Playoff-Baum)

"Das sind frühreife Kinder, die meinen, sie wären Rock-Stars", erläuterte der 19-malige All-Star. "Die fragen nur noch 'Wo sind meine 30 Millionen Dollar?'. Die Einstellung hat sich geändert und darunter leidet das Spiel."

Altersgrenze weiter anheben

Zwar hat die NBA bereits vor fünf Jahren die Mindestaltersgrenze auf 19 Jahre angehoben, so dass die jungen Basketballer zumindest ein Jahr auf dem College spielen. (DATENCENTER: Zweite Playoff-Runde)

Doch Abdul-Jabbar würde die Grenze gerne auf 21 Jahre anheben: "Mit 19 sind die Spieler immer noch zu jung. Sie werden in ihrer emotionalen und physischen Reifung eingeschränkt, die man braucht, um auf und neben dem Feld zu bestehen."

In Spiel 6 gegen Boston in der Nacht zu Freitag kann zumindest LeBron James beweisen, dass er diese Reife durchaus hat, und seine enttäuschende Punkteausbeute von 15 Zählern aus der letzten Partie vergessen machen.

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